Tencent, Aktie

Tencent Aktie: Milliardendeal für Gaming-Studio

Veröffentlicht am: 20.07.2026 um 16:38 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Tencent verhandelt über Kauf des Playtika-Studios SuperPlay für bis zu 1,5 Milliarden Dollar und baut Cloud-Geschäft in Bangladesch aus.

Tencent: Milliardenschwere Übernahme von Mobile-Gaming-Studio geplant
Abstrakte, atmosphärische Szene, die die Gaming-Industrie darstellt, mit einem dynamischen Datenfluss, der eine Milliarden-Transaktion symbolisiert. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Während Chiphersteller in China auf einen möglichen Börsen-Coup schielen, bastelt Tencent parallel an seinem Gaming-Imperium. Der israelische Spielekonzern Playtika verhandelt Berichten zufolge über den Verkauf seines Mobile-Gaming-Studios SuperPlay an den chinesischen Technologiekonzern – zu einem Preis zwischen einer und 1,5 Milliarden Dollar.

SuperPlay als Renditehebel

Playtika hatte SuperPlay 2024 für 700 Millionen Dollar in bar übernommen, zuzüglich möglicher erfolgsabhängiger Zahlungen von bis zu 1,25 Milliarden Dollar. Käme der Deal mit Tencent am oberen Ende der kolportierten Preisspanne zustande, würde sich die Investition für die Israelis deutlich auszahlen. Offizielle Bestätigungen beider Unternehmen stehen bislang aus, die Gespräche befinden sich noch im Verhandlungsstadium.

Für Tencent wäre ein Zukauf von SuperPlay ein weiterer Baustein im mobilen Gaming-Portfolio, das ohnehin zu den größten Ertragssäulen des Konzerns zählt. Der Konzern hat in den vergangenen Jahren wiederholt gezeigt, dass er bei aussichtsreichen Studios weltweit zugreift, wenn der Preis stimmt.

Cloud-Expansion nach Bangladesch

Abseits des Gaming-Geschäfts baut Tencent Cloud seine internationale Präsenz aus. Gemeinsam mit dem lokalen Anbieter Rockstreamer hat die Cloud-Sparte in Bangladesch die Streaming-Plattform Binge+ für den Telekomanbieter Robi Axiata aufgebaut. Die Infrastruktur bewährte sich bereits bei der Live-Übertragung eines großen Fußballturniers 2026 mit Millionen gleichzeitiger Zuschauer. Tencent Cloud und Rockstreamer kündigten an, die Zusammenarbeit auf weitere Schwellenländer auszuweiten – mit Fokus auf Streaming, KI-gestützte Medienlösungen und Gaming-Plattformen.

Im Hintergrund wächst zudem die Abhängigkeit von heimischen Chip-Lieferanten: Tencent orderte zuletzt DRAM-Speicherchips für Server im Wert von 2,8 Milliarden Dollar – ein Signal für den steigenden Bedarf an KI-Recheninfrastruktur, den der Konzern zunehmend auch bei chinesischen Herstellern deckt statt ausschließlich bei Micron oder Samsung.

Zwischen möglichem Gaming-Zukauf, Cloud-Expansion in Südasien und wachsendem Chip-Bedarf zeichnet sich ein Konzern ab, der auf mehreren Feldern gleichzeitig investiert. Ob der SuperPlay-Deal tatsächlich zustande kommt, dürfte sich in den kommenden Wochen zeigen, sobald Playtika oder Tencent offizielle Angaben machen.

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