Steuer auf Spirituosen soll um 20 Prozent steigen
06.07.2026 - 16:49:25 | dpa.deZum 1. Januar 2027 sollen die SteuersĂ€tze um jeweils 20 Prozent steigen, wie ein Gesetzentwurf des Finanzministeriums vorsieht, den das Kabinett auf den Weg brachte. Erwartet werden dadurch Mehreinnahmen von 455 Millionen Euro bezogen auf ein volles Jahr, die in den Bundeshaushalt flieĂen sollen.
Anfang 2027 erhöht werden sollen auĂerdem die Steuern auf Champagner, Sekt, Likörweine und Alkopops. Nicht betroffen ist die Biersteuer, fĂŒr Wein besteht keine besondere Steuer. Geregelt werden sollen die Anhebungen in einem begleitenden Gesetz zum Etat 2027. Der Entwurf liegt der Deutschen Presse-Agentur vor.
Erhöhungen der Alkohol- und der Tabaksteuer hatte das Kabinett schon im April beim Beschluss der Eckwerte als eine der MaĂnahmen angepeilt, um LĂŒcken zu schlieĂen. Die GesetzesĂ€nderung erfolge auch aus gesundheitspolitischen ErwĂ€gungen, erklĂ€rte das Ministerium.
Kommission empfahl mehrere Anhebungen
Eine Steuererhöhung bei Spirituosen gehörte zu den VorschlĂ€gen einer vom Gesundheitsministerium eingesetzten Kommission fĂŒr eine finanzielle Stabilisierung der gesetzlichen Krankenkassen. Sie empfahl gleich drei jĂ€hrliche Anhebungen von 2027 bis 2029. Damit sei ein sinkender Konsum zu erwarten, was jĂ€hrlich etwa 1.000 KrebsfĂ€lle vermeiden könnte. Da Spirituosen beim Rauschtrinken unter oft preissensiblen jĂŒngeren Leuten eine Rolle spielten, sei auch mit einem RĂŒckgang weiterer Kosten zu rechnen, etwa fĂŒr UnfĂ€lle.
