Telecom, Italia

Telecom Italia Aktie: Q1-Guidance 2–3% bestätigt

Veröffentlicht am: 05.06.2026 um 02:14 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Telecom Italia verzeichnet Umsatzplus, aber operativen Verlust. Guidance für 2026 bleibt trotz Kundenabwanderung bestehen.

Telecom Italia: Quartalszahlen mit Licht und Schatten
Ein stilisierter Finanzgraph, der einen Anstieg von 2-3% zeigt, mit digitalen Netzwerklinien und einem unscharfen Telekommunikationszentrum im Hintergrund. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Telecom Italia meldet für das erste Quartal 2026 ein zweigeteiltes Bild. Während der Umsatz leicht zulegte, drückten operative Verschiebungen das Ergebnis deutlich ins Minus.

Kundenabwanderung belastet operatives Ergebnis

Der Umsatz kletterte um 1,4 Prozent auf 3,3 Milliarden Euro. Das operative Ergebnis nach Leasingraten (EBITDAAL) sank parallel dazu auf 0,8 Milliarden Euro.

Der Konzern kämpft aktuell mit dem Umbau seiner Kundenstruktur im Heimatmarkt. Dies entspricht einem Rückgang von 2,7 Prozent beim operativen Ergebnis. Der Nettoverlust weitete sich derweil auf 211 Millionen Euro aus. Im Vorjahreszeitraum lag das Minus noch bei 71 Millionen Euro.

CEO Pietro Labriola machte den Abzug von Kunden virtueller Mobilfunkanbieter für die Delle verantwortlich. Vor allem die Wechsel von Fastweb und Poste Mobile belasteten die Netzauslastung. Im Privatkundengeschäft machten sich diese Effekte besonders bemerkbar. Der Umsatz in diesem Segment sank um drei Prozent auf 1,4 Milliarden Euro.

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Brasilien und Enterprise als Stützen

Wachstum kam hingegen aus anderen Bereichen. Die Enterprise-Sparte legte um 3,2 Prozent auf 0,8 Milliarden Euro zu.

Das Auslandsgeschäft lieferte die nötige Kompensation für die Schwäche auf dem italienischen Markt. In Brasilien stiegen die Erlöse um 6,4 Prozent auf rund 1,1 Milliarden Euro.

Für das Gesamtjahr 2026 peilt der Konzern weiterhin ein Umsatzplus von zwei bis drei Prozent an. Das EBITDAAL soll um fünf bis sechs Prozent steigen. Trotz der operativen Herausforderungen im ersten Quartal bleibt der finanzielle Rahmen für das Jahr damit stabil.

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Die Nettoverschuldung des Konzerns beläuft sich aktuell auf 7,3 Milliarden Euro. Die Investitionen lagen im Berichtszeitraum bei 0,4 Milliarden Euro.

An der Börse wird die Entwicklung gelassen aufgenommen. Die Aktie notierte zuletzt bei 0,73 Euro und damit nur knapp unter ihrem 52-Wochen-Hoch von 0,74 Euro. Seit Jahresbeginn summiert sich das Plus auf fast 45 Prozent. Der RSI von 64,4 signalisiert derweil, dass der Titel technisch noch nicht als überkauft gilt.

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