async src="https://cdn.taboola.com/webpush/publishers/1990051/taboola-push-sdk.js">
Tesla, Roboter

Tesla setzt voll auf Roboter und KI – und opfert Luxus-Modelle

12.02.2026 - 07:30:12

Tesla wandelt sich vom Elektroauto-Pionier zum KI- und Robotik-Konzern. Die Strategie ist radikal: Für die Serienfertigung des humanoiden Roboters Optimus stellt der Konzern die Produktion der Luxusmodelle Model S und X ein. Das Ziel ist klar – Tesla sieht seine Zukunft jenseits der Straße.

Der Fokus des Unternehmens verschiebt sich sichtbar in eine Zukunft, in der autonome Maschinen die Hauptrolle spielen. Diese Neuausrichtung wird mit gewaltigen Investitionen untermauert. Für 2026 plant Tesla Ausgaben von über 20 Milliarden Euro für neue Fabriken, die Roboter, autonome Fahrzeuge und die benötigte KI-Rechenleistung produzieren sollen.

Anzeige

Tesla setzt bei Optimus voll auf KI – doch die EU hat strikte Regeln für KI‑Systeme erlassen. Ein kostenloser Leitfaden erklärt, welche Pflichten Entwickler, Hersteller und Anwender von KI‑Systemen jetzt erfüllen müssen, von Risikoklassen bis zur Dokumentation. Wer große KI‑Projekte plant, sollte die Vorgaben kennen, bevor er in teure Infrastruktur investiert. Jetzt kostenlosen KI‑Verordnungs‑Leitfaden sichern

Gleichzeitig schrumpft das klassische Autogeschäft. Um Platz für die Optimus-Fertigung zu schaffen, wird die Produktion der Modelle S und X im zweiten Quartal 2026 eingestellt. Die etablierten Produktionslinien im Werk Fremont in Kalifornien werden umgerüstet. Die langfristige Vision: Allein dort sollen jährlich eine Million Optimus-Einheiten vom Band laufen.

Ambitionen und harte Realität

Die Ziele sind gigantisch. Für künftige Robotergenerationen peilt Tesla eine Produktion in zweistelliger Millionenhöhe an. Doch der Weg vom Prototyp zum Massenprodukt ist steinig. Eine der größten Hürden ist die Entwicklung der Roboterhänden. Sie müssen geschickt und sensibel genug sein, um eine Vielzahl von Aufgaben zu bewältigen.

Die anfängliche Produktionssteigerung wird nach Unternehmensangaben mühsam verlaufen, da fast jede Komponente neu ist. Zudem muss eine komplett neue Lieferkette für humanoide Roboter aufgebaut werden. Bislang sammeln Optimus-Einheiten in Teslas eigenen Fabriken vor allem Daten – sie ersetzen noch keine etablier­ten Arbeitsabläufe. Experten betonen: Roboter mit ausreichendem Umweltbewusstsein und Geschicklichkeit zu bauen, bleibt eine Herausforderung für die gesamte Branche.

Die große Vision: Vom Werkhallenboden zum Mond

Die langfristigen Pläne für Optimus reichen weit über irdische Fabriken hinaus. Analysen verbinden den Robotik-Schub mit den interplanetaren Ambitionen des Schwesterunternehmens SpaceX, das eine Mondstadt plant. In diesem Szenario wäre Optimus ein Schlüsselwerkzeug für den Bau im Weltraum.

Unternehmensführer brachten diesen Monat eine noch größere Vision ins Spiel: Optimus könnte als eine Art „Von-Neumann-Maschine“ fungieren – ein sich selbst replizierender Roboter, der lokale Ressourcen nutzt, um Infrastruktur und sogar weitere Roboter zu bauen. Diese theoretische Fähigkeit wäre essenziell für sich selbst erhaltende Zivilisationen auf Mond oder Mars. Noch ist das ferne Zukunft, doch es zeigt den philosophischen Kern des Projekts.

Markt bewertet Tesla neu

Diese strategische Wende zwingt den Markt, Teslas Geschäftsmodell und Bewertung neu zu beurteilen. Das Unternehmen wird immer weniger als traditioneller Autobauer und immer mehr als risikoreiches Technologie- und KI-Unternehmen gesehen. Das erklärt den im Vergleich zu anderen Herstellern hohen Kurs-Gewinn-Verhältnis. Anleger setzen auf das enorme Potenzial – und die Risiken – der Robotik und autonomen Fahrdienste.

Analysten sehen Erfolg in diesen Feldern als Weg zu Billionen an Wertschöpfung. Doch der Schritt weg von profitablen Fahrzeuglinien hin zur unsicheren Kommerzialisierung von Robotern ist ein gewagtes Spiel. Die hohe Bewertung hängt davon ab, ob Tesla seine ambitionierten KI- und Robotik-Pläne in echte Umsätze verwandeln kann.

Was kommt als Nächstes?

Der Fokus liegt nun auf der iterativen Entwicklung und den ersten Produktionsschritten. Im kommenden Quartal will Tesla die dritte Generation von Optimus vorstellen – die erste Version für die Massenproduktion. Diese Enthüllung wird ein entscheidender Beweis für den Fortschritt des Projekts sein.

Trotz der ehrgeizigen Zeitpläne sind Prognosemärkte und Analysten skeptisch. Eine breite Verfügbarkeit eines humanoiden Roboters für Verbraucher könnte sich verzögern, wie es bei vielen früheren Produkteinführungen des Unternehmens der Fall war. Der Weg führt über immense technische Hürden in KI und Hardware, regulatorische Genehmigungen und eine einzigartige Skalierung der Fertigung. Die kommenden Monate werden zeigen, ob Teslas radikaler Wandel von Autos zu Robotern Vision in Realität verwandeln kann.

@ boerse-global.de

Hol dir den Wissensvorsprung der Profis. Seit 2005 liefert der Börsenbrief trading-notes verlässliche Trading-Empfehlungen – dreimal die Woche, direkt in dein Postfach. 100% kostenlos. 100% Expertenwissen. Trage einfach deine E-Mail Adresse ein und verpasse ab heute keine Top-Chance mehr.
Jetzt anmelden.