Smartphone-Speicher, Luxusgut

Smartphone-Speicher wird zum Luxusgut

27.01.2026 - 16:43:12

Eine globale Knappheit bei Speicherchips treibt die Preise für Smartphones mit großem Speicherplatz in die Höhe. Hersteller verlagern die Kosten überproportional auf Top-Modelle.

Die Preise für Smartphones mit viel Speicherplatz explodieren. Schuld ist eine weltweite Halbleiterkrise, die Hersteller zu einer neuen Preispolitik zwingt – auf Kosten der Verbraucher.

Der Traum vom günstigen Top-Smartphone mit reichlich Speicher ist vorerst ausgeträumt. Wer 2026 ein neues Gerät mit ausreichend Platz für Apps, Fotos und Videos sucht, stößt auf eine massive Preismauer. Die Ursache liegt in einer globalen Knappheit bei Speicherchips. Die boomende KI- und Rechenzentren-Branche beansprucht einen Großteil der Produktionskapazitäten und treibt die Rohstoffpreise für DRAM- und NAND-Module in die Höhe. Die Folge: Eine Art „Speicher-Steuer“ für Verbraucher.

Die Taktik der teuren Aufrüstung

Um attraktive Einstiegspreise zu halten, lassen die Hersteller die Basisversionen mit wenig Speicher vergleichsweise günstig. Die Kosten für die teuren Chips werden jedoch auf die Modelle mit mehr Kapazität umgelegt – und zwar überproportional. Der Aufpreis für ein Gerät mit 1 TB statt 128 GB Speicher kann bis zu 450 Euro betragen. Analysten sehen darin weniger eine reine Kostenweitergabe, sondern eine strategische Gewinnmarge.

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„Die Hersteller berechnen, was der Markt gerade noch zu tragen bereit ist“, so die Einschätzung von Branchenbeobachtern. Während Google für besonders steile Preissprünge zwischen den Speicherstufen bekannt ist, agieren andere Marken etwas moderater. Insgesamt wird der durchschnittliche Verkaufspreis für Smartphones 2026 voraussichtlich um 3 bis 8 Prozent steigen. Viele Verbraucher könnten ihren Kauf deshalb verschieben – was den gesamten Weltmarkt schrumpfen lassen könnte.

Cloud-Dienste als Ausweg?

Angesichts der hohen Aufpreise lohnt ein genauer Blick auf die eigenen Speichergewohnheiten. Ist das teure Top-Modell wirklich nötig? Eine praktische Alternative sind Cloud-Speicherdienste wie Google Photos oder iCloud. Sie erlauben es, große Dateien wie Fotos und Videos auszulagern. Zwar fallen hier monatliche Abo-Gebühren an, über die typische Nutzungsdauer eines Handys sind sie aber oft günstiger als der massive Aufpreis für den größten internen Speicher.

Auch eine konsequente Speicherpflege kann helfen: Regelmäßiges Löschen von App-Caches, nicht genutzten Programmen und doppelten Dateien schafft Platz. Experten empfehlen, stets etwa 20 Prozent des Speichers frei zu halten, damit das Betriebssystem reibungslos arbeiten kann.

Warten auf Entspannung – bis 2028?

Auf eine schnelle Besserung der Lage können Verbraucher nicht hoffen. Die hohe Nachfrage der KI-Industrie nach Speicherchips wird den Markt noch mindestens zwei bis drei Jahre dominieren. Erst wenn neue Halbleiterfabriken 2027 oder 2028 in Betrieb gehen, könnte sich die Angebotslage entspannen.

Bis dahin bleibt Verbrauchern nur, kluge Kompromisse zu finden: Vielleicht reicht das Vorgängermodell zum Sonderpreis? Oder die Kombination aus einem Gerät mit mittlerer Speicherkapazität und einer cleveren Cloud-Strategie? Die Entscheidung zwischen sofortigem, offline verfügbarem Speicher und den flexiblen, aber internetabhängigen Cloud-Diensten wird zur Gretchenfrage für jedes Smartphone-Budget.

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