Teufelskralle, Pflanze

Teufelskralle: Pflanze wird zum Hoffnungsträger gegen Arthrose-Schmerzen

25.01.2026 - 15:21:12

Neue Forschungsergebnisse bestätigen die Wirksamkeit der afrikanischen Heilpflanze bei Gelenkverschleiß – und liefern eine Alternative zu synthetischen Schmerzmitteln in Zeiten von Lieferengpässen.

Die tiefen Temperaturen im Januar verschlimmern für Millionen Menschen chronische Gelenkschmerzen. Passend dazu untermauert eine neue, umfassende Analyse im Fachjournal Fitoterapia den medizinischen Stellenwert der Teufelskralle (Harpagophytum procumbens). Die Studie validiert den vielschichtigen Wirkmechanismus der Pflanze gegen Arthrose und bietet eine zeitgemäße Alternative, während der Markt weiterhin mit den seit 2025 anhaltenden Lieferproblemen bei Pharmazeutika kämpft.

In einer bedeutenden Entwicklung für die Phytotherapie beschreibt eine Übersichtsarbeit von Kaur et al. im Januar 2026 detailliert die pharmakologischen Wege des Harpagosids, dem Hauptwirkstoff der Teufelskralle. Im Gegensatz zu synthetischen Schmerzmitteln, die meist nur einen einzelnen Weg blockieren, wirkt die Pflanze über „multiple Pfade“ gegen Entzündungen und Schmerzen.

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Diese Publikation markiert einen Wandel in der medizinischen Bewertung des Wurzelextrakts. Während die traditionelle Anwendung seit langem auf eine Wirksamkeit hindeutet, liefern die neuen Daten eine klarere Landkarte. Sie zeigen, wie die Iridoid-Glykoside der Pflanze prodrug-ähnliche Eigenschaften und Bioverfügbarkeit beeinflussen. Besonders hervorgehoben werden Formulierungsstrategien, die die Anreicherung der Wirkstoffe in den betroffenen Gelenken verbessern – eine Antwort auf frühere Zweifel an der Aufnahme oraler Präparate.

Für Patienten mit chronischer Knie- oder Hüftarthrose stützt diese Forschung den Einsatz hochwertiger Extrakte als tragfähige Basistherapie. Die Veröffentlichung fällt in die Hochsaison rheumatischer Beschwerden und gibt Ärzten neue Argumente für die Verordnung von Phytopharmaka an die Hand.

Der entscheidende Unterschied: Arzneimittel versus Nahrungsergänzung

Neben den Wirksamkeitsdaten zieht die aktuelle Forschung eine scharfe Trennlinie zwischen zugelassenen pflanzlichen Arzneimitteln und nicht regulierten Nahrungsergänzungsmitteln. Eine Studie von Bargsten und Seifert aus dem Jahr 2025 analysierte verschiedene im europäischen Markt erhältliche Teufelskralle-Produkte.

Das Ergebnis war eindeutig: Als „pflanzliche Arzneimittel“ (HMP) klassifizierte Produkte zeigten eine konsistente, pharmazeutische Zuverlässigkeit. Viele als Lebensmittel oder Nahrungsergänzung vermarktete Produkte wiesen dagegen fragwürdige Qualität und potenziell irreführende Verpackungsinformationen auf.

Diese Unterscheidung ist für Verbraucher entscheidend. Die therapeutische Wirkung – insbesondere die entzündungshemmende Wirkung über den CB2-Rezeptor – hängt von einer ausreichenden Konzentration an Harpagosid ab. Die Studie warnt: Billige, nicht verifizierte Präparate erreichen oft nicht die standardisierte Dosierung, die für diesen Mechanismus nötig ist. Die Folge kann ein Therapieversagen sein.

Stabile Lieferkette in unsicheren Zeiten

Das erneute Interesse an der Teufelskralle fällt in eine Phase pharmazeutischer Instabilität. Nach den weitverbreiteten Lieferengpässen bei gängigen NSAR-Schmerzmitteln (nicht-steroidale Antirheumatika) und Antibiotika im Jahr 2025 wenden sich Patienten und Ärzte verstärkt europäisch angebauten und zertifizierten pflanzlichen Alternativen zu.

Branchenberichte Anfang 2026 zeigen einen deutlichen Anstieg der Nachfrage nach hochwertigen Harpagophytum-Extrakten. Im Gegensatz zu synthetischen Vorläufern, die auf fragile globale Lieferketten angewiesen sind, haben sich die Anbauprojekte im südlichen Afrika und die Verarbeitungsstätten in Europa als stabil erwiesen. Diese Zuverlässigkeit macht die Teufelskralle nicht nur zu einer medizinischen Alternative, sondern zu einem strategischen Asset für die kontinuierliche Schmerztherapie chronisch Kranker.

Integration in die Therapie und Ausblick

Die Integration der Teufelskralle in standardisierte Schmerztherapien gewinnt an Fahrt. Die Fitoterapia-Analyse betont, dass die Pflanze nicht nur wirksam, sondern auch sicherer ist als eine Langzeittherapie mit NSAR, die gastrointestinale und kardiovaskuläre Risiken birgt.

Die medizinische Gemeinschaft rät jedoch zu Vorsicht bei Wechselwirkungen. Die neuen Daten unterstreichen die Bedeutung einer Absprache mit dem Arzt, besonders für Patienten, die Blutverdünner einnehmen oder unter Gallensteinen leiden, da die Bitterstoffe der Pflanze die Magensäureproduktion anregen.

Die Zukunft könnte weitere Innovationen bringen. Die Übersichtsarbeit verweist auf „technologische Neuerungen“ in Darreichungsformen. Wissenschaftler erforschen neue Formulierungsstrategien, die die Bioverfügbarkeit von Harpagosid weiter steigern könnten. Das würde niedrigere Wirkdosen und einen schnelleren Wirkungseintritt ermöglichen. Diese Fortschritte deuten an, dass sich die Teufelskralle 2026 weiter von einem traditionellen Heilmittel zu einem hochmodernen Phytopharmakon entwickeln wird – eine Brücke zwischen alter Weisheit und moderner Molekularmedizin.

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