Sommerverkehr am BER - Chefin setzt auf reibungslose AblÀufe
Veröffentlicht am: 30.06.2026 um 16:22 Uhr | dpa, AD HOC NEWSDie Betreiber rechnen fĂŒr die sechs Wochen mit insgesamt rund 3,7 Millionen FluggĂ€sten, wie die Flughafengesellschaft (FBB) mitteilte. Das seien in etwa so viele wie im Sommer des Vorjahres, sagte Flughafenchefin Aletta von Massenbach.
Trotzdem geht sie davon aus, dass es fĂŒr die Passagiere weitgehend stressfrei ablaufen wird. Zum einen sei der Sommer nicht die Hochsaison am BER. "Das wĂ€ren eher der September und Oktober", sagte sie mit Blick auf gröĂere Messen, die in Berlin in diesen Monaten viele Besucherinnen und Besucher anlocken.
Neue Technik am BER
Zum anderen hat der BER in den vergangenen Jahren und Monaten technisch aufgerĂŒstet. Seitdem zahlreiche Sicherheitskontrollen mit sogenannten CT-Scannern ausgestattet sind, gehe es dort deutlich schneller, teilte der BER mit. Bei dieser Technik können FlĂŒssigkeiten und elektronische GerĂ€te im Koffer bleiben. Passagiere sparen auf diese Weise Zeit.
Familien mit Kindern bis zum 5. Lebensjahr können eine spezielle Sicherheitsschleuse im Terminal 1 nutzen. Auf dem GelÀnde können ParkplÀtze vorab gebucht werden, um keine Zeit bei der Suche zu verlieren.
Knapp zwei Dutzend Airlines bieten zudem an, das GepĂ€ck an entsprechenden Selbst-Service-Automaten aufzugeben, die in gröĂerer Zahl im Flughafen verteilt sind. Auf diese Weise sparten sich Reisende die Schlange am Check-in-Schalter.
400.000 FluggÀste am ersten Ferienwochenende
Allein zum Start der Ferien, vom Mittwoch, den 8. Juli bis Sonntag, dem 12. Juli 2026, erwarte die FBB rund 400.000 Passagiere, hieĂ es. Die verkehrsreichsten Tage werden demnach der Freitag, 10. Juli sowie der 21. und 23. August mit jeweils rund 90.000 Reisenden.
Neben zahlreichen europĂ€ischen Zielen kommen im Sommer weitere Langstreckenverbindungen hinzu: "Air Canada verbindet die Hauptstadtregion ab dem 3. Juli erstmals mit MontrĂ©al", teilte der BER mit. Air Transat wiederum biete wieder FlĂŒge nach Toronto an. Mit Delta Air Lines US2473617023 sowie United Airlines US9100471096 stĂŒnden zudem zwei US-Fluggesellschaften fĂŒr tĂ€gliche FlĂŒge nach New York zur VerfĂŒgung.
Steigende Ticketpreise
Passagiere mĂŒssen sich indes auf steigende Ticketpreise einstellen, infolge der gestiegenen Kerosinpreise aufgrund des Konflikts im Nahen Osten. Die VerfĂŒgbarkeit von Kerosin sei in Europa zwar kein Problem, betonte die Flughafenchefin. Doch die Beschaffung sei deutlich teurer geworden. Kerosin macht von Massenbach zufolge ein knappes Drittel des Ticketpreises aus.
Reibungslose AblĂ€ufe wĂ€hrend der Sommerferien könnte der BER aus Sicht von von Massenbach gebrauchen. Das erste Halbjahr sei Ă€uĂerst hektisch verlaufen, betonte sie. Aufgrund des Wintereinbruchs im Januar und Februar inklusive zweier Eisregentage hĂ€tten die Fluggesellschaften in diesen Monaten rund 1.100 FlĂŒge gestrichen.
Im MĂ€rz fĂŒhrte dann der Irankrieg dazu, dass es Hunderte FlĂŒge weniger in die Region gab. Im selben Monat sowie im April kam es zudem zu Warnstreiks am BER selbst sowie bei der Lufthansa DE0008232125, was zu erheblichen EinschrĂ€nkungen im Flugverkehr gefĂŒhrt hat.
Ryanair reduziert PrÀsenz
Getroffen habe die Betreiber zudem die AnkĂŒndigung der Fluggesellschaft Ryanair IE00BYTBXV33, zum Winter die Basis am Hauptstadtflughafen BER zu schlieĂen und das dortige Sitzplatzangebot um die HĂ€lfte zu reduzieren.
Von Massenbach Ă€uĂerte sich positiv ĂŒber die von der Bundesregierung zurĂŒckgenommene jĂŒngste Erhöhung der Luftverkehrsteuer. Dieser Schritt mache sich zum Juli entlastend bemerkbar. Ryanair habe das jedoch nicht abgehalten, die PrĂ€senz in Schönefeld zu reduzieren.
Laut der Flughafenchefin stagniert insbesondere der deutsche Luftverkehr im globalen Vergleich weiter. WĂ€hrend vergleichbare MĂ€rkte wie Frankreich, Ăsterreich oder die Schweiz beim Luftverkehr Wachstumsraten von 25 bis 30 Prozent aufwiesen, trete der deutsche Markt auf der Stelle. Das zeigten auch die erwarteten Passagierzahlen am BER wĂ€hrend der Sommerferien.
