Thyssenkrupp Aktie: Stahl-Deal stockt
20.03.2026 - 19:12:36 | boerse-global.deDer Verkauf der Stahlsparte an den indischen Konzern Jindal Steel verzögert sich. Was als wichtiger Schritt zur Konzernentflechtung geplant war, entwickelt sich zur zĂ€hen HĂ€ngepartie â mit spĂŒrbaren Folgen fĂŒr die Transformation des Essener Industriekonzerns.
Fragenkatalog bleibt unbeantwortet
Jindal Steel hatte im September 2025 ein unverbindliches Ăbernahmeangebot vorgelegt. Seitdem kommen die Verhandlungen nicht recht voran. Die Arbeitnehmervertreter hatten dem potenziellen KĂ€ufer einen detaillierten Fragenkatalog ĂŒbermittelt â die Beantwortung wurde seither mehrfach verschoben. Thyssenkrupp selbst bestĂ€tigt lediglich, dass die GesprĂ€che laufen, nennt aber keinen Zeitplan fĂŒr einen möglichen Abschluss.
FĂŒr die rund 26.000 BeschĂ€ftigten der Stahlsparte bedeutet das anhaltende Ungewissheit. Bereits festgelegt ist, dass bis zu 11.000 Stellen gestrichen oder ausgelagert werden sollen. Arbeitnehmervertreter dringen auf rasche Klarheit.
Stahlsparte belastet Bilanz erheblich
Wie drĂŒckend das Segment die Konzernzahlen belastet, zeigte das erste GeschĂ€ftsquartal: Thyssenkrupp bildete RĂŒckstellungen von 401 Millionen Euro fĂŒr den Stellenabbau in der Stahldivision â maĂgeblich verantwortlich fĂŒr einen Nettoverlust von 353 Millionen Euro im selben Zeitraum. KonjunkturschwĂ€che und Druck durch internationale Billigimporte machen das GeschĂ€ft strukturell schwierig.
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Genau deshalb ist die Trennung vom StahlgeschĂ€ft der Kern der Strategie von CEO Miguel LĂłpez. Unter dem Programm âAces 2030" soll Thyssenkrupp zu einer reinen Beteiligungsgesellschaft werden. Erste Schritte sind vollzogen: Die Marinesparte TKMS wurde im vergangenen Herbst an die Börse gebracht. Der Stahlverkauf erweist sich jedoch als deutlich komplexer.
Kurs nahe Jahrestief
Die Aktie notiert mit rund 7,92 Euro nur knapp ĂŒber ihrem 52-Wochen-Tief von 7,79 Euro und hat seit Jahresbeginn rund 18 Prozent verloren. Solange die Kernfragen rund um Finanzierung, EigentĂŒmerstruktur und BeschĂ€ftigungsgarantien ungeklĂ€rt bleiben, fehlt dem Markt ein entscheidender Meilenstein auf dem Weg zur angestrebten Holding-Struktur. Ob Jindal Steel tatsĂ€chlich zum KĂ€ufer wird, ist derzeit offen â die nĂ€chsten Wochen dĂŒrften zeigen, ob aus dem unverbindlichen Interesse ein verbindlicher Deal wird.
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