Söder, HÀngepartie

Söder: HÀngepartie bei Kabinettsumbau kein Fehler von Merz

Veröffentlicht am: 26.07.2026 um 14:27 Uhr | dpa, AD HOC NEWS

CSU-Chef Markus Söder sieht die Verantwortung fĂŒr die aktuellen Probleme bei der Umbildung des Bundeskabinetts nicht bei Kanzler Friedrich Merz (CDU).

"Wenn man mit jemandem am Abend ausmacht, dass er kommt, und dann in der FrĂŒh um 4.00 Uhr hört, dass es nicht klappt, das macht es manchmal nicht leichter. Da liegt also die Verantwortung sicher nicht beim Bundeskanzler", sagte der bayerische MinisterprĂ€sident im ZDF-Sommerinterview in Tutzing am Starnberger See. Das hĂ€tte sich "der Kollege" vorher ĂŒberlegen sollen.

Söder reagierte damit auf die VorgĂ€nge rund um die Besetzung des Verkehrsministeriums. Merz möchte im Zuge der Neuaufstellung des Kabinetts seinen Parteifreund Patrick Schnieder als Verkehrsminister entlassen. Das teilte Schnieder selbst einigen Bundestagsabgeordneten FreitagfrĂŒh bereits per SMS mit. Doch ist es bisher nicht dazu gekommen, der als Nachfolger vorgesehene CDU-Finanzexperte Fritz GĂŒntzler sagte dem Kanzler kurzfristig ab.

Söder findet Kabinettsumbau angemessen fĂŒr aktuelle Situation

Söder stellte sich hinter die Entscheidung von Merz, das Kabinett nach dem RĂŒcktritt von Unionsfraktionschef Jens Spahn (CDU) grĂ¶ĂŸer umzubauen. "Also ich fand, dass es angemessen der Situation ist und eines Bundeskanzlers. Der Bundeskanzler muss Entscheidungen treffen, die sind gar nicht leicht. Das ist wie beim Fußballtrainer, der muss ein- und auswechseln", sagte Söder.

Das Verkehrsministerium sei eine große Herausforderung ist, "weil da viele Milliarden endlich verbaut werden mĂŒssen", so Söder weiter. Infolge der Absage des Wunschkandidaten gebe es jetzt zwar "ein bisschen Zeitverzögerung, am Ende kommt es darauf an, wie die Gesamtlösung ist".

Die bisher bekannten Personalwechsel - Nina Warken wird neue Kanzleramtschefin, Carsten Linnemann Gesundheitsminister und Thorsten Frei Unionsfraktionschef - finde er "sehr gut", betonte Söder. Dies sei eine "StĂ€rkung insgesamt in der ohnehin ja natĂŒrlich schwierigen Situation nach dem RĂŒcktritt von Jens Spahn. Also insgesamt halte ich das fĂŒr vertretbar und auch keinen großen Schaden."

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