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The Navigator Company-Aktie (PTNVG0AE0000): Starke Dividende nach Gewinnsprung im Fokus

19.05.2026 - 22:38:17 | ad-hoc-news.de

The Navigator Company hat für 2025 eine hohe Dividende beschlossen und legt Zahlen zum Geschäftsjahr 2024 vor. Was hinter den Ergebnissen, der Cash-Generierung und der Ausschüttungspolitik steckt und warum die Titel auch für deutsche Anleger interessant sind.

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The Navigator Company steht aktuell besonders im Fokus, weil der Konzern jüngst die Ergebnisse für das Geschäftsjahr 2024 vorgelegt und gleichzeitig eine attraktive Dividende für 2025 beschlossen hat. Der portugiesische Papier- und Zellstoffhersteller meldete am 14.03.2025 seine Jahreszahlen 2024, in denen trotz schwächerer Nachfrage in einigen Segmenten ein deutlicher Gewinn erzielt wurde, wie aus den veröffentlichten Unterlagen hervorgeht, auf die sich unter anderem Berichte von Reuters Stand 15.03.2025 beziehen. Wenige Wochen später bestätigte das Unternehmen auf der Hauptversammlung die Ausschüttung einer Dividende für 2025, die eine hohe Rendite im Verhältnis zum damaligen Aktienkurs signalisiert, wie Branchenmedien unter Verweis auf Navigator-Daten am 05.04.2025 zusammenfassten.

Stand: 19.05.2026

Von der Redaktion - spezialisiert auf Aktienberichterstattung.

Auf einen Blick

  • Name: The Navigator Company
  • Sektor/Branche: Papier, Zellstoff, Verpackung
  • Sitz/Land: Lissabon, Portugal
  • Kernmärkte: Europa, Nordafrika, internationale Exportmärkte
  • Wichtige Umsatztreiber: Büropapier, Tissue-Produkte, Verpackungslösungen, Zellstoffverkauf, Energieproduktion
  • Heimatbörse/Handelsplatz: Euronext Lissabon (Ticker NVG)
  • Handelswährung: Euro

The Navigator Company: Kerngeschäftsmodell

The Navigator Company zählt zu den größten integrierten Papier- und Zellstoffproduzenten Europas und fokussiert sich traditionell auf holzfreies ungestrichenes Büropapier. Das Unternehmen betreibt Forstflächen, Zellstoffwerke und Papierfabriken in Portugal und sieht sich als vertikal integrierter Konzern entlang der gesamten Wertschöpfungskette von der nachhaltigen Forstwirtschaft bis zum Endprodukt. Laut dem Geschäftsbericht 2023, der am 14.03.2024 veröffentlicht wurde, stammt ein Großteil des Holzes aus eigenen oder langfristig gepachteten Forstbeständen in Portugal, was die Versorgungssicherheit und die Kontrolle über Kosten und Nachhaltigkeitsstandards erhöht, wie aus den Unterlagen hervorgeht, auf die sich Berichte der Wirtschaftsfachpresse beziehen.

Das Kerngeschäft von The Navigator Company umfasst mehrere Produktlinien. Im Segment Printing & Writing produziert der Konzern Druck- und Kopierpapier für Büroanwendungen, Verlage und kommerzielle Druckereien. Dieser Bereich macht laut Geschäftsbericht 2023 einen wesentlichen Anteil am konsolidierten Umsatz aus, wie der am 14.03.2024 veröffentlichte Bericht ausführt, auf dessen Basis Analysen von The Navigator Company Stand 20.03.2024 erstellt wurden. Hinzu kommt das Tissue-Segment mit Produkten wie Toilettenpapier, Küchentüchern und Servietten, das in den vergangenen Jahren deutlich ausgebaut wurde. Ergänzt wird das Portfolio durch Verpackungspapiere sowie den Verkauf von Zellstoff an Dritte und die Erzeugung von Energie aus Biomasse und Nebenprodukten der Produktion.

Ein zentrales Merkmal des Geschäftsmodells ist die starke Exportorientierung. Der Konzern verkauft einen Großteil seiner Produktion in andere europäische Länder sowie in internationale Märkte. Dadurch ist The Navigator Company abhängig von globalen Nachfrage- und Preiszyklen für Zellstoff und Papier. Gleichzeitig nutzt der Konzern seine Wettbewerbsposition durch effiziente Produktionsanlagen und eine günstige Kostenstruktur in Portugal. Ein weiterer Baustein des Geschäftsmodells sind langfristige Kundenbeziehungen mit Großhändlern, Bürobedarfsketten und Industrieabnehmern, die für planbare Auslastung in den Werken sorgen sollen. Die Kombination aus vertikaler Integration, Exportorientierung und Produktdiversifikation soll es dem Unternehmen ermöglichen, Konjunkturzyklen besser abzufedern.

Wichtigste Umsatz- und Produkttreiber von The Navigator Company

Historisch war das Geschäft mit Büropapier der wichtigste Umsatztreiber von The Navigator Company. Dieser Bereich steht jedoch seit Jahren unter strukturellem Druck durch die zunehmende Digitalisierung in Unternehmen und Verwaltungen, was den Bedarf an Druck- und Kopierpapier tendenziell reduziert. Laut dem Jahresbericht 2023, veröffentlicht am 14.03.2024, verzeichnete das Segment Printing & Writing zwar weiterhin einen erheblichen Anteil am Gesamtumsatz, musste aber mit Nachfrageschwankungen und Preisdruck umgehen, wie auf Basis der Navigator-Daten von Branchenmedien am 20.03.2024 berichtet wurde. Um die Abhängigkeit von diesem klassischen Papiergeschäft zu verringern, investiert The Navigator Company seit einigen Jahren verstärkt in neue Segmente wie Tissue und Verpackungspapiere.

Das Tissue-Segment gilt als einer der Wachstumsbereiche des Konzerns. Produkte wie Toilettenpapier, Papiertaschentücher und Haushaltstücher sind weniger konjunkturabhängig und werden sowohl im privaten als auch im professionellen Bereich kontinuierlich nachgefragt. Der Konzern hat seine Kapazitäten in diesem Bereich erweitert und neue Marken eingeführt oder ausgebaut. Laut Angaben aus dem Geschäftsbericht 2023, veröffentlicht am 14.03.2024, trug das Tissue-Segment 2023 mit einem wachsenden Umsatzanteil zur Diversifizierung des Konzerns bei, wie aus Auswertungen von Fachportalen hervorgeht, die sich auf Navigator-Daten vom März 2024 beziehen.

Ein weiterer wichtiger Treiber sind Verpackungslösungen. Getrieben durch den Trend zu nachhaltigen und recyclingfähigen Verpackungen aus Papier statt Kunststoff sieht The Navigator Company Chancen, mit neuen Sorten von Kraftpapier und Spezialpapieren zusätzliche Kundengruppen zu erschließen. Pack- und Kraftpapiere werden unter anderem für Tragetaschen, Lebensmittelverpackungen und Versandverpackungen im E-Commerce eingesetzt. Branchenmedien berichteten im Verlauf des Jahres 2024, dass Navigator weiter in diesen Bereich investiert und neue Produkte auf den Markt gebracht hat, die sich an global agierende Konsumgüterhersteller richten, wie etwa Analysen von Euronext Stand 10.10.2024 zusammenfassten.

Zellstoff fungiert als weiterer Umsatz- und Ergebnistreiber, da Navigator einen Teil der Produktion als Markt-Zellstoff verkauft. Die Preise am globalen Zellstoffmarkt schwanken stark und wirken sich häufig deutlich auf die Profitabilität der Branche aus. Steigende Zellstoffpreise können die Margen sowohl im internen Papiergeschäft als auch beim externen Verkauf beeinflussen. Gleichzeitig spielt die Energieerzeugung aus Biomasse eine Rolle, indem der Konzern einen Teil des Stroms in das öffentliche Netz einspeist. Diese Erlöse sind zwar im Verhältnis zum Gesamtumsatz begrenzt, können aber die Ergebnissituation stabilisieren, insbesondere in Zeiten schwächerer Papiernachfrage.

Aktuelle Geschäftszahlen und Dividendenpolitik

Im Mittelpunkt der jüngsten Berichterstattung standen die Jahreszahlen 2024 und die Dividendenentscheidung für 2025. The Navigator Company veröffentlichte am 14.03.2025 den Geschäftsbericht 2024 und meldete dabei einen deutlichen Gewinn, der zwar unter dem außergewöhnlich starken Vorjahr lag, aber im historischen Vergleich weiterhin als robust bezeichnet wurde, wie aus der Berichterstattung von Reuters Stand 15.03.2025 hervorgeht. Demnach war das Jahr 2024 von niedrigeren Zellstoff- und Papierpreisen geprägt, nachdem 2022 und 2023 von einem sehr starken Preisumfeld profitiert hatten. Navigator konnte laut den Berichten dennoch ein solides EBITDA und einen positiven Cashflow erzielen.

Parallel zu den Zahlen legte die Unternehmensführung der Hauptversammlung eine Dividendenzahlung für 2025 vor, die von den Aktionären bestätigt wurde. Medienberichte vom 05.04.2025, die sich auf Navigator-Verlautbarungen stützen, sprechen von einer Dividende auf Basis des Gewinns 2024, die im Verhältnis zum Börsenkurs einer attraktiven Rendite entsprach. Das Management betonte laut den zusammengefassten Aussagen, die Ausschüttungspolitik solle im Rahmen einer nachhaltigen Verschuldungsstruktur erfolgen und gleichzeitig den Aktionären eine angemessene Beteiligung am Unternehmenserfolg sichern. Die Dividende ergänzte frühere Sonderdividenden und Zwischenzahlungen, die Navigator in besonders starken Jahren an Aktionäre ausgeschüttet hatte.

Im Zusammenhang mit den Jahreszahlen 2024 wies The Navigator Company darauf hin, dass verschiedene Effizienzprogramme umgesetzt wurden. Dazu zählen Maßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz, eine stärkere Nutzung von Biomasse als Energieträger sowie Initiativen zur Reduktion von Produktionskosten. Branchenanalysen berichten, dass Navigator damit auf steigende Kosten für Energie, Logistik und Personal reagiert. Laut den am 14.03.2025 veröffentlichten Zahlen konnte der Konzern seine Verschuldung weiter reduzieren und die Eigenkapitalbasis stärken, was die Bilanz gegenüber möglichen Marktabschwüngen robuster machen soll, wie aus den zitierten Daten in der Finanzpresse hervorgeht.

Für Anleger ist die Kombination aus Cash-Generierung und Dividendenpolitik ein wichtiger Aspekt bei der Bewertung von The Navigator Company. Die Fähigkeit, auch in einem schwächeren Preisumfeld positive freie Cashflows zu erwirtschaften, ist für kapitalintensive Industrien ein entscheidender Indikator. Dabei spielen die Investitionsentscheidungen des Managements und die Priorisierung zwischen Dividenden, Schuldenabbau und Wachstumsprojekten eine zentrale Rolle. Navigator hat in der Vergangenheit signalisiert, dass Dividenden einen hohen Stellenwert haben, gleichzeitig aber Investitionen in neue Produkte und Kapazitäten nicht vernachlässigt werden sollen.

Marktumfeld: Papier, Zellstoff und Verpackung im Wandel

Das Marktumfeld von The Navigator Company ist von mehreren strukturellen Trends geprägt. Einerseits wirkt die Digitalisierung im klassischen Büropapiergeschäft dämpfend auf die Nachfrage, da immer mehr Dokumente elektronisch erstellt, gespeichert und versendet werden. Andererseits führt das Wachstum des Online-Handels und der Fokus auf nachhaltige Verpackungslösungen zu einem stärkeren Bedarf an wellenfähigen Papieren, Kraftpapieren und anderen Verpackungsanwendungen aus Zellstoff. Der Rückgang im Druckpapier kann somit teilweise durch steigende Nachfrage nach Verpackungspapieren kompensiert werden, wie Branchenanalysen im Jahr 2024 betonten, die sich auf Daten von Marktforschungsinstituten stützen.

Ein weiterer zentraler Faktor sind die globalen Zellstoffpreise, die stark von Angebot und Nachfrage, Lagerbeständen, Kapazitätsausweitungen und geopolitischen Entwicklungen beeinflusst werden. In Phasen hoher Zellstoffpreise profitieren integrierte Hersteller mit eigener Forstwirtschaft und Zellstoffproduktion, da sie im Vergleich zu reinen Papierproduzenten mit Zu-gekauftem Zellstoff Kosten- und Versorgungsvorteile haben. In Phasen niedriger Zellstoffpreise kann das externe Zellstoffgeschäft dagegen unter Druck geraten. Navigator versucht, diese Schwankungen durch langfristige Lieferverträge, eine flexible Produktionsplanung und das Portfolio aus Papierprodukten, Tissue und Energieerzeugung zu managen.

Zunehmend wichtig im Marktumfeld sind außerdem Nachhaltigkeitsanforderungen. Auf europäischer Ebene verschärfen Regulierungsinitiativen im Rahmen des Green Deal und der Kreislaufwirtschaftsstrategie die Vorgaben für Recyclingquoten, nachhaltige Forstwirtschaft und Emissionsreduktionsziele. The Navigator Company stellt in seinen Berichten regelmäßig heraus, dass große Teile der Forstflächen mit Zertifizierungen wie FSC oder PEFC versehen sind und dass das Unternehmen die CO2-Emissionen pro Produktionseinheit senken will. Diese ESG-Themen spielen für institutionelle Investoren bei ihren Anlageentscheidungen eine immer größere Rolle und können den Zugang zu Kapital und die Bewertung an der Börse beeinflussen.

Auf Nachfrageseite beeinflussen auch konjunkturelle Entwicklungen die Geschäftslage von Navigator. In wirtschaftlich schwächeren Phasen reduzieren Unternehmen oft ihre Druckvolumina, Projekte werden verschoben, und Konsumenten achten stärker auf Preise. Gleichzeitig können einzelne Bereiche wie Tissue aufgrund ihrer Basiskonsumcharakteristik stabiler bleiben. In Zeiten wirtschaftlicher Erholung steigt dagegen oft der Bedarf an Werbematerialien, Broschüren und Geschäftsdrucksachen. Navigator ist daher mit seiner Exportorientierung von einem breiten Mix aus europäischen und internationalen Konjunkturzyklen abhängig.

Strategische Initiativen und Investitionsprogramme

Um sich im wandelnden Marktumfeld zu behaupten, verfolgt The Navigator Company verschiedene strategische Initiativen. Ein Schwerpunkt liegt auf der Weiterentwicklung des Produktportfolios hin zu höherwertigen und margenstärkeren Anwendungen. So werden beispielsweise Spezialpapiere für grafische Anwendungen, Premium-Büropapiere und maßgeschneiderte Lösungen für Geschäftskunden entwickelt. Darüber hinaus investiert der Konzern in Forschung und Entwicklung, um neue Faseranwendungen, verbesserte Recyclingverfahren und Verpackungsmaterialien zu erproben.

Ein zweiter strategischer Fokus liegt im Bereich Tissue und Verpackung. Navigator hat in den letzten Jahren Kapazitäten in diesen Segmenten ausgebaut und prüft laut Branchenberichten weitere Investitionsmöglichkeiten, etwa in zusätzliche Tissue-Produktionslinien oder in neue Verpackungspapiere auf Basis von Zellstoff und recycelten Fasern. Ziel ist es, vom anhaltenden Trend zu nachhaltigen Verpackungslösungen zu profitieren und gleichzeitig weniger von der Entwicklung im klassischen Büroadruckgeschäft abhängig zu sein.

Auch im Bereich Energie und Dekarbonisierung treibt The Navigator Company Projekte voran. Der Konzern nutzt Biomasse, Rinde und andere Nebenprodukte aus der Holzverarbeitung zur Strom- und Dampferzeugung in eigenen Kraftwerken. In einigen Fällen wird Überschussstrom in das öffentliche Netz eingespeist. Zusätzlich setzt Navigator auf Effizienzsteigerungen in den Fabriken, etwa durch Modernisierung von Kesseln, Turbinen und Trocknungsaggregaten. Diese Maßnahmen sollen nicht nur die Emissionen senken, sondern auch Energiekosten reduzieren und die Wettbewerbsfähigkeit steigern.

Finanzprofil, Verschuldung und Kapitalstruktur

Das Finanzprofil von The Navigator Company wird maßgeblich von der Kapitalintensität der Papier- und Zellstoffindustrie geprägt. Investitionen in Forstwirtschaft, Zellstoffkocher, Papiermaschinen und Energieanlagen sind hoch, weshalb der Konzern traditionell eine relevante Verschuldung aufweist. In den vergangenen Jahren nutzte das Management allerdings die Phase besonders hoher Cashflows in einem starken Preisumfeld, um Schulden zurückzuführen. Laut Angaben im Geschäftsbericht 2023, veröffentlicht am 14.03.2024, konnte Navigator die Nettofinanzverschuldung im Jahresverlauf weiter senken, wie die zitierten Kennzahlen in der Finanzpresse zeigen.

Die Kapitalstruktur verbindet klassische Bankfinanzierungen und Anleihen mit kurzfristigen Kreditlinien zur Finanzierung des Umlaufvermögens. Die Laufzeitenstruktur soll aus Unternehmenssicht sicherstellen, dass keine Klumpenrisiken bei Fälligkeiten entstehen. Gleichzeitig achtet das Management darauf, Zinsrisiken zu managen, indem ein Teil der Schulden zu festen Konditionen vereinbart wird. In einem Umfeld steigender Zinsen gewinnt dieses Thema zusätzlich an Bedeutung, da höhere Finanzierungskosten die Profitabilität belasten können.

Die Ausschüttungspolitik steht in engem Zusammenhang mit der Verschuldung. Navigator kommuniziert, dass Dividenden sich an der Ertragslage und an der Zielverschuldung orientieren sollen. In besonders starken Jahren wurden neben regulären Dividenden auch Sonderausschüttungen vorgenommen, während in schwächeren Phasen die Priorität stärker auf dem Schuldenabbau liegt. Dieses flexible Vorgehen ermöglicht es dem Konzern, die Bilanz in volatilen Marktphasen zu stabilisieren.

Bedeutung von The Navigator Company für deutsche Anleger

Für deutsche Privatanleger kann The Navigator Company aus mehreren Gründen interessant sein. Zum einen handelt es sich um einen etablierten europäischen Industrie- und Rohstoffwert mit einer klaren Dividendenhistorie. Die Aktie ist an der Euronext Lissabon notiert und kann über gängige deutsche Handelsplätze wie Xetra-Partnerplattformen und außerbörsliche Systeme gehandelt werden. Viele deutsche Direktbanken und Onlinebroker ermöglichen den Zugang zum portugiesischen Markt, sodass Anleger die Navigator-Titel relativ einfach ins Depot aufnehmen können, sofern sie sich dafür entscheiden.

Zum anderen ist das Geschäftsmodell von Navigator eng mit europäischen Wirtschafts- und Konsumtrends verknüpft. Die Nachfrage nach Papier, Tissue und Verpackungslösungen hängt von der Entwicklung in wichtigen Volkswirtschaften der Eurozone ab, darunter auch Deutschland. Deutsche Verbraucher und Unternehmen nutzen direkt oder indirekt Produkte, die aus Zellstoff und Papieren des Konzerns bestehen. Damit hat The Navigator Company über Lieferketten und Kundenbeziehungen eine indirekte Relevanz für die deutsche Wirtschaft.

Darüber hinaus kann die Aktie in diversifizierten Portfolios eine Rolle als Ergänzung zu anderen Sektoren spielen. Während viele deutsche Privatanleger stark auf Technologie, Automobilindustrie oder Finanzwerte fokussiert sind, bietet ein Papier- und Zellstoffhersteller ein anderes Risikoprofil, das stärker von Rohstoffzyklen, Energiepreisen und globalen Nachfragebewegungen in der Verpackungs- und Konsumgüterindustrie geprägt ist. In langfristig ausgerichteten Portfolios kann eine solche Beimischung die Abhängigkeit von einzelnen Branchen verringern, wobei stets die individuellen Risikopräferenzen der Anleger entscheidend sind.

Risiken und Herausforderungen für The Navigator Company

Trotz der Chancen im Bereich Tissue und Verpackung sowie der etablierten Marktposition ist The Navigator Company mit einer Reihe von Risiken konfrontiert. Dazu gehören in erster Linie die Zyklizität der Zellstoff- und Papierpreise. Ein unerwartet starker Rückgang der Preise kann die Margen deutlich belasten und dazu führen, dass Anlagen vorübergehend mit geringerer Auslastung betrieben werden. Gerade integrierte Hersteller mit hohen Fixkosten reagieren sensibel auf solche Preisbewegungen.

Ein weiteres Risiko besteht in regulatorischen Veränderungen. Strengere Umweltauflagen können zusätzliche Investitionen erforderlich machen, etwa in Abwasserbehandlung, Emissionsminderung und Energienutzung. Gleichzeitig könnten CO2-Preise oder andere Umweltabgaben die Produktionskosten erhöhen. Navigator investiert zwar in Effizienz und Dekarbonisierung, dennoch bleibt das Unternehmen auf planbare regulatorische Rahmenbedingungen angewiesen.

Hinzu kommen operative Risiken, etwa in Zusammenhang mit Forstwirtschaft, Lieferketten und Produktion. Waldbrände, Schädlingsbefall oder extreme Wetterereignisse können die Holzversorgung beeinträchtigen. Störungen in der Logistik, etwa durch Streiks, Hafenengpässe oder geopolitische Konflikte, können Lieferketten unterbrechen und Kosten in die Höhe treiben. In den Berichten der vergangenen Jahre wies Navigator wiederholt darauf hin, dass das Unternehmen entsprechende Notfall- und Risikomanagementsysteme aufgebaut hat, um solche Ereignisse abzufedern.

Wichtige Termine und mögliche Katalysatoren

Für die zukünftige Entwicklung der Navigator-Aktie sind mehrere Termine und Ereignisse von Bedeutung. Dazu zählen die Veröffentlichung der Quartalszahlen, die Hauptversammlung mit Entscheidungen zur Dividende sowie mögliche Ankündigungen zu größeren Investitionsprojekten oder strategischen Partnerschaften. In der Regel veröffentlicht The Navigator Company ihre Quartalsberichte im März, Mai, August und November, wobei die genauen Termine im Finanzkalender des Unternehmens aufgeführt sind.

Darüber hinaus könnten externe Faktoren wie eine spürbare Erholung der weltweiten Zellstoffpreise, neue Regulierungsvorgaben in der EU oder größere Branchenübernahmen als Katalysatoren wirken. Auch Veränderungen im Zinsumfeld und bei den Energiekosten können die Bewertung des gesamten Sektors beeinflussen. Investoren beobachten daher nicht nur die Navigator-spezifischen Nachrichten, sondern auch die Entwicklung bei Wettbewerbern und in der globalen Papier- und Verpackungsindustrie.

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Fazit

The Navigator Company steht exemplarisch für einen europäischen Papier- und Zellstoffkonzern im Wandel. Das Unternehmen verfügt über eine integrierte Wertschöpfungskette, eine etablierte Marktposition und ein diversifiziertes Portfolio aus Büropapier, Tissue, Verpackung und Energie. Die jüngsten Jahreszahlen 2024 und die beschlossene Dividende für 2025 unterstreichen, dass Navigator auch in einem normalisierten Marktumfeld nach den besonders starken Vorjahren zu soliden Ergebnissen in der Lage ist.

Gleichzeitig bleiben die Risiken der Branche präsent. Schwankende Zellstoff- und Papierpreise, strukturelle Nachfragerückgänge im klassischen Büropapier und steigende Umweltanforderungen erfordern kontinuierliche Investitionen und Anpassungen. Der Erfolg der Strategie, das Geschäft stärker in Richtung Tissue, Verpackung und nachhaltige Lösungen auszubauen, wird mitentscheiden, wie widerstandsfähig die Ertragslage in zukünftigen Zyklen ausfällt. Für deutsche Anleger kann die Navigator-Aktie als Baustein in einem breit diversifizierten Portfolio eine Rolle spielen, sofern sie die branchenspezifischen Chancen und Risiken sorgfältig abwägen.

Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Aktien sind volatile Finanzinstrumente.

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