T-Mobile US Aktie: Neukunden verfehlen Vorjahresniveau
Veröffentlicht am: 23.07.2026 um 14:15 Uhr | Redaktion boerse-global.de
T-Mobile US hat im zweiten Quartal mehr zahlende Vertragskunden gewonnen, als Analysten erwartet hatten. Trotzdem rutscht die Aktie vorbörslich deutlich ab. Der Grund: Der Zuwachs fällt spürbar geringer aus als vor einem Jahr — und schwächer als beim Rivalen AT&T, der tags zuvor mit seinen Zahlen überzeugt hatte.
Unter dem Strich kamen 277.000 neue Vertragskunden hinzu, ein Rückgang von 13 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal. Die Messlatte am Markt lag niedriger, entsprechend fiel die Reaktion auf die reine Kundenzahl positiv aus. Der Vergleich mit AT&T, das seine Prognosen tags zuvor klarer übertroffen hatte, wirkte dennoch belastend. Die Aktie gab im vorbörslichen US-Handel zwischen 3 und 4 Prozent nach, nach einem Schlusskurs von 190,94 Dollar am Vortag.
Umsatz und Ergebnis legen zweistellig zu
Operativ zeigt sich das Bild deutlich robuster als der Kursrückgang vermuten lässt. Der Umsatz stieg um 7,9 Prozent auf 22,8 Milliarden Dollar, der Serviceumsatz kletterte um 8,9 Prozent auf rund 19 Milliarden Dollar. Das bereinigte operative Ergebnis (Core Ebitda) wuchs um 11,7 Prozent auf 9,5 Milliarden Dollar und übertraf damit die Markterwartungen leicht.
Der Nettogewinn legte dagegen nur moderat um 0,5 Prozent auf rund 3,2 Milliarden Dollar zu. Belastet wurde das Ergebnis durch Kosten im Zusammenhang mit der UScellular-Übernahme, darunter beschleunigte Abschreibungen. Der Gewinn je Aktie stieg dennoch um 5 Prozent auf 2,99 Dollar.
Für das laufende Jahr zeigt sich der Konzern zuversichtlicher bei der Barmittelgenerierung. Die Prognose für den bereinigten freien Cashflow wandert nach oben, auf eine Spanne von 18,4 bis 18,8 Milliarden Dollar. Die übrigen Jahresziele bleiben unverändert bestehen — darunter das Ziel von 950.000 bis 1,05 Millionen neuen Vertragskundenkonten sowie ein Core-Ebitda-Korridor von 37,1 bis 37,5 Milliarden Dollar.
Konzernchef Srini Gopalan verwies zudem auf einen Rekordwert beim Kundenzufriedenheitsindex NPS von 46 — laut Branchenerhebungen der höchste je gemessene Wert unter den drei großen US-Netzbetreibern.
Telekom-Kurs gerät wieder unter Druck
Die Zahlen bremsen auch die Erholung der Deutschen Telekom, der Mehrheitseigentümerin von T-Mobile US. Nach einer dreimonatigen Schwächephase mit einem Kursrückgang von fast einem Drittel hatten sich die Telekom-Anteile im Juli über die Marke von 27 Euro zurückgekämpft. Am Donnerstagnachmittag notierte die Aktie in Frankfurt bei 26,67 Euro, ein Minus von 2,1 Prozent gegenüber dem Vortagesschluss.
Die charttechnisch wichtige Unterstützungszone um 26 Euro bleibt damit im Blick. Ob die jüngste Erholung der Telekom-Aktie Bestand hat, dürfte sich in den kommenden Handelstagen zeigen, sobald sich der Kurs von T-Mobile US nach den Quartalszahlen wieder stabilisiert.
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