Aktien Frankfurt Ausblick: Schwache Tech-Vorgaben ziehen Dax weiter nach unten
Veröffentlicht: 17.07.2026 um 08:17 Uhr, dpa.deEine Stunde vor Handelsbeginn signalisierte der X-Dax DE000A0C4CA0 für den deutschen Leitindex ein Minus von 0,8 Prozent auf 24.708 Punkte. Damit würde sich der Wochenverlust auf 1,4 Prozent summieren. Seit dem Rekordhoch von 25.900 Punkten Anfang vergangener Woche hat der Dax inzwischen 4,6 Prozent eingebüßt. Sein Eurozonen-Pendant EuroStoxx 50 EU0009658145 wurde am Freitagmorgen ein Prozent tiefer erwartet.
Marktexperte Stephen Innes verwies darauf, dass aktuell neben Gewinnmitnahmen auch Druck auf den Markt komme durch eine Korrektur bei Anlageprodukten, die mit Hebel - also im Grunde auf Pump - Investments in KI-Aktien erlaubt hätten. Dieser Korrekturprozess könnte noch eine Weile andauern.
Marktanalyst Jochen Stanzl von der Consorsbank konstatierte eine zunehmende Angst der Anleger, dass mit der Korrektur der Halbleiter- und KI-Titel "zunehmend andere, vielleicht unbeteiligte Aktien in Sippenhaft genommen werden". Denn "je stärker die Kurse fallen, desto größer wird der Zwang, ausufernde Verluste bei Technologieaktien durch den Verkauf anderer Werte auszugleichen". Zudem bedrohe der sich verschärfende Konflikt im Nahen Osten die weltweiten Energie-Lierferketten.
Am deutschen Aktienmarkt steht SMA Solar DE000A0DJ6J9 mit einem starken Wachstum im vergangenen Quartal sowie einer weiteren Anhebung seiner Jahresziele im Fokus. Jefferies-Analyst Constantin Hesse attestierte dem Hersteller von Wechselrichtern solide Zahlen und lobte den neuen Ausblick. Er blieb bei seiner Kaufempfehlung und hob das Kursziel an. Vorbörslich legten die Aktien um rund 10 Prozent zu.
Um gut 9 Prozent nach unten ging es hingegen für die Papiere des Arzneimittelherstellers Dermapharm DE000A2GS5D8, nachdem die Finanzaufsicht Bafin eine Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts für das Jahr 2025 eingeleitet hatte.
