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SpaceX Aktie: NASA verlagert SunRISE zu Falcon Heavy

Veröffentlicht: 15.07.2026 um 00:29 Uhr, Redaktion boerse-global.de

Trotz FAA-Entlastung und neuem NASA-Auftrag fällt die SpaceX-Aktie weiter. Der Markt bleibt skeptisch angesichts hoher Volatilität.

SpaceX Aktie: FAA entlastet, NASA-Auftrag, Kurs bleibt schwach
Eine Rakete startet in den Dämmerungshimmel, mit einer dramatischen Rauchfahne, die den Fortschritt in der Raumfahrt symbolisiert. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Zwei gute Nachrichten in zwei Tagen — und trotzdem fällt die Aktie weiter. Die US-Luftfahrtbehörde FAA hat die Untersuchung zum Starship-Unfall im Mai abgeschlossen. Zeitgleich verschafft NASA dem Unternehmen einen weiteren Startauftrag auf Kosten des Rivalen ULA. Der Markt reagiert dennoch mit Zurückhaltung.

FAA gibt Flight 12 frei

Am Montag, den 13. Juli 2026, erklärte die FAA die Untersuchung zum Testflug Flight 12 offiziell für abgeschlossen. Die Behörde akzeptierte die Ursachenanalyse von SpaceX. Demnach führten "Hitzeeinwirkungen auf Antriebskomponenten während des Aufstiegs" sowie "fehlerhafte Einstellungen des Triebwerk-Alarmsystems" zum Problem.

Beim Flug im Mai zündeten fünf der 33 Raptor-Triebwerke des Super-Heavy-Boosters beim Rückflug nicht erneut. Die Booster-Stufe schlug mit hoher Geschwindigkeit im Golf von Mexiko ein. SpaceX hat mittlerweile vier konkrete Korrekturmaßnahmen umgesetzt — Hardware- und Software-Anpassungen sollen die thermischen und algorithmischen Fehler künftig verhindern.

NASA verlagert SunRISE-Mission zu Falcon Heavy

Am Dienstag, den 14. Juli 2026, gab die NASA bekannt, die SunRISE-Mission zu SpaceX zu verlagern. Die sechs Sonnenbeobachtungssatelliten sollten ursprünglich mit der Vulcan-Rakete von United Launch Alliance starten. Als Grund nannte die Raumfahrtbehörde anhaltende Terminrisiken und Verzögerungen bei der Zertifizierung des Vulcan-Boosters.

SunRISE ist mindestens die fünfte große Mission, die von Vulcan zu SpaceX wechselt. Der neue Starttermin als Rideshare auf einer Falcon Heavy dürfte sich bis ins Jahr 2027 verschieben. Für SpaceX unterstreicht der Auftrag die eigene Dominanz im Bereich der Schwerlastraketen — für ULA ist es ein weiterer Rückschlag.

Flight 13 steht vor der Tür

Mit der abgeschlossenen FAA-Prüfung im Rücken plant SpaceX den nächsten Testflug für frühestens Donnerstag, den 16. Juli 2026. Flight 13 wäre der 13. integrierte Testflug und der zweite Einsatz der "Version 3"-Hardware. Anders als bei früheren Tests sollen diesmal 20 einsatzfähige Starlink-V3-Satelliten ausgesetzt werden.

Die neuen Satelliten bieten eine Kapazität von bis zu 60 Terabit pro Sekunde — ein deutlicher Sprung gegenüber der Vorgängergeneration. Sechs der Satelliten tragen Spezialkameras, die den Wiedereintritt der Oberstufe über dem Indischen Ozean filmen sollen. Die Bilder werden in Echtzeit übertragen und liefern Daten zur Hitzeschild-Integrität — einige Kacheln wurden dafür gezielt weiß lackiert, um als Zielmarker zu dienen.

Kurs bleibt unter Druck

Von den operativen Fortschritten ist an der Börse wenig zu spüren. Die SpaceX-Aktie notiert bei 121,00 Euro und liegt damit nur 0,67 Prozent über dem 52-Wochen-Tief von 120,20 Euro, das erst am Montag markiert wurde. Seit dem Hoch von 194,46 Euro am 16. Juni — kurz nach dem historischen Börsengang im Juni — hat das Papier fast 38 Prozent verloren.

Allein in den vergangenen 30 Tagen ging es um mehr als 27 Prozent nach unten. Der RSI von 40,8 signalisiert keine überverkaufte Lage, doch die annualisierte Volatilität von knapp 98 Prozent zeigt: Der Markt bleibt extrem nervös. Anleger wägen die "Fly, Fail, Fix"-Methodik von SpaceX gegen den enormen Kapitalbedarf der Mars-Infrastruktur ab.

Der bevorstehende Start von Flight 13 dürfte zum nächsten Test für die Aktie werden. Gelingt der erste operative Einsatz der Starlink-V3-Satelliten samt kontrolliertem Wiedereintritt, hätte SpaceX einen handfesten Beweis für die Reife der V3-Plattform. Ein weiterer Fehlschlag würde die Nervosität der vergangenen Wochen dagegen bestätigen.

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