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Speicherkrise: SSD- und RAM-Preise explodieren durch KI-Boom

26.01.2026 - 08:24:12

KI-Industrie entzieht dem Markt riesige Mengen an Speicherchips – Verbraucher zahlen das Doppelte.

Ein perfekter Sturm aus explodierender KI-Nachfrage und einer strategischen Neuausrichtung der Chipindustrie hat zu einer beispiellosen Knappheit bei SSDs und Arbeitsspeicher geführt. Die Preise für Verbraucherkomponenten haben sich in den letzten Wochen praktisch verdoppelt. Marktanalysten erwarten, dass die hohen Preise das gesamte Jahr 2026 anhalten werden.

Von PC-Bastlern bis zu Käufern neuer Laptops und Smartphones trifft die dramatische Preisexplosion alle. Marktberichte bestätigen erschreckende Sprünge: Bei einigen beliebten SSD-Modellen stiegen die Einzelhandelspreise um 100 Prozent. Die globale Speicherknappheit zwingt Gerätehersteller, die Kosten weiterzugeben, und könnte den Absatz neuer PCs und Handys abwürgen. Experten warnen: Dies ist keine normale zyklische Schwankung, sondern ein struktureller Wandel der Halbleiterbranche mit langfristigen Folgen.

Der Haupttreiber der Krise ist der unersättliche Hunger der Künstlichen Intelligenz. Tech-Giganten und Cloud-Anbieter bauen aggressiv KI-Rechenzentren aus, die enorme Mengen an Hochleistungsspeicher wie High-Bandwidth Memory (HBM) benötigen. Die größten Speicherhersteller der Welt – darunter Samsung und SK Hynix – lenken ihre Produktionskapazitäten daher weg von Verbraucherchips hin zu profitableren Enterprise-Komponenten.

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Diese Umverteilung ist ein „Nullsummenspiel“: Jeder Silizium-Wafer, der für einen KI-Prozessor reserviert ist, fehlt für die SSD eines Laptops oder das RAM-Modul eines Smartphones. Die Folge ist eine massive Angebotsverknappung. Berichten zufolge sind die DRAM-Lagerbestände bei Samsung auf nur noch sechs Wochen gesunken – etwa die Hälfte des üblichen Niveaus. Analysten sprechen bereits von einer „dauerhaften Neuausrichtung“ der Kapazitäten. Schnelle Entspannung für Verbraucher? Unwahrscheinlich.

Preisschock im Einzelhandel: Verdopplung bei SSDs und RAM

Die Auswirkungen auf die Verbraucherpreise sind schnell und heftig. Aktuelle Meldungen bestätigen: Die Preise für Consumer-SSDs und NAND-Flash haben sich verdoppelt. Konkret ist etwa der Preis für Samsungs populäre 1TB T7 portable SSD von umgerechnet etwa 90 Euro auf über 180 Euro gestiegen. Der Großhandelskauf hochkapazitiver Modelle soll bereits nicht mehr möglich sein.

Auch der DRAM-Markt steuert auf massive Preissprünge zu. Die Vertragspreise für traditionellen DRAM werden im ersten Quartal 2026 voraussichtlich um 55 bis 60 Prozent gegenüber dem Vorquartal steigen. Große Hersteller planen zudem, die Preise für Server-DRAM im gleichen Zeitraum um bis zu 70 Prozent anzuheben. Marktforschungsunternehmen stufen die aktuelle Phase als „Hyper-Bullenmarkt“ ein und prognostizieren weitere Preisschübe von 40 bis 50 Prozent allein im ersten Quartal.

Branchenweite Folgen: Von Autos bis zum PC-Markt

Die Speicherknappheit sendet Schockwellen durch die gesamte Elektronikindustrie. Große Gerätehersteller wie Dell und HP kämpfen mit steigenden Komponentenkosten und Lieferunterbrechungen. HP hat bereits begonnen, Speicherlieferanten aus China zu qualifizieren, um seine Lieferkette zu diversifizieren.

Betroffen sind auch die Automobilindustrie sowie Hersteller von Fernsehern, Smartphones und anderen „smarten“ Geräten. Der Dominoeffekt könnte zu höheren Endkundenpreisen und Produktionsverzögerungen führen. Die Marktforscher von IDC warnen, dass die explodierenden RAM-Kosten den globalen PC-Markt 2026 um bis zu 9 Prozent schrumpfen lassen könnten. Die erhöhten Komponentenkosten werden entweder von den Herstellern geschluckt – und drücken deren Margen – oder an die Verbraucher weitergegeben und dämpfen so die Nachfrage.

Düstere Aussichten: Keine Entspannung vor 2027

Für die nahe Zukunft zeichnet sich keine Besserung ab. Prognosen deuten darauf hin, dass das knappe Angebot und die hohen Preise für DRAM und NAND-Flash wohl das gesamte Jahr 2026 und möglicherweise bis 2027 anhalten werden. Zwar sind neue Fabriken im Bau, doch sie werden nicht schnell genug fertig, um die explosionsartige, KI-getriebene Nachfrage zu bedienen.

Für Verbraucher bedeutet das: Die Ära bezahlbarer, hochkapazitiver SSDs und reichlich Arbeitsspeicher ist vorerst vorbei. PC-Bauer und alle, die ihr System aufrüsten wollen, müssen sich auf anhaltend hohe Preise einstellen. Der Markt hat sich entschieden zugunsten der Verkäufer gewendet. Während die Welt den Aufbau der KI-Infrastruktur priorisiert, muss sich der Konsumelektronikmarkt an eine neue Realität gewöhnen: Knappheit und deutlich höhere Kosten für seine wichtigsten Bauteile.

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