Super Micro: 7 Milliarden für KI-Expansion
Veröffentlicht: 03.07.2026 um 21:20 Uhr, Redaktion boerse-global.de
Super Micro Computer rüstet für die nächste Phase des KI-Booms auf. Mit frischem Kapital in Milliardenhöhe will der Server-Spezialist seine Marktposition festigen. Parallel dazu sorgt ein deutlicher Zukauf eines institutionellen Investors für Aufsehen.
In Taiwan schafft das Management Klarheit über laufende Ermittlungen. Entgegen anderslautender Berichte gab es keine Razzien in den eigenen Büros. Das Unternehmen kooperiert vielmehr seit Monaten mit den Behörden bei der Untersuchung eines anderen Technologieunternehmens.
Super Micro Computer betont, kein direktes Ziel dieser Ermittlungen zu sein. Dennoch wurden vier Mitarbeiter befragt. Zwei Personen kamen gegen Kaution frei, während zwei weitere bis zur Anhörung in Haft bleiben. Alle Betroffenen sind vorerst freigestellt.
Finanzielle Weichenstellung für GPU-Backlog
Leonteq Securities hat seine Position massiv aufgestockt. Die Beteiligung der Schweizer stieg um 77,1 Prozent auf nun 302.300 Aktien. Trotz eines Kursrückgangs von rund 44 Prozent im vergangenen Jahr bleibt das Interesse professioneller Anleger hoch.
Für den massiven Auftragsbestand braucht das Unternehmen Liquidität. Über Kapitalmaßnahmen fließen rund sieben Milliarden US-Dollar in die Kasse. Damit finanziert der Konzern den Zukauf teurer KI-Bausteine wie Grafikprozessoren.
Die Nachfrage ist ungebrochen. Im jüngsten Quartal kletterte der Umsatz um 123 Prozent auf 10,2 Milliarden US-Dollar. Technologisch setzt das Unternehmen dabei auf die neue „Vera Rubin“ Architektur. Diese erlaubt Konfigurationen mit bis zu 1.152 Grafikprozessoren pro Rack-Einheit.
Fokus auf die Profitabilität
An der Börse notierte das Papier zuletzt bei rund 27 US-Dollar. Investoren blicken nun gespannt auf die Zahlen im August. Dann müssen vor allem die Bruttomargen beweisen, ob das enorme Wachstum auch nachhaltige Gewinne liefert. Ein Erfolg bei der Profitabilität könnte eine Neubewertung der Aktie auslösen.
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