SpaceX Aktie: Warren fordert SEC-Stopp zum Freitag-Debüt
11.06.2026 - 00:33:10 | boerse-global.de
Am Freitag will SpaceX an die Börse gehen. Es wäre das größte Debüt der Finanzgeschichte. Nun fordert US-Senatorin Elizabeth Warren die Börsenaufsicht SEC auf, den Börsengang zu stoppen.
In einem Brief an SEC-Chef Paul Atkins warnt die Politikerin vor erheblichen Risiken. Sie kritisiert die enorme Bewertung und die absolute Kontrolle von Elon Musk durch Superstimmrechte. Große Indexanbieter wie Nasdaq planen eine schnelle Aufnahme der Papiere. Das zwingt Millionen passive Anleger in ein riskantes Investment.
Investoren ignorieren die politischen Bedenken. Die Nachfrage nach den Aktien bricht alle Rekorde. Konsortialbanken melden ein Orderbuch von rund 250 Milliarden US-Dollar. Die Folge: eine massive Überzeichnung. Das geplante Emissionsvolumen wird um fast das Vierfache übertroffen.
Das Management hat den Ausgabepreis auf 135 US-Dollar je Aktie festgelegt. Damit startet der Raumfahrtkonzern mit einer Marktkapitalisierung von knapp 1,8 Billionen US-Dollar.
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Milliarden-Deals befeuern KI-Fantasie
Abseits der Raketen baut das Unternehmen ein massives Cloud-Geschäft auf. Ab Oktober zahlt Google monatlich 920 Millionen US-Dollar an SpaceX. Der Suchmaschinenriese mietet Rechenleistung von 110.000 Nvidia-Grafikkarten.
Ein ähnlicher Vertrag existiert mit dem KI-Entwickler Anthropic. Insgesamt summieren sich diese Infrastruktur-Deals auf ein Volumen von etwa 70 Milliarden US-Dollar. Das stärkt die Position des Unternehmens kurz vor dem Handelsstart massiv.
Starlink treibt das Wachstum
Ein Blick in die Bücher zeigt ein zweigeteiltes Bild. Im Jahr 2025 erwirtschaftete SpaceX einen Umsatz von 18,7 Milliarden US-Dollar. Unter dem Strich stand jedoch ein Nettoverlust von 4,9 Milliarden US-Dollar.
Im ersten Quartal des laufenden Jahres kletterten die Erlöse auf 4,7 Milliarden US-Dollar. Der wichtigste Ertragsbringer bleibt das Satellitennetzwerk Starlink. Die Sparte zählt mittlerweile zwölf Millionen Abonnenten weltweit.
Tesla profitiert vom Börsengang
Technologisch liefert der Konzern pünktlich zum IPO neue Rekorde. Erst am Montag landete eine Trägerrakete nach ihrem 35. Flug sicher auf der Erde.
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Von dem Börsendebüt profitiert auch ein anderes Musk-Unternehmen. Tesla hält knapp 19 Millionen A-Aktien an SpaceX. Zum Ausgabepreis ist dieses Paket rund 2,56 Milliarden US-Dollar wert.
Das spült frisches Kapital in die Bilanz des Autobauers. Am Freitag entscheidet sich nun, ob die SEC dem politischen Druck nachgibt. Ohne ein Veto der Behörde startet der reguläre Handel an der Nasdaq. Privatanleger erhalten dabei planmäßig eine ungewöhnlich hohe Zuteilung.
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