Stromnetz-Angriff: TatverdÀchtiger kommt in U-Haft
Veröffentlicht am: 09.09.2026 um 17:05 Uhr | dpa, AD HOC NEWS"Der Haftbefehl ist eröffnet worden, der Beschuldigte geht in Untersuchungshaft", sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft in Cottbus. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm unter anderem das HerbeifĂŒhren einer Sprengstoffexplosion, die Störung öffentlicher Betriebe und die Zerstörung wichtiger Arbeitsmittel vor.
Perspektivisch werde der VerdÀchtige in die JVA Cottbus gebracht, sagte der Sprecher der Staatsanwaltschaft. Wann der 48-JÀhrige dorthin verlegt werde, sei bislang nicht klar. Das werde normalerweise in Sammeltransporten organisiert, sagte der Sprecher. Aktuell befinde sich der TatverdÀchtige noch bei der Polizei in Aachen und werde dann in eine JVA in der NÀhe gebracht.
Der Gesuchte war Polizisten am Dienstag bei einem GroĂeinsatz in der NĂ€he des Kraftwerks Weisweiler bei Aachen aufgefallen. Sie nahmen ihn fest. Die Ermittler glauben, dass der VerdĂ€chtige an mehreren Orten in Nordrhein-Westfalen, Brandenburg und Sachsen versucht hat, Stromleitungen in der NĂ€he von Kohlekraftwerken zu sabotieren - in einigen FĂ€llen ist ihm das gelungen.
Den Ermittlungen zufolge soll der Mann an mehreren Orten Abschussvorrichtungen aufgebaut und mit selbstgebauten Raketen einen Draht ĂŒber Hochspannungsleitungen geschossen haben. Mindestens zweimal kam es dadurch zu KurzschlĂŒssen, einzelne Blöcke von nahegelegenen Kraftwerken wurden lahmgelegt.
Der VerdĂ€chtige wollte seine Angriffe nach Angaben von Nordrhein-Westfalens Innenminister Herbert Reul (CDU) fortsetzen. "Der war immer noch unterwegs und wollte weitermachen. Dieses Spiel ist heute beendet worden", sagte Reul nach der Festnahme in Duisburg. "Im Moment spricht alles dafĂŒr, dass es ein EinzeltĂ€ter und alles aus seiner Hand war."
