Tesla, Cybercab

Tesla Cybercab: Spiegelloser Roboter-Taxi-Prototyp rollt durch Austin

23.01.2026 - 04:13:12

Teslas vollautonomes Cybercab wurde erstmals spiegellos auf Straßen gesichtet. Die Serienfertigung des Robotaxis für ein Ride-Hailing-Netzwerk soll im April 2026 beginnen.

Teslas Zukunftsvision nimmt konkrete Form an: Ein Prototyp des vollautonomen Cybercab wurde erstmals ohne Seitenspiegel auf öffentlichen Straßen gesichtet. Dieser entscheidende Schritt markiert den Übergang zum seriennahen Design.

Die Bilder und Videos aus Austin zeigen, dass Tesla zügig auf den Produktionsstart des speziell konstruierten Robotaxis zusteuert. Die Serienfertigung soll bereits im April 2026 anlaufen. Der Verzicht auf die klassische Auto-Hardware ist zentral für das aerodynamische Minimal-Design, das der Konzern 2024 präsentierte.

Vorserie in Endausstattung

Das spiegellose Fahrzeug verlässt sich vollständig auf eine Reihe von Kameras. Sie liefern dem Full Self-Driving (FSD)-System ein umfassendes Bild der Umgebung. Dieser Wechsel zu Kotflügelkameras unterstreicht Teslas „Vision-only“-Ansatz. Er zeigt, dass die finale Validierungsphase vor der Produktion im vollen Gange ist.

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Das Fehlen der Spiegel ist die auffälligste von mehreren jüngsten Änderungen. Die Testfahrzeuge ähneln nun stärker dem futuristischen Zweisitzer für Teslas geplantes Ride-Hailing-Netzwerk. Zwar haben die aktuellen Muster noch ein Sicherheitslenkrad, doch das Exterieur nähert sich der Endform.

Weitere seriennahe Merkmale wurden in Chicago und anderen US-Städten gesichtet:
* Ein Kamerareinigungssystem hinten sorgt für freie Sicht der Sensoren bei Schnee und Regen.
* Ein physischer NACS-Ladeanschluss deutet auf redundante Lademöglichkeiten hin. So kann das Cybercab das Supercharger-Netz nutzen, zusätzlich zur primär geplanten drahtlosen Ladung.

Countdown zum Robotaxi-Netzwerk

Tesla hat die Straßentests in den letzten Monaten massiv ausgeweitet. Nach ersten Fahrzeugen in Kalifornien und Texas Ende 2025 rollen nun mindestens elf Cybercabs in Bundesstaaten wie New York, Illinois und Massachusetts. Sie sammeln entscheidende Daten vor Produktionsbeginn.

Das Fahrzeug ist der Eckpfeiler von Teslas Strategie für eine riesige autonome Flotte. Der spezialisierte Zweisitzer ohne Lenkrad und Pedale soll Effizienz maximieren und Betriebskosten senken. Damit will Tesla den Service hochgradig wettbewerbsfähig machen.

Auch betrieblich gibt es Fortschritte. Zwar saß bei jüngsten „unbeaufsichtigten“ Testfahrten in Austin noch ein Sicherheitsingenieur im Folgefahrzeug, doch die öffentlichen Tests signalisieren wachsendes Vertrauen in die FSD‑Software.

Die große regulatorische Hürde

Der spiegellose Entwurf ist jedoch eine regulatorische Herausforderung. Die US‑Sicherheitsstandards (FMVSS No. 111) schreiben physikalische Rückspiegel gesetzlich vor. Für Verkauf und Betrieb des Cybercab muss die Verkehrssicherheitsbehörde NHTSA die Regeln ändern oder eine Ausnahmegenehmigung erteilen.

Eine entsprechende Regel für kamerabasierte Systeme liegt noch nicht vor. Ihre Einführung wäre ein monumentaler Wandel für den Verkehr. Durch den Wegfall des Fahrers und die Optimierung für Dauerbetrieb will Tesla die Kosten pro Meile drastisch senken. Das hätte tiefgreifende Folgen für Autobesitz, Stadtplanung und den Fahrdienstmarkt.

Mit dem angepeilten Produktionsstart in wenigen Monaten rücken nun Teslas nächste Schritte in den Fokus: die Bekanntgabe des Fertigungszeitplans, die Präsentation des Serienmodell und der Fahrplan für die notwendigen Genehmigungen. Die Prototypen auf der Straße sind ein greifbarer Vorbote einer Zukunft, in der autonome Elektrofahrzeuge zum Verkehrsalltag gehören.

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