Thyssenkrupp Aktie: 6,87 Prozent Minus am Freitag
28.06.2026 - 02:15:00 | boerse-global.de
Der deutsche Verteidigungssektor wackelt. Gestrichene Großprojekte und knappe Kassen verunsichern die Märkte. Das trifft nun auch Thyssenkrupp hart. Am Freitag brach das Papier um 6,87 Prozent ein.
Fregatten-Aus zieht Kreise
Die aktuelle Schwäche geht weit über den Essener Konzern hinaus. Wettbewerber Hensoldt fiel Ende Juni auf ein Jahrestief. Der Grund: Die Bundeswehr hat das Fregattenprojekt F126 wegen explodierender Kosten gestoppt. Auch Rheinmetall verbuchte deutliche Verluste.
Das alarmiert die Investoren von Thyssenkrupp Marine Systems. Noch zu Jahresbeginn warb Bundeskanzler Friedrich Merz international für deutsche U-Boote. Nun fürchtet der Markt weitere Kürzungen bei heimischen Großprojekten. Das Vertrauen in den maritimen Sektor schwindet zusehends.
Wichtige Chartmarken im Fokus
Der Ausverkauf drückt die Aktie auf 10,31 Euro. Damit schmilzt das Plus seit Jahresbeginn auf 6,60 Prozent.
Die Folge: Ein Test der 200-Tage-Linie rückt näher. Dieser langfristige Durchschnitt verläuft aktuell bei 10,02 Euro. Fällt der Kurs darunter, droht weiterer Verkaufsdruck. Der RSI-Wert von 42,4 zeigt noch keine überverkaufte Lage an.
In der neuen Handelswoche blicken Investoren auf die Konzernzentrale. Das Management muss sich zur aktuellen Branchenschwäche positionieren. Hält die Unterstützung bei zehn Euro nicht, trübt sich das charttechnische Bild massiv ein.
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