Teradyne Inc.-Aktie (US8807701029): Kursrücksetzer nach starkem Q1 2026 und frischer Prognose
18.05.2026 - 18:19:46 | ad-hoc-news.deDie Teradyne Inc.-Aktie hat Mitte Mai 2026 einen deutlichen Dämpfer erhalten, obwohl das Unternehmen kurz zuvor starke Zahlen für das erste Quartal 2026 vorgelegt und seine Prognose angehoben hatte. Nach einem dynamischen Jahresauftakt kommt es damit zu einem spürbaren Rücksetzer, der die bisherige Kursrally in ein neues Licht rückt.
Auslöser des aktuellen Interesses sind die Q1-2026-Ergebnisse, eine aktualisierte Prognose für das zweite Quartal 2026 sowie ein spürbarer Kursrückgang an einem einzigen Handelstag. Das Papier schloss am 15.05.2026 auf der Nasdaq bei 337,88 US-Dollar und verlor damit 5,24 Prozent gegenüber dem Vortag, wie Daten von MarketBeat basierend auf dem Handelsschluss vom 15.05.2026 zeigen (Ad-hoc-news Stand 18.05.2026).
Stand: 18.05.2026
Von der Redaktion - spezialisiert auf Aktienberichterstattung.
Auf einen Blick
- Name: Teradyne Inc.
- Sektor/Branche: Halbleiter-Testequipment und industrielle Automation
- Sitz/Land: North Reading, Vereinigte Staaten
- Kernmärkte: Globale Halbleiterhersteller, Elektronikproduzenten und Kunden im Bereich Robotik und Automation
- Wichtige Umsatztreiber: Automatisierte Testsysteme, System-on-Chip- und Speichertester, kollaborative Roboterlösungen
- Heimatbörse/Handelsplatz: Nasdaq (Ticker: TER)
- Handelswährung: US-Dollar
Teradyne Inc.: Kerngeschäftsmodell
Teradyne Inc. entwickelt und produziert vor allem automatisierte Testsysteme für Halbleiter- und Elektronikhersteller. Diese Testlösungen kommen entlang der Wertschöpfungskette von integrierten Schaltkreisen, System-on-Chip-Bausteinen und Speicherchips zum Einsatz, um Funktionalität, Zuverlässigkeit und Leistungsfähigkeit der Komponenten zu überprüfen. Das Unternehmen adressiert damit eine Schlüsselstufe in der Produktion moderner Elektronik.
Zum Kerngeschäft gehören komplexe Testplattformen, die insbesondere von Produzenten hochintegrierter Chips für Rechenzentren, Kommunikationsanwendungen, Automotive-Elektronik und Konsumerelektronik nachgefragt werden. In diesem Bereich profitiert Teradyne von strukturellen Trends wie wachsendem Datenverkehr, KI-Anwendungen und steigenden Anforderungen an Qualität und Sicherheit. Ergänzend ist das Unternehmen im Segment industrielle Automation mit kollaborativen Robotern aktiv, was zusätzliche Wachstumsimpulse bringen kann.
Die Verknüpfung von Halbleiter-Testsystemen mit Roboterlösungen verschafft Teradyne eine hybride Position zwischen klassischem Halbleiterzulieferer und Anbieter von Automationslösungen. Diese Aufstellung ermöglicht die Ansprache unterschiedlicher Kundengruppen, von Foundries und IDMs bis hin zu industriellen Anwendern, die Fertigungsprozesse automatisieren wollen. Gleichzeitig bedeutet dies aber auch, dass das Unternehmen sowohl der Investitionszyklen der Chipindustrie als auch konjunkturellen Schwankungen im Maschinen- und Anlagenbau ausgesetzt ist.
Wichtigste Umsatz- und Produkttreiber von Teradyne Inc.
Der wichtigste Umsatztreiber von Teradyne Inc. ist der Bereich automatisiertes Testequipment für Halbleiter. Diese Systeme sind kapitalintensiv, verfügen aber über hohe Eintrittsbarrieren, da es technologische Kompetenz, langjährige Entwicklung und enge Kundenbeziehungen braucht. Entscheidend für die Nachfrage ist die Investitionsbereitschaft der Chipindustrie, die ihrerseits stark von Endmärkten wie Cloud, KI, 5G, Automotive und Konsumelektronik abhängt.
Ein weiterer Treiber sind Tests für komplexe System-on-Chip-Designs und Speicherbausteine. Hier steigen mit jeder neuen Chipgeneration die Anforderungen an Präzision, Geschwindigkeit und Parallelisierung der Tests. Wenn Chipproduzenten in neue Fertigungsanlagen investieren, geht dies typischerweise mit Bestellung neuer Testsysteme einher. Marktbeobachter verweisen darauf, dass die Zeichen im ersten Halbjahr 2026 auf eine Erholung der Investitionsausgaben nach einer schwächeren Phase im Jahr 2025 hindeuten, was Teradyne Rückenwind verschafft (Ad-hoc-news Stand 18.05.2026).
Daneben wächst das Geschäft mit Robotik- und Automationslösungen. Kollaborative Roboter, die direkt mit Menschen in einer Produktionsumgebung zusammenarbeiten können, sollen Unternehmen helfen, Arbeitsabläufe effizienter zu gestalten und dem Fachkräftemangel in bestimmten Regionen entgegenzuwirken. Teradyne sieht sich hier als Anbieter, der von langfristigen Trends wie Industrie 4.0 und der zunehmenden Automatisierung repetitiver Tätigkeiten profitieren kann.
Zusammen bilden diese Segmente einen Mix aus zyklischen und strukturellen Wachstumstreibern. Während der Halbleiterzyklus für starke Schwankungen im Auftragseingang sorgen kann, sind die langfristigen Aussichten in Bereichen wie KI, Dateninfrastruktur und Automationslösungen nach Einschätzung vieler Marktbeobachter positiv. Für Teradyne bedeutet dies die Herausforderung, kurzfristige Volatilität zu managen und gleichzeitig die eigene Technologieposition weiterzuentwickeln.
Q1 2026: Starke Zahlen und Prognoseanhebung im Fokus
Im Mittelpunkt der jüngsten Entwicklung steht der Bericht zum ersten Quartal 2026. Teradyne veröffentlichte seine Q1-Zahlen am 29.04.2026 und meldete einen deutlichen Gewinnanstieg. Das Unternehmen erzielte nach Angaben eines Earnings-Überblicks ein Ergebnis je Aktie von 2,56 US-Dollar für das erste Quartal 2026 und übertraf damit den Analystenkonsens von 2,11 US-Dollar pro Aktie, wie eine Zusammenstellung von MarketBeat zur Veröffentlichung vom 29.04.2026 ausweist (Ad-hoc-news Stand 18.05.2026).
Der Umsatz belief sich im gleichen Zeitraum auf rund 1,28 Milliarden US-Dollar. Damit legte Teradyne im Vergleich zu den im Vorjahr gemeldeten Niveaus wieder zu und profitierte von einer Belebung der Nachfrage nach Testsystemen für fortschrittliche Halbleiter. Die Erlöse für das Quartal lagen ebenfalls über den durchschnittlichen Analystenerwartungen, was den positiven Gewinnüberraschungs-Effekt noch verstärkte, wie aus der MarketBeat-Übersicht zur Meldung vom 29.04.2026 hervorgeht (MarketBeat Stand 16.05.2026).
Die operative Entwicklung im ersten Quartal 2026 steht vor dem Hintergrund eines herausfordernden Jahres 2025, in dem die Halbleiterausgaben phasenweise rückläufig waren. Marktkommentare betonen, dass der aktuelle Aufschwung der Bestellungen und Auslieferungen bei Testsystemen auf eine beginnende Erholung des Investitionszyklus der Chipindustrie hindeutet. Dies wird auch in den Einschätzungen zur Nachfrage nach Equipment für KI-getriebene Rechenzentren und anspruchsvolle Kommunikationschips sichtbar, auf die Teradyne einen Fokus legt.
Auf Basis dieser Zahlen aktualisierte das Management den Ausblick für das zweite Quartal 2026. Laut einem zusammenfassenden Überblick von MarketBeat rund um die Q1-Veröffentlichung erwartet Teradyne für das zweite Quartal 2026 ein Ergebnis je Aktie zwischen 1,86 und 2,15 US-Dollar und Umsätze in einer Spanne von 1,2 bis 1,3 Milliarden US-Dollar (MarketBeat-Earnings-Compilation zur Prognose vom 29.04.2026). Diese Guidancerange signalisiert, dass das Management von anhaltend solider Nachfrage in den kommenden Monaten ausgeht.
Jahresentwicklung 2026: Starke Rally vor der Korrektur
Die Reaktion des Aktienmarkts auf die Zahlen und den Ausblick ist ohne den vorherigen Kursverlauf kaum zu verstehen. Teradyne zählte in den Monaten vor dem Rücksetzer zu den stärkeren Werten im Halbleiterumfeld. Die Aktie startete laut einer Performanceübersicht von MarketBeat zu Jahresbeginn 2026 bei rund 193,56 US-Dollar und notierte zum Handelsschluss am 15.05.2026 bei 337,88 US-Dollar, was einem Plus von etwa 74 Prozent seit Jahresanfang entspricht (Ad-hoc-news Stand 18.05.2026).
Diese dynamische Aufwärtsbewegung wurde unter anderem von der Erwartung getragen, dass sich die Investitionsbereitschaft der Halbleiterindustrie nach dem schwächeren Jahr 2025 normalisiert und dass KI-bezogene Anwendungen sowie neue Rechenzentrumsarchitekturen zusätzliche Nachfrage schaffen. In diesem Umfeld profitierten Ausrüster wie Teradyne von der Aussicht auf steigende Bestellungen für Testsysteme, die für neue Fertigungslinien und komplexere Chipdesigns erforderlich sind.
Die starke Kursperformance führte allerdings auch dazu, dass die Aktie anfälliger für Gewinnmitnahmen und rotationsbedingte Umschichtungen wurde. Beobachter weisen darauf hin, dass Teradyne im Umfeld steigender Marktzinsen und zeitweiliger Risikoaversion im Technologiesektor verstärkt in den Fokus kurzfristig orientierter Anleger geraten ist. Damit steigt die Wahrscheinlichkeit, dass bereits kleinere Stimmungswechsel oder Branchennachrichten zu ausgeprägten Kursreaktionen führen.
Trotz des Rücksetzers am 15.05.2026 liegt die Aktie weiterhin deutlich über den Niveaus vom Jahresanfang. Dies unterstreicht, dass der Kursrückgang bislang eher eine Zwischenkorrektur innerhalb eines übergeordneten Aufwärtstrends darstellt. Gleichwohl erinnert die Bewegung daran, dass selbst Unternehmen mit guten Nachrichten zu Ergebnissen und Ausblick nicht vor plötzlicher Volatilität geschützt sind, wenn der Markt insgesamt nervös reagiert.
Der Kursrückgang Mitte Mai: Mögliche Einflussfaktoren
Der deutlich negative Handelstag am 15.05.2026, an dem die Teradyne Inc.-Aktie um 5,24 Prozent nachgab, steht in einem Kontext größerer Bewegungen im Technologiesektor. Berichte über sinkende US-Futures und gestiegene Renditen sowie höhere Ölpreise signalisierten eine Verschiebung der Risikoaversion an den Märkten, was insbesondere wachstumsstarke Titel traf (MarketScreener Stand 17.05.2026).
In diesem Umfeld zählten neben Teradyne auch andere zyklische oder wachstumsorientierte Aktien zu den Verlierern. Eine Übersicht der tagesstarken Verlierer zeigt, dass neben dem Halbleiter- und Technologieumfeld auch andere Branchenwerte deutliche Abschläge hinnehmen mussten. Der Kursrückgang bei Teradyne ist daher nicht isoliert zu betrachten, sondern eingebettet in eine breitere Risikoreduktion, bei der Investoren nach einer Phase kräftiger Kursanstiege Gewinne realisierten.
Gleichzeitig spielte die zuvor sehr starke Wertentwicklung eine Rolle. Wenn eine Aktie in wenigen Monaten um deutlich zweistellige Prozentsätze steigt, steigt oftmals die Sensibilität des Marktes für neue Makrodaten oder Zinsbewegungen. Teradyne war Anfang 2026 in vielen Performanceübersichten weit oben zu finden, was die Aufmerksamkeit kurzfristiger Trader erhöhte. Ein Teil der jüngsten Verluste lässt sich vor diesem Hintergrund als Konsolidierung nach einem schnellen Anstieg deuten.
Ob der Rücksetzer als temporäre Atempause oder als Beginn einer längeren Schwächephase einzustufen ist, hängt aus Sicht von Marktteilnehmern maßgeblich davon ab, wie sich die Rahmenbedingungen für Halbleiterausgaben und Zinsumfeld weiter entwickeln. Unabhängig davon hat der Kursrückgang deutlich gemacht, wie eng operative Ergebnisse, Marktbewertung und makroökonomische Faktoren im Technologiesektor miteinander verwoben sind.
Dividende als zusätzlicher Renditebaustein
Teradyne Inc. wird von vielen Investoren primär als Wachstums- und Zyklikwert wahrgenommen. Dennoch spielt auch die Ausschüttungspolitik eine Rolle. Laut einem Überblick des Analyseportals TipRanks vom 17.05.2026 wird für die Aktie eine Quartalsdividende von 0,13 US-Dollar pro Anteilsschein erwartet, zahlbar etwa 26 Tage nach dem genannten Kommentarzeitpunkt (TipRanks Stand 17.05.2026).
Die daraus resultierende Dividendenrendite fällt angesichts des gestiegenen Aktienkurses überschaubar aus und liegt deutlich unter klassischen Dividendenwerten aus defensiven Branchen. Dennoch werten einige Anleger die regelmäßige Ausschüttung als Signal für finanzielle Stabilität und als Ergänzung zur Kursentwicklung. Der Cash-Return kann in Phasen moderater Kursbewegungen einen kleinen, aber stetigen Beitrag zur Gesamtrendite leisten.
Für einkommensorientierte Anleger ist Teradyne aufgrund der geringen Rendite jedoch eher kein typischer Fokuswert. Die Dividende dient mehr als unterstützender Faktor in einem Investmentcase, der ansonsten stark auf Wachstum und Zyklik setzt. Entscheidend bleibt für viele Marktbeobachter, ob das Unternehmen seine Ertragskraft langfristig steigern und gleichzeitig eine ausbalancierte Kapitalallokation zwischen Investitionen, Forschung und Entwicklung sowie Ausschüttungen sicherstellen kann.
Finanzprofil und längerfristige Kennzahlen
Neben den Quartalszahlen betrachten Investoren bei Teradyne auch längerfristige Kennziffern. Eine Auswertung des Marktportals MarketBeat weist für die zurückliegenden zwölf Monate ein Ergebnis je Aktie von rund 5,40 US-Dollar aus, basierend auf den bis Mitte Mai 2026 verfügbaren Unternehmensangaben und Marktdaten (MarketBeat Stand 16.05.2026). Der Jahresumsatz wird in derselben Zusammenstellung mit ungefähr 3,19 Milliarden US-Dollar angegeben, ebenfalls auf Basis der verfügbaren Finanzberichte.
Diese Kennzahlen deuten darauf hin, dass Teradyne nach der Schwächephase im Jahr 2025 wieder auf einen Wachstumspfad zurückkehrt. Zwar können einzelne Quartale aufgrund des zyklischen Charakters des Geschäfts volatil ausfallen, doch in Summe spiegelt der Verlauf der letzten zwölf Monate eine Stabilisierung wider. Marktbeobachter verweisen darauf, dass es für Unternehmen im Test- und Messbereich typisch ist, auf längerfristige Trends zu reagieren, die sich nicht in jedem einzelnen Quartal vollständig abbilden.
Eine zentrale Frage für Investoren bleibt, wie sich die Margen in den kommenden Jahren entwickeln. Die Fähigkeit, komplexe Testsysteme zu liefern und über den Lebenszyklus der Produkte Serviceleistungen und Upgrades zu verkaufen, kann die Profitabilität stützen. Gleichzeitig steht Teradyne im Wettbewerb mit anderen Ausrüstern, die ebenfalls um Aufträge der großen Halbleiterkunden konkurrieren. Preis- und Technologiedruck sind deshalb Faktoren, die bei der Einschätzung der künftigen Ergebnisentwicklung eine Rolle spielen.
Vor diesem Hintergrund wird der Fokus vieler Anleger auf der weiteren Ausgestaltung der Produkt-Roadmap, der differenzierenden Technologie und den langfristigen Kundenbeziehungen liegen. Teradyne muss kontinuierlich in Forschung und Entwicklung investieren, um auf dem neuesten Stand der Testtechnologie zu bleiben. Wie effizient dies gelingt und inwieweit das Unternehmen Skaleneffekte nutzen kann, wird maßgeblich beeinflussen, wie sich Kennzahlen wie Gewinn je Aktie und freie Cashflows entwickeln.
Offizielle Quelle
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Zur offiziellen WebsiteBranchentrends und Wettbewerbsposition
Die Halbleiterindustrie befindet sich seit Jahren in einem strukturellen Wachstumspfad, der von Digitalisierung, Cloud, KI, 5G und vernetzter Mobilität getrieben wird. Gleichzeitig ist die Branche stark zyklisch, weil Phasen intensiver Investitionen in neue Fertigungsanlagen und Kapazitäten von Perioden geringerer Ausgaben abgelöst werden. Test- und Messtechnik-Anbieter wie Teradyne sind mittendrin in diesen Zyklen, da ihre Systeme typischerweise bestellt werden, wenn neue Produktionslinien aufgebaut oder bestehende erweitert werden.
Teradyne zählt zu den etablierten Akteuren im Markt für automatisiertes Testequipment. Das Unternehmen konkurriert mit mehreren Spezialanbietern, die ebenfalls auf bestimmte Segmente wie Speicher, Logikchips oder hochkomplexe System-on-Chip-Designs fokussiert sind. Die Wettbewerbsposition wird maßgeblich durch technologische Leistungsfähigkeit, Zuverlässigkeit der Systeme, Servicequalität sowie enge und langjährige Kundenbeziehungen bestimmt. In Segmenten mit hohen technischen Anforderungen können Anbieter, die früh Lösungen für neue Chipgenerationen liefern, oft überdurchschnittlich vom Investitionszyklus profitieren.
Im Bereich industrielle Automation steht Teradyne im Wettbewerb mit globalen Automatisierungs- und Robotikunternehmen, die teilweise breiter aufgestellt sind. Kollaborative Roboter gelten als Wachstumssegment, in dem die Marktdurchdringung noch vergleichsweise gering ist, während das Potenzial groß erscheint. Teradyne positioniert sich hier als Anbieter, der Fertigungsprozesse flexibler und effizienter machen will und adressiert damit auch Kunden außerhalb der klassischen Elektronikindustrie.
Die Verbindung von Halbleitertest und Robotik schafft zudem Möglichkeiten, Synergien im Bereich Software, Sensorik und Datenanalyse zu nutzen. Bei der Einordnung der Wettbewerbsposition berücksichtigen viele Investoren, dass Teradyne in beiden Segmenten aktiv ist, zugleich aber den Spagat zwischen fokussiertem Spezialisten und diversifizierterem Technologieanbieter meistern muss. Wie gut das Unternehmen diesen Balanceakt zwischen Spezialisierung und breiterer Aufstellung bewältigt, dürfte ein wichtiger Faktor für die langfristige Marktstellung sein.
Stimmung und Reaktionen
Warum Teradyne Inc. für deutsche Anleger relevant ist
Auch wenn Teradyne Inc. seinen Sitz in den USA hat, spielt das Unternehmen für deutsche Anleger eine Rolle. Die Aktie ist an der Nasdaq gelistet und kann über zahlreiche deutsche Handelsplätze wie Tradegate oder über inländische Broker mit Zugang zum US-Markt gehandelt werden. Damit ist sie für Privatanleger und institutionelle Investoren in Deutschland vergleichsweise leicht zugänglich, was die Beobachtung der Unternehmensentwicklung attraktiv macht.
Inhaltlich ist Teradyne über seine Produkte eng mit Themen verbunden, die auch die deutsche Wirtschaft betreffen. Der Ausbau von Halbleiterkapazitäten in Europa, Diskussionen über technologische Souveränität und die Rolle von KI und Cloud-Computing sind zentrale Schlagworte, die auch die Nachfrage nach Test- und Automationslösungen beeinflussen. Deutsche Industrie- und Automobilunternehmen sind auf zuverlässige Halbleiterlieferungen angewiesen, sodass Ausrüster wie Teradyne indirekt in Wertschöpfungsketten mit Bedeutung für die deutsche Wirtschaft eingebunden sind.
Für Anleger, die den Technologiesektor global betrachten, kann Teradyne eine Ergänzung zu europäischen Halbleiterwerten darstellen. Während DAX- und MDAX-Werte eher auf andere Segmente fokussiert sind, bietet Teradyne ein Exposure zur nachgelagerten Halbleiterfertigung und zu Automationslösungen. Dies kann in Portfolios genutzt werden, um unterschiedliche Teile der Elektronik-Wertschöpfungskette abzubilden, ohne sich auf einen einzelnen regionalen Markt zu beschränken. Gleichzeitig bleiben typische Risiken wie Währungsschwankungen und US-Marktvolatilität zu beachten.
Welcher Anlegertyp könnte Teradyne Inc. in Betracht ziehen - und wer sollte vorsichtig sein
Teradyne Inc. spricht vor allem Anleger an, die sich bewusst im technologie- und zyklensensiblen Bereich positionieren wollen. Dazu zählen Investoren, die auf langfristige Trends wie künstliche Intelligenz, steigenden Datenverkehr und zunehmende Automatisierung setzen und bereit sind, zwischenzeitliche Schwankungen auszuhalten. Für solche Anleger kann ein Test- und Automationsspezialist eine Ergänzung zu größeren Chip- oder Plattformunternehmen darstellen.
Weniger geeignet ist die Aktie tendenziell für Anleger, die vorrangig auf stabile Ausschüttungen und geringe Kursschwankungen Wert legen. Die Kursentwicklung der vergangenen Monate mit einem starken Anstieg und einem spürbaren Rücksetzer innerhalb kurzer Zeit verdeutlicht, dass Teradyne zu den volatileren Werten zählen kann. Kurzfristig orientierte Investoren, die auf schnelle Kursbewegungen reagieren, sollten sich der damit verbundenen Risiken bewusst sein und eine geeignete Risikobudgetsicht verfolgen.
Für breit diversifizierte Portfolios kann Teradyne eine Beimischung im Technologiesegment sein, die sowohl zyklische als auch strukturelle Wachstumskomponenten vereint. Ob und in welchem Umfang ein solches Engagement sinnvoll ist, hängt jedoch stark von der individuellen Risikotragfähigkeit, dem Anlagehorizont und der bestehenden Sektorverteilung im Portfolio ab. Eine sorgfältige Auseinandersetzung mit der eigenen Anlagestrategie bleibt daher zentral.
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Fazit
Teradyne Inc. befindet sich zur Mitte des Jahres 2026 in einer interessanten Phase: Auf der einen Seite stehen starke Ergebnisse für das erste Quartal 2026, ein positiver Ausblick und eine deutliche Kurssteigerung seit Jahresbeginn. Auf der anderen Seite hat der jüngste Kursrückgang gezeigt, wie schnell die Stimmung im zyklischen Halbleitermarkt drehen kann, insbesondere wenn makroökonomische Faktoren in den Vordergrund rücken.
Für Anleger bedeutet dies, dass die Aktie eine Mischung aus solider fundamentaler Entwicklung und erheblichen Bewertungs- und Zyklikrisiken bietet. Die Positionierung an der Schnittstelle zwischen Halbleitertest und industrieller Automation verschafft Teradyne Zugang zu attraktiven Zukunftsfeldern, fordert aber gleichzeitig kontinuierliche Investitionen in Technologie und Marktpräsenz. Wie erfolgreich das Unternehmen diese Balance in den kommenden Quartalen gestaltet, dürfte entscheidend für die weitere Wahrnehmung am Kapitalmarkt sein.
Deutsche Anleger, die sich mit globalen Technologiewerten auseinandersetzen, finden in Teradyne einen Vertreter eines spezialisierten Segments, das nur begrenzt durch heimische Titel abgedeckt wird. Eine mögliche Rolle im Portfolio hängt von der individuellen Risikoneigung und der Einschätzung der Halbleiter- und Automationszyklen ab. Klar bleibt, dass Investitionen in diesem Bereich ein bewusstes Management von Chancen und Risiken erfordern.
Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Aktien sind volatile Finanzinstrumente.
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