Sommerzeit belastet vor allem Frauen und junge Berufstätige
27.03.2026 - 00:00:27 | boerse-global.deIn der Nacht zum Sonntag werden die Uhren wieder auf Sommerzeit vorgestellt. Eine neue Studie zeigt jetzt: Besonders Frauen und die Generation 30 bis 44 leiden unter dem Mini-Jetlag. Die Folge sind Konzentrationsprobleme und Produktivitätsverluste.
Frauen leiden stärker unter der Umstellung
Eine aktuelle Forsa-Umfrage der DAK-Gesundheit offenbart deutliche Unterschiede zwischen den Geschlechtern. Fast 40 Prozent der Frauen berichten von gesundheitlichen Beschwerden nach der Zeitumstellung. Bei den Männern sind es nur 22 Prozent.
Wenn Konzentrationsprobleme nach der Zeitumstellung den Alltag erschweren, helfen gezielte mentale Übungen, um den Fokus schnell wiederzufinden. Dieser kostenlose Report bietet 11 praktische Übungen und einen Selbsttest, um Ihre geistige Fitness sofort zu unterstützen. Gratis-Report für mehr Konzentration und Fokus anfordern
Die Symptome sind eindeutig: 78 Prozent der Betroffenen fühlen sich müde und schlapp. Zwei Drittel haben Probleme mit dem Ein- und Durchschlafen. Für den Job besonders relevant: 44 Prozent kämpfen mit Konzentrationsschwierigkeiten.
Alarmierender Anstieg bei den 30- bis 44-Jährigen
In der Altersgruppe der 30- bis 44-Jährigen ist die Belastung deutlich gestiegen. Der Anteil der Betroffenen kletterte im Vergleich zum Vorjahr um zehn Prozentpunkte auf jetzt 36 Prozent. Experten sehen hier eine klare Ursache: die Doppelbelastung durch Beruf und Familie.
Diese Gruppe hat oft wenig Spielraum, ihren Schlafrhythmus flexibel anzupassen. Der künstliche Jetlag trifft sie daher besonders hart – mit direkten Folgen für die Arbeitsleistung.
Der soziale Jetlag kostet die Wirtschaft
Arbeitsmediziner warnen vor dem sogenannten sozialen Jetlag. Die innere Uhr gerät durch die Zeitumstellung aus dem Takt. Die Folge: In der Woche nach dem Uhrendrehen sinkt die Aufmerksamkeit spürbar.
Das erhöht die Fehlerquote im Büro und steigert das Unfallrisiko im Straßenverkehr. Eine dauerhafte Sommerzeit würde das Problem verschärfen. Im Winter müssten viele Arbeitnehmer dann monatelang im Dunkeln zur Arbeit starten.
Um trotz Müdigkeit und „sozialem Jetlag“ produktiv zu bleiben, helfen wissenschaftlich fundierte Routinen zur Steigerung der mentalen Leistungsfähigkeit. Entdecken Sie im kostenlosen Ratgeber „Gehirntraining leicht gemacht“ 7 Geheimnisse für einen wachen Verstand und besseren Fokus. Kostenloses PDF mit 11 Gedächtnis-Übungen jetzt sichern
Paradox: Männer kommen öfter zu spät
Die Studie zeigt ein interessantes Paradoxon. Obwohl Frauen stärker unter Symptomen wie Müdigkeit und Gereiztheit leiden, meistern sie die logistische Herausforderung besser. Nur 15 Prozent der betroffenen berufstätigen Frauen kommen nach der Umstellung zu spät zur Arbeit.
Bei den Männern sieht das anders aus: Fast jeder vierte Betroffene (24 Prozent) schafft es nicht pünktlich zu Terminen. Trotzdem bleibt für beide Geschlechter das Hauptproblem die nachlassende Konzentration.
Warum die Politik trotzdem zögert
71 Prozent der Deutschen halten die Zeitumstellung für überflüssig. Doch eine Abschaffung auf EU-Ebene lässt weiter auf sich warten. Die EU-Kommission drängt zwar auf eine Lösung, aber die Mitgliedstaaten sind uneins.
Die Angst vor einem Zeitzonen-Flickenteppich in Europa blockiert den Fortschritt. Die Wirtschaft favorisiert oft die dauerhafte Sommerzeit für längere helle Abende. Mediziner plädieren dagegen klar für die Normalzeit – sie kommt dem menschlichen Biorhythmus am nächsten.
So können Sie sich vorbereiten
Was also tun? Experten raten zu einer schrittweisen Anpassung. Stellen Sie Ihre Schlafenszeit schon einige Tage vor der Umstellung jeweils 15 Minuten früher ein. Direktes Tageslicht nach dem Aufstehen hilft der inneren Uhr bei der Synchronisation.
Unternehmen könnten mit flexiblen Arbeitszeiten gegensteuern. Gleitzeit in der ersten Woche nach der Umstellung würde den Druck nehmen und das Unfallrisiko senken. Die nächsten EU-Beratungen sind für das zweite Halbjahr 2026 geplant. Vielleicht gibt es dann Hoffnung auf eine Lösung für 2027.
So schätzen die Börsenprofis Aktien ein!
Für. Immer. Kostenlos.

