Stopp, Extra-Förderung

Stopp fĂŒr Extra-Förderung zum Umbau von SchweinestĂ€llen

Veröffentlicht am: 11.09.2025 um 16:01 Uhr | dpa, AD HOC NEWS
Bundesagrarminister Alois Rainer beendet eine von der Ampel-Koalition eingefĂŒhrte gesonderte Förderung fĂŒr den Umbau der Schweinehaltung hin zu höheren Standards.

"Placebo-Programme helfen unseren Landwirtinnen und Landwirten nicht weiter", sagte der CSU-Politiker. Daher bĂŒndele man in Zeiten knapper Kassen die finanziellen Ressourcen und setze bei der Förderung auf ein bewĂ€hrtes anderes Instrument.

Die VorgĂ€ngerregierung mit Agrarminister Cem Özdemir (GrĂŒne) hatte fĂŒr einen stĂ€rkeren Wandel zu mehr Tierschutz einen Förderanschub von einer Milliarde Euro bis 2026 fĂŒr die Schweinehaltung beschlossen. Das "Bundesprogramm fĂŒr den Umbau der landwirtschaftlichen Tierhaltung" sieht dabei ZuschĂŒsse fĂŒr bauliche Änderungen an StĂ€llen und auch fĂŒr höhere laufende Kosten vor.

Keine erhoffte Impulswirkung

Davon sei nicht die erhoffte Impulswirkung ausgegangen, erlĂ€uterte das Ministerium. Das ohnehin befristete Programm laufe daher frĂŒher aus. Seit dem Start im vergangenen Jahr seien 271 AntrĂ€ge fĂŒr InvestitionszuschĂŒsse gestellt worden, fĂŒr die Förderung von Mehrkosten gebe es in diesem Jahr 413 AntrĂ€ge. Die Förderung fĂŒr den Bau tiergerechter SchweinestĂ€lle solle kĂŒnftig wieder ĂŒber die Gemeinschaftsaufgabe "Verbesserung der Agrarstruktur und des KĂŒstenschutzes" (GAK) im Bundeshaushalt erfolgen, erlĂ€uterte das Ministerium.

Kritik von Landwirten und UmweltschĂŒtzern

Der Bauernverband kritisierte das Ende des laufenden Programms als einen herben RĂŒckschlag fĂŒr Tierhalter. Ohne finanzielle UnterstĂŒtzung und rechtliche Erleichterungen könne sich die Weiterentwicklung nur daran orientieren, was am Markt möglich ist. Damit werde der Umbau langsamer. Der Verband kritisierte auch, dass kein zusĂ€tzliches frisches Geld in den Etat eingestellt werden soll.

Die Umweltorganisation Greenpeace sprach von einem "Schlag ins Gesicht der Landwirte, die den Umbau ihrer StÀlle vorantreiben wollen". Der Minister zerstöre ein gutes, schlankes und funktionierendes Fördersystem, das den Wunsch von Konsumenten nach mehr Tierwohl vorangetrieben habe.

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