Takkt, EBITDA-Marge

Takkt: EBITDA-Marge auf 2,4 Prozent gefallen

03.05.2026 - 10:33:34 | boerse-global.de

Takkt verzeichnet deutliche Umsatz- und Margeneinbußen im ersten Quartal 2026. Ein striktes Effizienzprogramm und eine geplante Dividendenstreichung sollen gegensteuern.

Takkt: EBITDA-Marge auf 2,4 Prozent gefallen - Foto: über boerse-global.de
Takkt: EBITDA-Marge auf 2,4 Prozent gefallen - Foto: über boerse-global.de

Der B2B-Versandhändler Takkt spürt die konjunkturelle Abkühlung deutlich. Während das US-Geschäft eine gewisse Stabilität zeigt, bricht der Umsatz in Europa zweistellig ein. Anleger müssen sich nun auf eine Zäsur bei der Gewinnbeteiligung einstellen.

Im ersten Quartal 2026 sank der Konzernumsatz um 10,3 Prozent auf 225,7 Millionen Euro. Das organische Minus belief sich auf 6,7 Prozent.

Besonders die Sparte Foodservices in Europa belastete das Ergebnis. Hier musste das Unternehmen einen organischen Rückgang von knapp 14 Prozent hinnehmen.

Parallel dazu zeigte sich der US-Markt als wichtiger Anker. Die Marke National Business Furniture steigerte den Absatz bei Geschäftskunden und konnte so die schwächere Nachfrage staatlicher Stellen abfedern. In dieser Division blieb das organische Minus mit 2,1 Prozent vergleichsweise moderat.

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Sparprogramm gegen den Abwärtstrend

Die Ertragslage hat sich massiv verschlechtert. Die bereinigte EBITDA-Marge sank auf 2,4 Prozent, nach 4,9 Prozent im Vorjahreszeitraum. Unter dem Strich stand ein Verlust von 0,08 Euro je Aktie.

Das Management führt den Druck auf die Profitabilität neben dem Volumenrückgang auch auf negative Wechselkurseffekte zurück. Als Gegenmaßnahme forciert der Vorstand das Effizienzprogramm „Takkt Forward“. Prozessautomatisierung und eine schlankere Kostenbasis sollen die Wende bringen. Die volle Wirkung dieser Schritte wird für die zweite Jahreshälfte erwartet.

Fokus auf die Hauptversammlung

Für Aktionäre steht im Mai eine richtungsweisende Entscheidung an. Um die finanzielle Stabilität und den Konzernumbau zu sichern, plant der Vorstand, die Dividende für das vergangene Geschäftsjahr vollständig zu streichen. Dieser Vorschlag steht auf der kommenden Hauptversammlung zur Abstimmung.

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Der Ausblick auf das Gesamtjahr bleibt trotz des schwachen Starts bestehen. Die Konzernführung rechnet weiterhin mit einer bereinigten EBITDA-Marge zwischen 2 und 5 Prozent. Ob das obere Ende erreicht wird, hängt maßgeblich von einer Erholung der europäischen Industriekunden und der geopolitischen Lage im Iran ab. Charttechnisch bildet die Zone um 2,70 Euro die entscheidende Unterstützung für die kommenden Handelstage.

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