Aktien, Frankfurt

Aktien Frankfurt: Indizes kommen nicht vorwärts - Unternehmenszahlen enttäuschen

28.10.2025 - 14:32:23 | dpa.de

Teils enttäuschende Unternehmensausblicke und die in dieser Woche anstehenden Zinsentscheidungen von Notenbanken haben am Dienstag die Anleger am deutschen Aktienmarkt eher zurückgehalten.

Der Dax DE0008469008 bewegte sich am Nachmittag mit 24.314 Punkten um seinen Schlusskurs vom Vortag.

Der Rekordrally an anderen wichtigen Börsen kann der deutsche Leitindex damit erneut nicht folgen. Er bleibt auf Abstand zu seiner Bestmarke von 24.771 Punkten. Auch vor den Quartalsberichten großer US-Technologiekonzerne im Verlauf der Woche gehen die Marktteilnehmer etwas in die Defensive. Im Bereich der 24.000-Punkte-Marke ist der Dax unterstützt, während er über 24.500 Zähler zuletzt nur selten hinauskam.

Der MDax DE0008467416 für die mittelgroßen Börsenkonzerne notierte am Dienstagnachmittag knapp im Minus bei 30.127 Punkten. Auch der EuroStoxx 50 EU0009658145, Leitindex der Euroregion, stand leicht unter seinem Vortagesschluss.

In der Bilanzsaison gab es Geschäftszahlen von Symrise DE000SYM9999 und der Deutschen Börse DE0005810055 aus dem Dax. Für die Papiere des Börsenbetreibers ging es moderat nach unten. Symrise rutschten am Dax-Ende um fast 5 Prozent ab. Der Hersteller von Duft- und Geschmacksstoffen wird für das Wachstum im laufenden Jahr noch vorsichtiger.

DHL Group DE0005552004 waren mit plus 1,1 Prozent unter den Dax-Favoriten. Die Titel wurden von einer überraschend positiven Umsatzprognose des US-Logistikkonzerns UPS mit nach oben gezogen.

Ein Kursdebakel erlebten die Anleger von Suss Microtec DE000A1K0235 mit einem Verlust von mehr als 23 Prozent. Der Halbleiterzulieferer hatte nach einem überraschend schwachen Quartal seine Margenerwartungen an das Gesamtjahr gesenkt.

Drohende Kreditausfälle durchkreuzen das Renditeziel der Procredit Holding DE0006223407. Die Eigenkapitalrendite dürfte im laufenden Jahr statt rund 10 Prozent lediglich 7 bis 8 Prozent erreichen, hieß es vom Unternehmen. Die Aktien sackten um über 10 Prozent ab.

Auch der Finanzdienstleister Hypoport DE0005493365 wird pessimistischer und kappte wegen schwächerer Geschäfte eines Gemeinschaftsunternehmens mit der Deutschen Bank seine Umsatzprognose für das laufende Jahr. Das Kursminus betrug mehr als 7 Prozent.

Für die Papiere des Eisenbahntechnik-Unternehmens Vossloh DE0007667107 ging es nach einer gestrichenen Kaufempfehlung von Kepler Cheuvreux um rund 10 Prozent in die Tiefe.

Optimismus verbreitete hingegen Nordex DE000A0D6554. Der Windturbinenhersteller rechnet nach einem guten Quartal mit einem höheren Jahresgewinn als bisher angepeilt. Die Titel sprangen um fast 19 Prozent in die Höhe.

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