SpaceX Aktie: 17 Milliarden Jahresverlust durch KI-Wette
Veröffentlicht: 09.07.2026 um 23:25 Uhr, Redaktion boerse-global.de
SpaceX verliert Geld schneller, als das Unternehmen es einnehmen kann. Im ersten Quartal 2026 stand ein Nettoverlust von 4,28 Milliarden Dollar in den Büchern — bei nur 4,7 Milliarden Dollar Umsatz. Hochgerechnet auf das Gesamtjahr steuert der Raketen- und Satellitenkonzern auf ein Minus von rund 17 Milliarden Dollar zu, bei etwa 19 Milliarden Dollar Erlös.
Die Aktie notiert aktuell bei 148,30 Dollar. Das liegt deutlich unter dem Allzeithoch von 225,64 Dollar, erreicht am 16. Juni 2026. Nur eine Woche später, am 23. Juni, markierte das Papier mit 147,11 Dollar sein bisheriges Tief.
Verluste wachsen schneller als der Umsatz
Der Trend kehrt sich gerade um. 2025 verlor SpaceX 4,94 Milliarden Dollar bei 18,7 Milliarden Dollar Umsatz. Ein Jahr zuvor, 2024, stand noch ein Gewinn von 756 Millionen Dollar bei 14 Milliarden Dollar Erlös zu Buche.
Addiert man 2025 und das erste Quartal 2026, kommt SpaceX auf einen rollierenden Nettoverlust von etwa 9,4 Milliarden Dollar. Dem stehen rund 19,3 Milliarden Dollar Umsatz gegenüber. Die Verluste wachsen damit schneller als das Geschäft selbst.
Der Auslöser: eine teure KI-Wette
Die IPO-Unterlagen liefern eine klare Erklärung für den wachsenden Fehlbetrag. SpaceX bezeichnet sich darin selbst nicht primär als Raketen- oder Satellitenfirma. Das Unternehmen sieht sich als KI-Konzern — mit einem selbst taxierten adressierbaren Markt von 28,5 Billionen Dollar, den das Management als größte Chance der Menschheitsgeschichte beschreibt.
Diese Wette kostet enorm viel Geld. Das KI-Segment brachte im vergangenen Jahr gerade einmal 3,2 Milliarden Dollar Umsatz. Trotzdem kaufte SpaceX Anysphere, das Start-up hinter dem KI-Coding-Assistenten Cursor, für 60 Milliarden Dollar.
Die Investitionsausgaben im ersten Quartal 2026 erreichten 10,1 Milliarden Dollar. Davon entfielen 7,7 Milliarden Dollar allein auf den KI-Bereich. Ein Ende ist nicht in Sicht: Im Prospekt räumt das Management offen ein, dass die Kosten für Training und Betrieb von KI-Modellen auf absehbare Zeit weiter steigen werden.
Nicht jedes Segment brennt Geld. Das Connectivity-Geschäft rund um Starlink zeigt solide Bruttomargen und kräftiges Wachstum. Auch die Raketensparte gilt als technologisch führend. Die Zukunft des Konzerns entscheidet sich trotzdem an einer Frage: ob sich die KI-Wette rechnet.
Kapitalmärkte werden zum Nadelöhr
SpaceX braucht immer wieder frisches Kapital, um Wachstum und Verluste gleichzeitig zu finanzieren. Analysten sehen darin das zentrale Risiko für die kommenden Jahre. Bleiben die Märkte aufnahmefähig, kann der Konzern seinen Kurs fortsetzen. Trocknet die Liquidität aus, wird die gesamte Wachstumsstory deutlich fragiler.
Die Wall Street bewertet die Aktie seit dem Ende der Quiet Period nach dem Börsengang weiterhin überwiegend konstruktiv. Die Bewertungsdebatte ist damit aber keineswegs beendet.
Der nächste wichtige Test kommt Anfang August. Dann veröffentlicht SpaceX seinen ersten Quartalsbericht als börsennotiertes Unternehmen. Investoren erwarten dort Klarheit darüber, ob sich die Verluste im KI-Segment stabilisieren — oder ob sich die Schere zum übrigen Geschäft weiter öffnet.
SpaceX-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue SpaceX-Analyse vom 9. Juli liefert die Antwort:
Die neusten SpaceX-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für SpaceX-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 9. Juli erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
SpaceX: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...
Disclaimer zu unseren Artikeln: Keine Anlageberatung, keine Kauf oder Verkaufsempfehlung. Angaben zu Kursen, Unternehmen und Märkten ohne Gewähr; Änderungen jederzeit möglich. Börsengeschäfte können zu hohen Verlusten führen. Unsere Beiträge werden ganz oder teilweise automatisiert mit Unterstützung von AI erstellt und geprüft.
