Taiwans PrÀsident bangt um Sicherheitsversprechen der USA
18.05.2026 - 06:17:36 | dpa.de"Dies ist nicht nur ein Sicherheitsversprechen der USA gegenĂŒber Taiwan, sondern auch seit langem eine wichtige Abschreckung gegen jene, die Frieden und StabilitĂ€t in der Region untergraben", schrieb PrĂ€sident Lai Ching-te in einem Facebook-Post. Taiwan habe strategische Bedeutung fĂŒr die Sicherheit im Indopazifik, wĂ€hrend China seine StreitkrĂ€fte weiter ausbaue und die MachtverhĂ€ltnisse in der Region - notfalls gewaltsam - verĂ€ndern wolle.
US-PrĂ€sident Donald Trump hatte jĂŒngst damit fĂŒr Aufsehen gesorgt, dass er seine ausstehende Entscheidung ĂŒber weitere WaffenverkĂ€ufe an Taiwan als effektives Druckmittel gegenĂŒber Peking beschrieb. Er lasse das noch in der Schwebe, "es hĂ€ngt von China ab", sagte Trump dem Sender Fox News. "Ehrlich gesagt ist es fĂŒr uns ein sehr guter Trumpf fĂŒr Verhandlungen." Es gehe um viele Waffen, sagte Trump zu dem GeschĂ€ft mit Taiwan. "China ist ein sehr, sehr mĂ€chtiges groĂes Land. Das ist eine sehr kleine Insel."
Der mögliche RĂŒstungsverkauf hĂ€tte einen Umfang von 14 Milliarden US-Dollar (umgerechnet ca. 12 Milliarden Euro). Der US-Kongress hatte ihn bereits im Januar 2025 vorab genehmigt. WĂ€hrend die USA seit langem Taiwans BemĂŒhungen unterstĂŒtzen, seine StreitkrĂ€fte zu modernisieren und die VerteidigungsfĂ€higkeit zu stĂ€rken, betrachtet China solche WaffenverkĂ€ufe als Affront. Die Volksrepublik will sich Taiwan einverleiben und droht mit dem Einsatz des MilitĂ€rs, sollte dies nicht auf friedlichem Wege funktionieren.
Die Inselrepublik mit rund 23 Millionen Einwohnern hat seit Jahrzehnten eine unabhĂ€ngige und demokratische Regierung. TatsĂ€chlich gehörte Taiwan nie zur 1949 gegrĂŒndeten kommunistischen Volksrepublik China.
Chinas Staats- und Parteichef Xi Jinping hatte bei seinen GesprĂ€chen mit Trump in Peking am Donnerstag vor möglichen Konflikten mit den USA gewarnt, sollte die Taiwan-Frage schlecht gehandhabt werden. Dies könnte die Beziehungen zwischen China und den USA in eine "Ă€uĂerst gefĂ€hrliche Lage bringen", sagte er.
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