Studie: Sport wirkt wie Psychotherapie gegen Depression
12.02.2026 - 09:01:12Eine neue Mega-Studie bestätigt: Sport ist eine hochwirksame Behandlung gegen Depressionen und Ängste. Besonders Gruppentraining kann mit klassischer Therapie mithittern – und bietet einen leicht zugänglichen Weg zur Besserung.
Aerobes Training in der Gruppe schlägt besonders an
Die Analyse, eine sogenannte Umbrella-Review im British Journal of Sports Medicine, wertete zahlreiche frühere Studien aus. Ihr zentrales Ergebnis: Alle Bewegung hilft, aber aerobes Training wie Laufen, Schwimmen oder Tanzen zeigt die stärkste Wirkung gegen depressive Symptome.
Der größte Vorteil entfaltet sich in der Gruppe. Supervidierte Programme mit sozialer Dynamik, Struktur und Gemeinschaftsgefühl potenzieren den positiven Effekt. Die Forschenden sehen hier eine vergleichbare oder sogar überlegene Wirksamkeit zu gängigen Psychotherapien oder Medikamenten.
- Größter Effekt bei: jungen Erwachsenen und Frauen nach der Geburt.
- Häufigkeit: 1-2 Einheiten pro Woche reichen für eine solide Wirkung aus.
- Dauer: Langfristige Programme über etwa 24 Wochen zeigen den nachhaltigsten Erfolg.
Unterschiede bei Depression und Angst
Die Studie unterscheidet zwischen den Krankheitsbildern. Bei Depressionen punkten vor allem moderate, aerobe Ausdaueraktivitäten. Bei Angststörungen hingegen scheinen kürzere, niedrigintensivere Programme von bis zu acht Wochen ideal. Sie bauen eine Toleranz auf, ohne zu überfordern.
Diese Erkenntnisse ermöglichen eine gezieltere „Verschreibung“ von Bewegung. Könnte ein Lauftreff also bald auf einem Rezept stehen?
So erklärt die Wissenschaft den Effekt
Die positive Wirkung speist sich aus einem Mix neurobiologischer und psychologischer Faktoren:
* Körperlich: Bewegung regt die Produktion stimmungsregulierender Botenstoffe wie Endorphine an und reduziert Stresshormone. Langfristig fördert sie die Neuroplastizität – das Gehirn wird anpassungsfähiger.
* Psychisch: Sport bringt Struktur in den Tag, stärkt durch kleine Erfolge das Selbstwertgefühl und bekämpft in der Gruppe die soziale Isolation.
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Bewegung als feste Säule der Therapie
Die Autoren der Studie fordern, körperliche Aktivität als Erstlinien-Intervention in Betracht zu ziehen – besonders wenn Therapieplätze rar sind oder Medikamente abgelehnt werden. Sie betonen die Kosteneffektivität und die zusätzlichen Vorteile für die körperliche Gesundheit.
Ein wichtiger Vorbehalt bleibt: Bei schweren Depressionen ist Sport kein Allheilmittel und ersetzt keine professionelle Behandlung. Doch als fest integrierte Säule im Versorgungssystem könnte Bewegung Millionen einen niedrigschwelligen Weg aus der Krise eröffnen.
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