Spaniens Regierungschef antwortet Trump: 'Nein zum Krieg'
04.03.2026 - 10:52:21 | dpa.deIn einer TV-Ansprache forderte er die USA, Israel und den Iran erneut zu einer sofortigen Einstellung der gegenseitigen Angriffe auf. Die Gewalt mĂŒsse enden, "bevor es zu spĂ€t ist", sagte SĂĄnchez.
Es sei "naiv zu glauben, dass blinder und unterwĂŒrfiger Gehorsam FĂŒhrung bedeutet", warnte SĂĄnchez im Hinblick auf Drohungen Trumps. Es gehe um die Achtung des Völkerrechts, "das uns alle, insbesondere die Zivilbevölkerung, schĂŒtzt." Zu glauben, die Welt könne ihre Probleme nur mit Bomben lösen, sei ein Irrtum.
Trump hatte bei einem Treffen mit Bundeskanzler Friedrich Merz Kritik an den Regierungen von Spanien und dem Vereinigten Königreich geĂŒbt. "Einige europĂ€ische LĂ€nder wie Spanien haben sich schrecklich verhalten", sagte Trump im WeiĂen Haus mit Blick auf die US-Angriffe auf den Iran. "Spanien hat tatsĂ€chlich gesagt, dass wir ihre StĂŒtzpunkte nicht nutzen dĂŒrfen."
Trump sagte, niemand könne den USA vorschreiben, was sie zu tun oder zu lassen hĂ€tten. Wenn die USA wollten, könnten sie Spaniens StĂŒtzpunkte auch ohne Erlaubnis nutzen. "Sie waren unfreundlich", sagte Trump. Und deshalb habe er seinen Finanzminister Scott Bessent angewiesen, "alle Deals" mit Madrid einzustellen. Welche Abkommen Trump meinte, blieb zunĂ€chst unklar.
Spaniens Verteidigungsministerin Margarita Robles hatte am Montag bestĂ€tigt, dass keine der auf den spanischen MilitĂ€rbasen MorĂłn und Rota stationierten US-Einheiten an den Angriffen auf den Iran beteiligt war. Diese Basen dĂŒrften nur im Rahmen des Völkerrechts genutzt werden, betonte Robles. Spanien hatte Trump auch verĂ€rgert, weil es als einziges der europĂ€ischen Nato-LĂ€nder seine Verteidigungsausgaben nicht auf fĂŒnf Prozent des Bruttoinlandsprodukts erhöhen will wie von den USA gefordert.
