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Tesla stellt Model S und X ein – und setzt auf Roboter

29.01.2026 - 04:45:13

Tesla stellt die Produktion der Modelle S und X ein und rüstet sein Stammwerk für die Serienfertigung des humanoiden Optimus-Roboters um. Der Strategiewechsel folgt auf einen Umsatzrückgang.

Tesla beendet die Ära seiner Luxus-Elektroautos und wandelt sein Stammwerk für die Massenproduktion von Humanoid-Robotern um. Die Entscheidung markiert einen strategischen Pivot vom Autohersteller zum führenden Anbieter für künstliche Intelligenz und Robotik.

Die Ankündigung fiel am Dienstagabend (Ortszeit) im Rahmen der Quartalszahlen für das vierte Quartal 2025. Die Produktion des Model S und Model X soll im zweiten Quartal 2026 auslaufen. CEO Elon Musk riet Interessenten, ihre Bestellungen bald aufzugeben. Die Betreuung aller bereits verkauften Fahrzeuge werde fortgesetzt.

Strategiewechsel vor finanziellem Hintergrund

Der radikale Schritt kommt in einer Phase des Umbruchs. Für 2025 meldete Tesla erstmals einen Jahresumsatzrückgang auf 94,8 Milliarden US-Dollar. Der Wettbewerb im Elektroauto-Markt hat sich verschärft, während die Verkäufe der teuren Modelle S und X im Schatten der volumenstarken Modelle 3 und Y stagnierten.

Die freiwerdenden Fließbänder im Stammwerk in Fremont, Kalifornien, werden nun für den Optimus-Roboter umgerüstet. Das Unternehmen bezeichnet sich künftig als „physisches KI-Unternehmen“ und sieht in der Humanoid-Robotik ein größeres Wachstumspotenzial als im klassischen Autogeschäft.

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Ambitionierte Ziele für den „Optimus“

Die Pläne sind ehrgeizig: Langfristig strebt Tesla eine Jahresproduktion von bis zu einer Million Optimus-Einheiten an. Die Serienfertigung soll noch 2026 anlaufen, Verkäufe an die Öffentlichkeit sind für 2027 geplant.

Der Umbau erfordert massive Investitionen. Für 2026 prognostiziert Tesla Kapitalausgaben von über 20 Milliarden Dollar. Das Geld fließt in Infrastruktur für Robotik, KI-Rechenleistung und andere Zukunftsprojekte. Bereits jetzt trainieren Prototypen in der Fabrik in Austin, Texas, für reale Fabrikaufgaben.

Das Ende einer ikonischen Ära

Die Einstellung der Modelle S und X bedeutet das Ende eines Kapitels, das die Automobilindustrie verändert hat. Vor allem das Model S bewies ab 2012, dass Elektroautos leistungsstark und alltagstauglich sein können. Die Fahrzeuge ebneten den Weg für Teslas Massenmarkt-Erfolge.

Doch ihre symbolische Bedeutung überstrahlt seit Jahren ihren Verkaufsanteil. Die Zukunft des Konzerns liegt nun klar in autonomen Technologien – neben Optimus auch in Projekten wie dem robotischen „Cybercab“. Der Platz in Fremont wird für diese Vision benötigt.

Ein kalkuliertes Risiko mit globaler Signalwirkung

Die Neuausrichtung sendet Schockwellen durch die Automobil- und Technologiebranche. Analysten bewerten den Schritt als kalkuliertes Wagnis: Tesla verlässt ein bekanntes, wenn auch schwieriges Geschäft und wagt den Sprung in einen unerprobten, aber potenziell riesigen Zukunftsmarkt.

Der Erfolg hängt davon ab, ob das Unternehmen die komplexen KI- und mechanischen Herausforderungen eines alltagstauglichen Humanoiden meistert. Die kommenden Monate werden entscheidend sein, während Tesla den Wind-down der Autofertigung mit dem Hochfahren einer komplett neuen Roboter-Produktion balancieren muss.

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