Trojaner Arsink infiziert zehntausende Android-GerÀte
12.02.2026 - 03:38:06Ein neuer Android-Trojaner namens Arsink hat zehntausende Smartphones weltweit kompromittiert. Die Schadsoftware tarnt sich als modifizierte Version beliebter Apps wie WhatsApp oder Instagram und gewrt Angreifern vollen Zugriff.
Die Verbreitung läuft gezielt außerhalb des Google Play Stores. Täter locken Nutzer in Messenger-Diensten wie Telegram oder auf Filehosting-Seiten mit angeblichen "Pro"- oder "Mod"-Versionen bekannter Apps. Einmal installiert, fordert Arsink umfangreiche Berechtigungen.
Was passiert dann? Der Trojaner liest Kontakte, SMS, Anruflisten und Standortdaten aus. Er kann Gespräche mithören, Anrufe tätigen, Dateien löschen und sogar die Taschenlampe fernsteuern. Zur Tarnung versteckt die Malware nach der Installation ihr App-Symbol. Sicherheitsforscher zählen bereits über 1.200 Varianten und schätzen die Infektionen auf mindestens 45.000 Geräte in 140 Ländern.
Verdacht auf Infektion? Auf diese Warnsignale achten
Trojaner wie Arsink tarnen sich gut, aber es gibt typische Anzeichen:
- Plötzliche Verlangsamung: Apps stürzen häufiger ab oder starten extrem langsam.
- Rasend leerer Akku: Die Schadsoftware arbeitet im Hintergrund und frisst Ressourcen.
- Aggressive Pop-up-Werbung: Sie erscheint selbst ohne geöffneten Browser.
- Unbekannte Apps: Fremde Programme tauchen im Menü auf, die Sie nicht installiert haben.
- Hoher Datenverbrauch: Die Malware sendet gestohlene Informationen an externe Server.
Da Arsink sein Symbol versteckt, sollten Sie regelmäßig die komplette App-Liste in den Systemeinstellungen prüfen.
Schritt für Schritt: So entfernen Sie die Malware
Bei Verdacht auf eine Infektion handeln Sie so:
- Starten Sie im abgesicherten Modus neu. Hier laufen nur System-Apps, Drittanbieter-Software ist deaktiviert. Halten Sie meist die Power-Taste gedrückt und tippen Sie dann lange auf "Ausschalten".
- Deinstallieren Sie verdächtige Apps. Gehen Sie in den Einstellungen zu "Apps" oder "Anwendungsmanager". Suchen Sie nach unbekannten Programmen und deinstallieren Sie sie.
- Entfernen Sie Administratorrechte. Falls der Deinstallieren-Button ausgegraut ist, gehen Sie zu "Sicherheit" > "Geräteadministrator-Apps". Deaktivieren Sie dort die Rechte für die schädliche App und deinstallieren Sie sie anschließend.
- Starten Sie das Gerät normal neu. Damit beenden Sie den abgesicherten Modus.
Die Täter werden immer raffinierter
Der Fall Arsink zeigt einen klaren Trend: Cyberkriminelle nutzen ausgefeiltere Methoden. Sie steuern den Trojaner über legitime Cloud-Dienste wie Google Drive und leiten Daten über Plattformen wie Firebase ab. Das macht die Erkennung für Sicherheitssysteme schwerer.
Während Google Play Protect eine wichtige erste Verteidigungslinie ist, zeigt die Verbreitung außerhalb des Stores dessen Grenzen. Die Verantwortung liegt auch beim Nutzer. Das Risiko, Apps aus inoffiziellen Quellen zu laden, bleibt hoch.
Wer sich vor Schadsoftware wie Arsink schützen möchte, findet praxisnahe Schutzmaßnahmen im kostenlosen E-Book ?Cyber Security Awareness Trends?. Der Leitfaden erklärt aktuelle Bedrohungen, neue gesetzliche Anforderungen und einfache, sofort umsetzbare Schritte, mit denen Sie Ihre Geräte und Daten ohne große Investitionen sicherer machen. Jetzt kostenlosen Cyber-Security-Guide herunterladen
Wie schütze ich mich langfristig?
Die Bedrohungslage wird komplexer bleiben. Der beste Schutz ist eine Kombination aus technischen Updates und vorsichtigem Verhalten.
- Installieren Sie Sicherheitsupdates sofort. Monatliche Patches, wie das aktuelle Android Security Bulletin, schließen bekannte Lücken.
- Laden Sie Apps nur aus dem Google Play Store. Das minimiert das Risiko erheblich.
- Prüfen Sie App-Berechtigungen kritisch. Warum braucht eine Taschenlampen-App Zugriff auf Ihre Kontakte?
- Seien Sie misstrauisch. "Kostenlose" Pro-Versionen beliebter Apps sind meist zu gut, um wahr zu sein.
Hol dir den Wissensvorsprung der Profis. Seit 2005 liefert der Börsenbrief trading-notes verlĂ€ssliche Trading-Empfehlungen â dreimal die Woche, direkt in dein Postfach. 100% kostenlos. 100% Expertenwissen. Trage einfach deine E-Mail Adresse ein und verpasse ab heute keine Top-Chance mehr.
Jetzt anmelden.


