Tesla, Roboter

Tesla setzt humanoide Roboter in eigener Fabrik ein

24.01.2026 - 21:01:12

Tesla testet seine humanoiden Optimus-Roboter erstmals aktiv in der Fertigung. Das Unternehmen plant den öffentlichen Verkauf bis Ende 2027 und treibt damit die Entwicklung marktreifer Arbeitsroboter voran.

Tesla hat seine Optimus-Roboter erstmals in der Produktion eingesetzt – ein entscheidender Schritt vom Prototyp zum Arbeitsmittel. Bis Ende 2027 könnten die Maschinen öffentlich verkauft werden.

Das gab Konzernchef Elon Musk auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos bekannt. Der Einsatz markiert einen Wendepunkt für das ehrgeizige Roboterprogramm des Elektroauto-Herstellers. Aus entwickelten Prototypen werden nun aktive Komponenten im Fertigungsprozess.

Vom Showroom auf die Werkhallen

Bislang waren die zweibeinigen Optimus-Roboter nur in gestellten Video-Demonstrationen zu sehen. Jetzt arbeiten sie in einer echten Fabrikumgebung – höchstwahrscheinlich im Gigafactory Texas in Austin. Dort testet Tesla einfache, repetitive Aufgaben.

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Das Ziel ist klar: Echtweltdaten sammeln, die Haltbarkeit der Hardware prüfen und das KI-gesteuerte neuronale Netz durch praktische Anwendung verbessern. „Dieser Übergang in die Praxis ist der entscheidende Test“, erklärt ein Branchenexperte. „Hier zeigt sich, ob die Roboter dynamischen Produktionsanforderungen gewachsen sind.“

Aggressiver Zeitplan bis 2027

Tesla treibt das Tempo voran. Bis Ende 2026 sollen die Roboter bereits „komplexere Aufgaben“ übernehmen. Die Zuverlässigkeit soll dann auf ein sehr hohes Niveau steigen.

Die größte Ankündigung: Ende 2027 plant Tesla den öffentlichen Verkauf der Optimus-Roboter. Voraussetzung ist jedoch, dass Sicherheit und Funktionsumfang überzeugen. Dieser aggressive Zeitplan katapultiert Tesla an die Spitze des aufkeimenden Marktes für humanoide Roboter.

Ein Markt, der Analysten zufolge im nächsten Jahrzehnt auf einen Milliardenwert wachsen könnte. Doch kann Tesla das ambitionierte Ziel wirklich halten?

Gigafactory Texas als Innovationsschmiede

Die Fabrik in Austin entwickelt sich zum Epizentrum von Teslas KI-Offensive. Nicht nur werden dort die Cybertrucks gebaut – angeblich entsteht auch eine eigene Fertigungslinie für die Massenproduktion der Optimus-Roboter.

Die Synergien sind offensichtlich: Das gleiche KI-Team, das in Austin bereits vollständig unbemannte Robotaxi-Dienste betreibt, arbeitet auch an den humanoiden Robotern. Die Erkenntnisse aus dem autonomen Fahren fließen direkt in die Robotersteuerung ein.

„Es entsteht ein vereinheitlichtes KI-Lernsystem“, so ein Insider. „Das beschleunigt die Fähigkeiten beider Programme erheblich.“

Wettlauf mit der Konkurrenz

Tesla ist nicht allein auf dem Feld. Konzerne wie Hyundai mit Boston Dynamics planen ähnliche Einsätze humanoider Roboter in ihren Automobilwerken. Der südkoreanische Autobauer sieht sich jedoch mit Widerstand der Gewerkschaften konfrontiert, die um Arbeitsplätze fürchten.

Diese Debatte wird auch Tesla früher oder später erreichen. Zunächst muss das Unternehmen jedoch beweisen, dass seine Roboter in der komplexen Fabrikumgebung bestehen können. Die kommenden Monate in Texas werden zeigen, ob die Vision einer robotergesteuerten Zukunft praktisch tragfähig ist.

Die langfristige Perspektive von Elon Musk geht ohnehin weit über Fabrikhallen hinaus: Eine Welt, in der Roboter Menschen zahlenmäßig übertreffen und die globale Wirtschaft grundlegend verändern. Die ersten Schritte dieser Transformation werden jetzt in Austin getestet.

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