SpaceX Aktie: 50. Starlink-Start im Jahr 2026
01.06.2026 - 04:09:54 | boerse-global.deSpaceX schraubt das Tempo vor dem Börsengang weiter hoch. Am Wochenende meldete das Unternehmen den 50. dedizierten Starlink-Start des Jahres 2026. Parallel dazu rückt der geplante Gang an die Nasdaq immer näher.
Die operative Schlagzahl passt zur Story, die SpaceX zuletzt über die S-1-Unterlagen erzählt hat: schnelles Wachstum, hohe Kapitalintensität und ein klarer Fokus auf Starlink als Umsatzmotor. Gleichzeitig zeigt der Blick auf die Zahlen, wie teuer dieser Ausbau bleibt.
Starlink treibt das Geschäft
Der aktuelle Flug von Vandenberg in Kalifornien war bereits der zehnte Start im Mai. Die Konstellation umfasst inzwischen mehr als 10.400 operative Satelliten. Das ist nicht nur ein technischer Meilenstein, sondern auch ein Signal an den Kapitalmarkt: Die Infrastruktur wächst in einem Tempo, das sich direkt in den Finanzdaten niederschlagen soll.
SpaceX setzte 2025 rund 18,7 Milliarden Dollar um. Das sind 33 Prozent mehr als im Vorjahr. Starlink stand für etwa 11,4 Milliarden Dollar und damit für rund 61 Prozent der Erlöse. Unter dem Strich blieb dennoch ein GAAP-Verlust von knapp 4,94 Milliarden Dollar.
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Kapital wandert in KI
Besonders aufschlussreich ist die Verschiebung bei den Investitionen. Von den jährlichen Capex in Höhe von rund 40 Milliarden Dollar fließen laut Unterlagen 76 Prozent in KI-Infrastruktur und sogenannte Orbital Data Centers. Klassische Raketenentwicklung tritt damit sichtbar in den Hintergrund.
SpaceX positioniert sich damit nicht mehr nur als Raumfahrt- und Satellitenunternehmen, sondern als Infrastruktur-Anbieter für Rechenleistung im All. Als möglicher Markt wird ein Volumen von 28,5 Billionen Dollar genannt, vor allem getragen von Enterprise-KI. Hinzu kommt ein neu offengelegter Jahresvertrag mit Anthropic über 15 Milliarden Dollar.
Bitcoin als Nebenbaustelle
Auch die Bilanz enthält einen neuen Akzent. SpaceX hält 18.712 Bitcoin, angeschafft zu Anschaffungskosten von 661 Millionen Dollar. Zum aktuellen Marktwert entspricht das etwa 1,42 Milliarden Dollar.
Damit liegt die Firmenkasse bei den Bitcoin-Beständen vor Tesla. Für Investoren ist das ein zusätzliches Detail im ohnehin komplexen Profil des Unternehmens. SpaceX bleibt damit operativ hochdynamisch und bilanziell alles andere als langweilig.
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Börsengang mit Doppelstimme
Der eigentliche Test kommt im Juni. Das Marketing für den Börsengang soll in den kommenden Wochen starten, die Roadshow ist für Anfang Juni angesetzt. Goldman Sachs und weitere Konsortialbanken zielen auf eine Bewertung von mindestens 1,75 Billionen Dollar. Das wäre der größte Börsengang der Geschichte.
Geplant ist das Listing unter dem Kürzel SPCX mit einer Doppelklassenstruktur. Die B-Aktien, die vor allem bei Insidern und Elon Musk liegen, erhalten zehn Stimmen je Aktie. Die für das Publikum vorgesehenen A-Aktien kommen nur auf eine Stimme. Nach dem Börsengang dürfte Musk 85,1 Prozent der kombinierten Stimmrechte behalten.
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