Social Media: Fake-Shops erreichen neuen Höchststand
24.01.2026 - 12:03:11Soziale Medien sind im Januar 2026 zum Haupt-Einfallstor für Online-Betrug geworden. Verbraucherschützer und Sicherheitsbehörden melden einen neuen Rekord an Fake-Shops und Phishing-Attacken auf Plattformen wie Instagram und TikTok. Die Gefahr lauert direkt im vertrauten Newsfeed.
Bezahlte Werbung als perfekte Tarnung
Das größte Problem ist die professionelle Tarnung der Betrüger. Analysen des Verbraucherzentrale Bundesverbands (vzbv) zeigen: Viele Fake-Shops fangen ihre Opfer gezielt über bezahlte Werbeanzeigen. Die Anzeigen erscheinen im vertrauten Umfeld der sozialen Netzwerke und wirken oft seriös.
Experten kritisieren, dass die Überprüfung der Werbetreibenden durch die Plattformen lückenhaft bleibt. Kriminelle nutzen das aus. Sie erstellen kurzlebige Shops, kassieren das Geld und liefern nichts oder minderwertige Ware. Verbraucherschützerin Ramona Pop vom vzbv hält die Plattformen, die an der Werbung verdienen, in der Pflicht.
Phishing-Mails und gefälschte Shops treiben im Social-Media-Zeitalter Rekordzahlen – oft genügen ein Klick oder eine manipulierte Login-Seite, um Kontodaten oder Karteninfos zu verlieren. Das kostenlose Anti-Phishing-Paket liefert eine klare 4‑Schritte-Anleitung: Erkennen, Prüfen, Absichern, Melden. Mit Checklisten zu KI-getarnten Attacken und CEO-Fraud sowie praxiserprobten Abwehrmaßnahmen für Privatnutzer und kleine Unternehmen. Anti-Phishing-Paket jetzt herunterladen
Besonders perfide sind sogenannte „Dark Patterns“. Diese manipulativen Design-Elemente setzen Käufer unter Druck:
* Countdown-Zähler (“Nur noch 5 Minuten!”)
* Künstliche Verknappung (“15 Personen sehen diesen Artikel”)
Neue Maschen: Von Konzerttickets bis KI-Phishing
Die Betrugsmaschen werden immer vielfältiger. Neben klassischen Produkt-Shops warnen Experten wie die Watchlist Internet aktuell vor zwei neuen Trends.
Gefälschte Ticket-Seiten täuschen Buchungsportale für beliebte Events oder Sehenswürdigkeiten nach. Nutzer klicken oft über Links in Social-Media-Reiseberichten auf diese Seiten und kaufen ungültige Eintrittskarten.
Parallel dazu flutet eine Phishing-Welle Nutzer von KI-Diensten. Betrüger verschicken Nachrichten, die vor einer angeblichen Kontosperrung bei Diensten wie ChatGPT warnen. Der enthaltene Link führt zu einer Seite, die Login-Daten und Kreditkarteninformationen abgreift. Das BSI betont: Die Gutgläubigkeit der Nutzer bleibt das größte Einfallstor.
Unseriöses Dropshipping: Der Influencer-Frust
Eine Grauzone ist unseriöses Dropshipping. Influencer bewerben Produkte als “Must-Haves”, die dann billig aus Fernost direkt zum Kunden geschickt werden. Die Folge sind massenhaft Beschwerden über:
* Extrem lange Lieferzeiten
* Minderwertige Qualität
* Praktisch unmögliche Rückgaben
Da die Händler oft außerhalb der EU sitzen, gelten deutsche Gewährleistungsrechte nicht. Die Grenze zwischen Unterhaltung und Kommerz verschwimmt in den Shops von TikTok oder Instagram immer mehr.
Regulierung hinkt der Realität hinterher
Europäische Regeln wie der Digital Services Act (DSA) sollen eigentlich für mehr Sicherheit sorgen. In der Praxis können sie mit der Agilität der Betrüger aber kaum mithalten.
Die schiere Masse an neuen Fake-Shops macht manuelle Prüfungen unmöglich. Automatisierte Filter der Plattformen versagen zunehmend, denn Kriminelle nutzen nun selbst Künstliche Intelligenz. Damit generieren sie fehlerfreie Shop-Texte und seriös wirkende Bilder. Schlechtes Deutsch oder verpixelte Logos sind kein Erkennungsmerkmal mehr.
Wettrüsten der Algorithmen hat begonnen
Für 2026 ist keine Entspannung in Sicht. Experten prognostizieren ein technologisches Wettrüsten. Während Plattformen ihre KI-Erkennung verbessern, rüsten Betrüger mit Tools wie Deepfakes auf. Künftig könnten gefälschte Video-Testimonials oder sogar KI-generierte Influencer Vertrauen erschleichen.
Die wichtigste Verteidigungslinie bleibt die Skepsis der Verbraucher. Impressum prüfen, Preise vergleichen und bei unbekannten Shops niemals per Vorkasse zahlen – das sind die goldenen Regeln. Tools wie der Fakeshop-Finder der Verbraucherzentralen werden auf dem Smartphone immer wichtiger.
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