STOXX 600: Brent über 108 Dollar bremst Gewinne
27.04.2026 - 21:18:43 | boerse-global.deHoffnung auf Diplomatie am Morgen, Sorgen um die Energieversorgung am Abend. Der europäische Aktienmarkt erlebte zum Wochenauftakt eine scharfe Kehrtwende. Die anfängliche Erleichterung über eine mögliche Entspannung im Nahen Osten verflog bis zum Handelsschluss vollständig.
Der STOXX Europe 600 schloss bei 608,84 Punkten — ein Minus von 0,87 Prozent gegenüber dem Freitagsschluss. Damit entkoppelten sich die europäischen Börsen von der Wall Street, wo Chip-Werte für neue Rekorde sorgten.
Volatilität durch Geopolitik und Ölpreis
Berichte über einen diplomatischen Vorstoß im Nahen Osten trieben den Index am Vormittag zunächst auf ein Tageshoch von 614,04 Punkten. Da eine offizielle Bestätigung aus Washington ausblieb, setzten am Nachmittag Gewinnmitnahmen ein. Der Index rutschte kurz vor Handelsschluss auf ein Tief von 608,20 Punkten.
Parallel dazu belastete der Ölpreis die Stimmung. Brent-Öl verteuerte sich um 3,1 Prozent auf 108,65 Dollar pro Fass. Die Abhängigkeit Europas von Energieimporten macht den Markt anfällig für solche Preissprünge. Das dürfte die Nervosität vor der anstehenden Zentralbanksitzung hochhalten.
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Windkraft-Werte stemmen sich gegen den Trend
An der Spitze des Index stand Nordex mit einem Plus von 8,3 Prozent. Der Windkraftanlagenbauer überzeugte mit einem Quartalsgewinn von 53,6 Millionen Euro. Forvia legte ebenfalls zu. Der Zulieferer profitierte von einem milliardenschweren Spartenverkauf.
Währenddessen litten Technologiewerte unter steigenden Anleiherenditen. ASML verlor 3,0 Prozent an Wert. Auch Siemens Energy gab nach der starken Vorwoche um 5,5 Prozent nach.
Technisch gerät der Index unter Druck. Der Relative-Stärke-Index (RSI) ist auf 27,8 gefallen. Damit nähert sich der Markt einer überverkauften Zone.
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Am Donnerstag richtet sich die Aufmerksamkeit auf die Europäische Zentralbank. Obwohl der Markt eine Beibehaltung des Leitzinses bei 2,00 Prozent mit einer Wahrscheinlichkeit von 92 Prozent einpreist, fürchten Anleger einen falkenhaften Unterton. Die Sorge vor einer energiegetriebenen Inflation bleibt das zentrale Thema für die kommenden Handelstage.
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