Deutscher, SpÀtburgunder

Deutscher SpÀtburgunder zunehmend geschÀtzt

22.12.2024 - 14:20:14

SpÀtburgunder aus Deutschland wird nach EinschÀtzung von Fachleuten international immer mehr geschÀtzt.

"Der deutsche SpĂ€tburgunder, der im Stil des Burgunds vinifiziert wird, erfreut sich wachsender Beliebtheit auf den internationalen MĂ€rkten", berichtet die Leiterin des Instituts fĂŒr Wein- und GetrĂ€nkewirtschaft der Hochschule Geisenheim im Rheingau, Simone Loose.

"In kĂŒhleren deutschen Klimazonen reifen die Trauben langsamer und lĂ€nger heran, was zu einer harmonischen Ausgewogenheit von FruchtsĂ€ure und Aromen fĂŒhrt", sagt Ernst BĂŒscher vom Deutschen Weininstitut im rheinhessischen Bodenheim. Dies mache den deutschen SpĂ€tburgunder aus.

KĂŒhlere Klimazonen machen deutschen SpĂ€tburgunder interessant

"Internationale Weinliebhaber schĂ€tzen zunehmend die Eleganz und Finesse der deutschen "cool-climate Pinots"", sagt auch Loose. Diese Rotweine gĂ€lten als vielversprechende Weinentdeckung mit großem Zukunftspotenzial. Und: "Das herausragende Preis-QualitĂ€ts-VerhĂ€ltnis im Vergleich zu den oft hochpreisigen Weinen aus dem Burgund stĂ€rkt die WettbewerbsfĂ€higkeit der deutschen Pinots weltweit."

Riesling (62 Prozent) und SpĂ€tburgunder (15 Prozent) dominierten den Export deutscher WeingĂŒter, berichtet die Professorin. Die ausgefĂŒhrte Menge liege aber deutlich unter dem "ideelen Wert der SpĂ€tburgunderexporte", sagt BĂŒscher.

SpÀtburgunder wird seit 884 in Deutschland angebaut

Der Anbau der roten Rebsorte in Deutschland geht bis auf das Jahr 884 am Bodensee zurĂŒck, wie BĂŒscher sagt. International ist Deutschland nach Frankreich und den USA die drittgrĂ¶ĂŸte Anbaunation von SpĂ€tburgunder.

Der Anteil des SpĂ€tburgunders an der gesamten RebflĂ€che in Deutschland ist seit 2013 mit rund elf Prozent ebenso konstant wie seine AnbauflĂ€che von rund 11.500 Hektar, wie BĂŒscher sagt. Der Anteil an der RotweinflĂ€che sei allerdings in von 2013 bis 2023 von 32 auf 36 Prozent gestiegen. Das liege an dem insgesamt rĂŒcklĂ€ufigen Anbau von roten Rebsorten, weil Weißweine stĂ€rker gefragt seien.

Wer Rotwein anbaut, entscheidet sich hĂ€ufiger fĂŒr SpĂ€tburgunder

Die FlĂ€chenanteile des SpĂ€tburgunders innerhalb der 13 Anbaugebiete hĂ€tten sich seit 2013 allerdings etwas verschoben. In grĂ¶ĂŸten Anbaugebiet Baden sei die FlĂ€che im Vergleichszeitraum etwa um zehn Prozent zurĂŒckgegangen. "DafĂŒr haben nahezu alle anderen Anbaugebiete seit 2013 ihre SpĂ€tburgunderflĂ€chen ausgeweitet."

@ dpa.de