SPD-Vorschlag zu Gesundheitskosten von BĂŒrgergeldbeziehern
Veröffentlicht am: 27.04.2026 um 18:03 Uhr | dpa, AD HOC NEWSDie BeitrĂ€ge des Bundes sollten "schrittweise in Richtung des Mindestbeitrags fĂŒr freiwillig gesetzlich Versicherte angehoben werden", sagte der SPD-Gesundheitsexperte Christos Pantazis der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung".
Dieses Niveau entsprĂ€che demnach etwa 233 Euro im Monat statt des vom Bund bisher gezahlten pauschalen Beitrags von 144 Euro. Um die Kosten zu decken, mĂŒssten es nach einem Gutachten im Auftrag der Kassen aber rund 311 Euro sein. Pantazis sagte, es wĂ€re gut, einen Teil des zusĂ€tzlich benötigten Bundeszuschusses schon im Haushalt fĂŒr 2027 unterzubringen. "Das wĂ€re ein wichtiges Signal zur Beitragsstabilisierung und dazu, dass die Finanzierung eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe ist und nicht eine der Krankenversicherten."
Kommt noch eine Regelung ins Spargesetz?
Die Belastung fĂŒr den Bundeshaushalt wĂŒrde sich mit dem Vorschlag bei 3,9 Millionen betroffenen Personen auf 3,5 bis 4 Milliarden Euro im Jahr summieren, sagte Pantazis der Zeitung. Nach Empfehlungen einer Regierungskommission bestehen bei den Kassen dadurch bisher Belastungen von zwölf Milliarden Euro im Jahr, die der Bund aus Steuergeld bezahlen sollte. Finanzminister Lars Klingbeil (SPD) lehnt dies bisher ab, zeigte sich aber offen fĂŒr Ideen.
Gesundheitsministerin Nina Warken (CDU) hatte diesen Punkt mit Verweis auf HaushaltszwÀnge vorerst nicht in ihren Gesetzentwurf aufgenommen. Auch aus der Union gibt es Forderungen nach einer stÀrkeren Steuerfinanzierung. Das Sparpaket soll an diesem Mittwoch ins Bundeskabinett kommen.
