Subaru, Aktie

Subaru Aktie: WRH-26 betrifft mehrere Modelle

Veröffentlicht: 17.07.2026 um 02:48 Uhr, Redaktion boerse-global.de

Fehlerhafte Typenschilder bei Subaru Ascent, Forester und Crosstrek führen zu großem US-Rückruf. Analysten bleiben skeptisch.

Subaru ruft über 540.000 SUVs in den USA zurück
Eine abstrakte, atmosphärische Szene, die die Automobilindustrie darstellt, mit Andeutungen von Fahrzeugkomponenten und Produktionslinien. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Der japanische Automobilhersteller Subaru sieht sich mit einer umfangreichen Rückrufaktion auf dem US-Markt konfrontiert. Wie aus Berichten von CBS News und der Nachrichtenagentur AP hervorgeht, sind insgesamt 541.237 Fahrzeuge von einem Fehler bei der Sicherheitskennzeichnung betroffen. Die betroffenen Modelle könnten aufgrund falscher Angaben auf den Zertifizierungsaufklebern überladen werden, was das Risiko von Unfällen erhöht.

Massive Rückrufaktion bei SUV-Modellen

Der Rückruf mit der internen Nummer WRH-26 umfasst mehrere Modellreihen aus verschiedenen Produktionsjahren. Am stärksten betroffen ist das Modell Ascent aus den Baujahren 2019 bis 2026 mit 384.407 Einheiten. Zudem müssen 49.946 benzinbetriebene Forester sowie 77.504 Forester Hybrid der Modelljahre 2025 und 2026 zurückgerufen werden. Abgerundet wird die Liste durch 29.380 Einheiten des Crosstrek Hybrid aus dem Jahr 2026.

Grund für die Maßnahme ist ein fehlerhafter Eintrag zur zulässigen Hinterachslast (Gross Axle Weight Rating, GAWR) auf dem Typenschild. Laut der US-Verkehrssicherheitsbehörde NHTSA, die Subaru bereits im Mai 2026 über die Unstimmigkeiten informierte, besteht die Gefahr, dass Fahrzeughalter ihre SUVs unwissentlich überladen. Bisher wurden im Zusammenhang mit diesem Fehler keine Unfälle oder Verletzungen gemeldet. Subaru hat den Fehler in der laufenden Produktion bereits zum 9. Juni 2026 behoben. Für bereits ausgelieferte Fahrzeuge plant das Unternehmen, ab dem 25. August 2026 korrigierte Aufkleber per Post an die Besitzer zu versenden oder diese kostenlos durch Vertragshändler anbringen zu lassen.

Zusätzliche Rückrufe und belastete Bilanzdaten

Parallel zu den Problemen in Nordamerika meldeten japanische Medien wie Kyodo News einen weiteren Rückruf, der Subaru indirekt betrifft. Der Kooperationspartner Daihatsu ruft insgesamt 298.748 Fahrzeuge zurück, darunter auch das Modell Subaru Sambar Truck, das zwischen Dezember 2021 und Juli 2025 gefertigt wurde. Hier führen korrodierte Batterieklemmen dazu, dass die Motoren unter Umständen nicht mehr starten.

Diese technischen Rückschläge treffen das Unternehmen in einer ohnehin schwierigen Marktphase. Die Analysten von UBS stuften die Aktie zuletzt auf "Sell" herab, während Simply Wall St das aktuelle Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) von 19,4x als zu hoch im Vergleich zum fairen Wert einstuft. Zudem berichtete MarketBeat über enttäuschende Quartalsergebnisse: Mit einem Gewinn pro Aktie von 0,04 US-Dollar verfehlte Subaru die Konsensschätzung der Analysten von 0,22 US-Dollar deutlich, obwohl der Umsatz mit 8,01 Milliarden US-Dollar über den Erwartungen lag.

An den Handelsplätzen spiegelt sich die Skepsis der Anleger wider. Der Schlusskurs lag gestern bei 13,77 €. Seit Jahresbeginn hat die Aktie damit bereits 25,97 % an Wert verloren. Vom 52-Wochen-Hoch bei 19,80 €, das im November 2025 markiert wurde, notiert das Papier derzeit weit entfernt. Das gesunkene Vertrauen zeigt sich auch im Rückgang des Leerverkaufsinteresses, das laut MarketBeat bis Ende Juni um rund 40,2 % auf 186.876 Aktien fiel.

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