Sanofi, FR0000120578

Toujeo von Sanofi - Langzeitinsulin mit Fokus auf Stabilität

01.07.2026 - 20:42:35 | ad-hoc-news.de

Toujeo SoloStar von Sanofi liefert bei Typ-1- und Typ-2-Diabetes bis zu 36 Stunden gleichmäßige Basalinsulin-Wirkung pro Injektion und ist in Deutschland als verschreibungspflichtiges Arzneimittel verfügbar. Wer Sanofi Aktien (ISIN FR0000120578) hält, sollte dieses Produkt kennen.

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Verantwortlich: Nora Steinfeld, ad hoc news Fachredaktion Zubehoer & Komponenten. Geprueft am 01.07.2026, 20:41 Uhr. Details im Impressum.

Toujeo SoloStar von Sanofi liegt kühl im Kühlschrank, die weiße Fertigpen-Kappe tippt gegen die Glasablage, während eine Diabetespatientin ihre Abenddosis vorbereitet. Die klare Lösung im Pen steht für bis zu 36 Stunden Basalinsulin-Wirkung bei Typ-1- und Typ-2-Diabetes. Genau hier setzt Sanofi mit einem konzentrierten Insulin glargin an, das den Alltag planbarer machen soll.

Was Toujeo von Sanofi leistet

Toujeo ist ein konzentriertes Basalinsulin mit 300 Einheiten Insulin glargin pro Milliliter, deutlich höher als klassische U100-Präparate. Die längere und flachere Wirkstofffreisetzung soll Blutzuckerschwankungen reduzieren und das Risiko nächtlicher Hypoglykämien senken. Sanofi betont in seinen Fachinformationen, dass Toujeo einmal täglich dosiert wird, möglichst zur gleichen Tageszeit, und sowohl für Erwachsene mit Typ-1- als auch Typ-2-Diabetes zugelassen ist.

Die Anwendung erfolgt über den vorgefüllten SoloStar-Fertigpen, mit dem Patientinnen und Patienten die Dosis in Einheiten einstellen und subkutan injizieren. Im Praxisalltag erklärt meist die Diabetologin oder der Diabetologe die Handhabung, von der Nadelaufsetzung bis zur Injektionstechnik im Bauch oder Oberschenkel. Professor Stephan Matthaei, langjährig in der Diabetologie aktiv, verweist in Fachartikeln darauf, dass konzentrierte Basalinsuline wie Toujeo gerade bei höheren Dosisbedarfen Vorteile im Injektionsvolumen bringen.

Dosierung, Titration und Alltag

In der Erst-Einstellung orientieren sich Ärztinnen und Ärzte an Körpergewicht, Vorbehandlung und Stoffwechsellage, häufig mit Startdosen um 0,2 bis 0,4 Einheiten pro Kilogramm Körpergewicht pro Tag bei Typ-2-Diabetes. Toujeo wird dann schrittweise titriert, basierend auf Nüchternblutzuckerwerten und selbst gemessenen Glukoseprofilen. Die Fachinformation weist ausdrücklich darauf hin, dass eine Umstellung von anderen Basalinsulinen eine engmaschige Kontrolle erfordert, weil sich Pharmakokinetik und -dynamik unterscheiden.

In der Praxis bedeutet das: Wer von einem U100-Insulin glargin oder NPH-Insulin kommt, braucht eine individuelle Anpassung, oft mit leicht veränderten Dosen über mehrere Wochen. Der französische Endokrinologe Dr. Jean-François Gautier beschreibt in einer Publikation zum realen Einsatz von Toujeo, dass viele Patientinnen und Patienten messbare Verbesserungen im Nüchternblutzucker sehen, wenn das Titrationsschema konsequent umgesetzt wird. Gleichzeitig bleibt die Pflicht, auf typische Hypoglykämie-Symptome wie Zittern, Schwitzen oder Konzentrationsstörungen zu achten.

Vertiefen & einordnen

Sanofi und Toujeo im Diabetesportfolio

Weitere Hintergründe zur Rolle von Toujeo im Insulin-Portfolio von Sanofi und zur Entwicklung der Sanofi Aktie finden Sie im Themenbereich sowie bei den Investor-Relations-Unterlagen des Unternehmens.

Zulassung, Indikationen und Sicherheit

Toujeo ist in der Europäischen Union als verschreibungspflichtiges Arzneimittel zur Behandlung von Diabetes mellitus Typ 1 und Typ 2 bei Erwachsenen zugelassen. Die Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA) hebt in ihrem Bewertungsbericht hervor, dass Toujeo auf dem bekannten Wirkstoff Insulin glargin basiert, jedoch als 300-Einheiten-Formulierung eine andere Konzentration bietet. In klinischen Studien konnte dabei eine vergleichbare HbA1c-Senkung wie mit konventionellem U100-Insulin glargin gezeigt werden, bei teils geringerem Risiko für bestimmte Hypoglykämien.

Zur Sicherheit gehören klassische Insulin-Nebenwirkungen, von Hypoglykämien über Reaktionen an der Injektionsstelle bis zu möglichen Lipodystrophien bei wiederholten Injektionen in dieselbe Region. Sanofi weist in den Fachinformationen klar darauf hin, dass Toujeo nicht zur Behandlung von diabetischer Ketoazidose geeignet ist und in solchen Situationen ein kurz wirkendes Insulin unter stationären Bedingungen erforderlich ist. Zudem müssen Wechselwirkungen mit anderen antidiabetischen Wirkstoffen oder Beta-Blockern im Einzelfall berücksichtigt werden.

Platz im Sanofi-Insulin-Portfolio

Im Insulin-Portfolio von Sanofi steht Toujeo neben Präparaten wie Lantus (Insulin glargin 100 Einheiten/ml) und der Kombination Soliqua (Insulin glargin plus Lixisenatid). Während Lantus vielen Ärztinnen und Ärzten als etabliertes Basalinsulin bekannt ist, positioniert das Unternehmen Toujeo als Option mit längerem Wirkspektrum und höherer Konzentration für geeignete Patientengruppen. Auf der Produktseite und in Fachunterlagen stellt Sanofi die Unterschiede bei Konzentration, Pensystemen und Dosierung klar heraus, um Verwechslungen zu vermeiden.

Die Vermarktung adressiert sowohl Diabetologen als auch Hausärzte, denn ein großer Teil der Menschen mit Typ-2-Diabetes in Deutschland wird in der Primärversorgung betreut. Bei Schulungen für medizinisches Fachpersonal zeigt sich Toujeo häufig als Teil von Fallbeispielen, etwa wenn ein Patient trotz bisheriger Basalinsulintherapie weiterhin zu hohe Nüchternwerte hat oder größere Insulinmengen benötigt. Hier kann die höhere Konzentration die Handhabung erleichtern, muss aber mit klarer Instruktion zur Dosisberechnung einhergehen.

Markt, Konkurrenz und Versorgung

Der Markt für Basalinsuline ist hart umkämpft: Neben Sanofi sind unter anderem Novo Nordisk mit Insulinen wie Tresiba und Eli Lilly mit Präparaten wie Basaglar aktiv. Toujeo bewegt sich damit in einem Segment, das für die Diabetestherapie essenziell ist, aber zugleich von Generika- und Biosimilar-Wettbewerb geprägt wird. Laut Branchenanalysen trägt Toujeo zum Umsatz im Diabetesgeschäft von Sanofi bei, während gleichzeitig das Unternehmen seine Strategie zunehmend breiter aufstellt, etwa mit Onkologie- und Immunologie-Produkten.

Für Patientinnen und Patienten in Deutschland ist Toujeo als Fertigpen in der Regel über Apotheken verfügbar, allerdings immer nur auf ärztliche Verordnung. Die Kosten werden bei entsprechender Indikation meist von der gesetzlichen oder privaten Krankenversicherung übernommen, wobei regionale Erstattungsregeln und Rabattverträge eine Rolle spielen können. Auf internationalen Märkten variiert die Verfügbarkeit; in einigen Ländern wird Toujeo unter leicht abweichenden Handelsnamen oder Packungskonfigurationen angeboten.

Alltag mit dem Toujeo-Pen

Im täglichen Gebrauch zählt für viele Betroffene die Verlässlichkeit des Pens: Die Drehmechanik, das taktile Klickgefühl bei der Dosiswahl und die Sichtbarkeit der Anzeige beeinflussen, wie sicher sich die Person bei der Injektion fühlt. Sanofi beschreibt im Anwenderleitfaden, dass Toujeo SoloStar pro Klick eine Einheit freigibt und maximal 80 Einheiten pro Injektion eingestellt werden können. Die Kappe, der graue Penkörper und das Etikett sind so gestaltet, dass Toujeo visuell von anderen Insulinpens unterscheidbar ist, um Verwechslungen zu vermeiden.

Diabetesberaterinnen berichten, dass sie mit Patientinnen und Patienten gezielt die Lagerung, Aufwärmzeit und Entsorgung der gebrauchten Pens trainieren. Ein Toujeo-Pen aus dem Kühlschrank sollte vor der Injektion idealerweise Raumtemperatur erreichen, um ein angenehmeres Injektionsgefühl zu ermöglichen. Der Einstich mit einer feinen Nadel hinterlässt meist nur ein kurzes Brennen oder Druckgefühl unter der Haut, das viele Betroffene mit Routineblutzuckermessungen vergleichen.

Regulatorische Informationen und Studienlage

Die EMA hält für Toujeo ein öffentliches Bewertungsdokument bereit, das Daten zu Wirksamkeit und Sicherheit in mehreren großen Phase-III-Studien zusammenfasst. Dort wird beschrieben, dass Toujeo bei Typ-2-Diabetes eine stabile Blutzuckerkontrolle erreicht, mit vergleichbarer HbA1c-Reduktion wie U100-Insulin glargin, jedoch mit bestimmten Vorteilen im Hypoglykämieprofil in ausgewählten Studienpopulationen. Bei Typ-1-Diabetes spielt Toujeo als Basalinsulin die bekannte Rolle in der Kombination mit schnell wirkenden Mahlzeiteninsulinen.

Fachportale wie Diabetes-Journal und internationale Plattformen berichten regelmäßig über die praktische Nutzung von Toujeo, insbesondere bei Patienten mit hohem Insulinbedarf oder bei älteren Menschen mit erhöhtem Hypoglykämierisiko. In diesen Artikeln wird häufig betont, dass der Erfolg einer Toujeo-Therapie stark von Schulung, Selbstkontrolle und individueller Dosisanpassung abhängt. Das Produkt selbst liefert das Pharmakoprofil, doch ohne strukturierte Betreuung bleiben Potenziale in der Blutzuckerkontrolle ungenutzt.

Kontext und Sanofi Aktie

Für Sanofi ist Toujeo ein Baustein im breiten Diabetesspektrum, das nach und nach ergänzende digitale Angebote und Kombinationspräparate umfasst. Die Bedeutung des Produkts für den Gesamtkonzern steht im Kontext eines Portfolios, das zunehmend auch Hochpreistherapien etwa in der Immunologie umfasst. Die Sanofi Aktie (ISIN FR0000120578) wird unter anderem an der Euronext Paris gehandelt und spiegelt entsprechend die Entwicklung dieses diversifizierten Pharmageschäfts wider.

Toujeo SoloStar von Sanofi im Überblick

  • Produkt: Toujeo SoloStar (Insulin glargin 300 Einheiten/ml)
  • Hersteller: Sanofi S.A.
  • Kategorie: Zubehoer & Komponenten (Insulin-Fertigpen)
  • Markteinfuehrung: Erste EU-Zulassung 2015, fortlaufende Marktexpansion
  • UVP / Preis: Je nach Packungsgröße und Rabattvertrag, in Deutschland an Apothekenverkaufspreisen orientiert
  • Verfuegbarkeit: Verschreibungspflichtig über Apotheken, je nach Land unterschiedliche Packungen
  • Zielgruppe: Erwachsene mit Diabetes mellitus Typ 1 oder Typ 2 mit Bedarf an Basalinsulin
  • Besonderheit / USP: Konzentriertes Insulin glargin (300 E/ml) mit bis zu 36 Stunden Basalwirkung und vorgefülltem Fertigpen

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