Sommerzeit belastet jeden Dritten – Frauen leiden stärker
31.03.2026 - 06:10:18 | boerse-global.deDie Zeitumstellung auf Sommerzeit schlägt vielen Deutschen auf die Gesundheit. Laut einer aktuellen DAK-Umfrage fühlt sich fast jeder Dritte beeinträchtigt. Besonders betroffen sind Frauen: Fast jede Zweite klagt über Folgen, bei Männern ist es nur jeder Fünfte.
Die Symptome sind eindeutig: 78 Prozent der Betroffenen berichten von Müdigkeit, 44 Prozent von Konzentrationsproblemen. Schlafmediziner sprechen von einem „Mini-Jetlag“. Der Hormonhaushalt gerät aus dem Takt, die innere Uhr desynchronisiert mit dem sozialen Zeitplan. Die Folge: mehr Fehler und längere Bearbeitungszeiten im Job.
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Frauen leiden mehr, Männer kommen später
Interessant ist das Gefälle bei der Pünktlichkeit. Obwohl Frauen gesundheitlich stärker belastet sind, haben sie seltener Probleme, pünktlich zur Arbeit zu erscheinen. Nur 15 Prozent der Frauen geben an, zu spät zu kommen. Bei den Männern sind es 24 Prozent. Die Zeitumstellung wirkt sich also unterschiedlich auf Biologie und Alltagsorganisation aus.
Wer bezahlt die „verlorene“ Stunde?
Für Schichtarbeiter stellt sich die Frage nach der Bezahlung der fehlenden Stunde. Arbeitsrechtler geben Entwarnung: In der Regel muss die Stunde nicht nachgearbeitet werden, solange kein spezieller Tarifvertrag etwas anderes vorschreibt. Bei Festgehältern ändert sich meist nichts, bei Stundenlohn zählt die tatsächlich geleistete Zeit.
Für Unternehmen ist die erste Woche nach der Umstellung jedoch ein Risiko. Die sinkende Konzentration kann die Fehlerquote in die Höhe treiben. Besonders in verantwortungsvollen Jobs wie im Gesundheits- oder Transportwesen ist Vorsicht geboten. Einige Firmen reagieren bereits mit Gleitzeit, um den Druck aus dem erzwungenen frühen Start zu nehmen.
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So ĂĽberlisten Sie den Mini-Jetlag
Was können Betroffene tun? Schlafforscher raten zu Gelassenheit und kleinen Schritten. Diese Tipps helfen in der Umstellungswoche:
- Raus an die Luft: Tageslicht stoppt die Produktion des Schlafhormons Melatonin und stellt die innere Uhr neu.
- Viel trinken: Mindestens 1,5 Liter Wasser am Tag beugen Erschöpfung vor. Ein leichter Flüssigkeitsmangel verstärkt das Müdigkeitsgefühl.
- Leicht essen: Ein proteinreiches Frühstück macht wach, schwere Mahlzeiten am Abend stören den Schlaf.
Besonders „Eulen“ – also Abendmenschen – leiden unter der Frühjahrsumstellung. Für sie ist die schrittweise Anpassung und der Verzicht auf helle Bildschirme am Abend entscheidend.
EU-Studie soll im Juni Entscheidung bringen
Politisch bewegt sich wenig, obwohl die Nachteile seit Jahren bekannt sind. Die EU-Kommission hat die Abschaffung zwar 2018 vorgeschlagen, doch die Mitgliedstaaten streiten ĂĽber die kĂĽnftige Standardzeit.
Unter der zypriotischen Ratspräsidentschaft bereitet die Kommission nun eine neue Studie vor. Deren Ergebnisse sollen bis Ende Juni vorliegen. Sie sollen verhindern, dass der Binnenmarkt durch verschiedene Zeitzonen zersplittert. Während südliche Länder wie Griechenland am Wechsel festhalten wollen, plädieren viele nördliche Staaten für eine dauerhafte „Winterzeit“.
Bis zu einer europäischen Einigung müssen Arbeitnehmer und Unternehmen die halbjährliche Umstellung weiter selbst managen. Die nächste steht bereits fest: In der Nacht auf den 25. Oktober werden die Uhren wieder zurückgestellt.
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