Luftangriff, Gaza

Wieder israelischer Luftangriff in Gaza - Armee: Terroristen

21.11.2025 - 10:07:50

Trotz der Waffenruhe im Gaza-Krieg hat die israelische Armee in einem von ihr kontrollierten Gebiet im Gazastreifen fĂŒnf Personen aus der Luft angegriffen und getötet.

Es habe sich um Terroristen gehandelt, die eine Bedrohung fĂŒr die Soldaten gewesen seien, teilte die Armee mit. Diese seien aus einem Tunnel in der Stadt Rafah im SĂŒden des Gazastreifens gekommen und hĂ€tten sich Soldaten genĂ€hert.

Der Vorfall ereignete sich Armeeangaben zufolge hinter der sogenannten gelben Linie, hinter die sich das israelische MilitĂ€r im Rahmen der Waffenruhe-Vereinbarung zurĂŒckgezogen hat.

PalĂ€stinensische Medien meldeten, eine Person sei im SĂŒden des Gazastreifens von israelischen Soldaten getötet worden. Es war zunĂ€chst unklar, ob es sich um denselben Vorfall handeln soll. Die Angaben beider Seiten lassen sich nicht unabhĂ€ngig ĂŒberprĂŒfen.

Berichte: Bewaffnete Hamas-Mitglieder verschanzen sich in Tunneln

Israelischen Medienberichten zufolge haben sich rund 100 bis 200 bewaffnete Mitglieder der Hamas in Tunneln in der Gegend verschanzt. Sie wollen demnach in indirekten Verhandlungen freies Geleit in Gebiete erreichen, die nicht von der israelischen Armee kontrolliert werden. Israel habe dem aber bislang nicht zugestimmt.

Das Armeeradio berichtete unter Berufung auf das israelische MilitĂ€r, bei den in Rafah angegriffenen fĂŒnf Personen handle es sich sehr wahrscheinlich um einen Teil dieser in den Tunnel ausharrenden Bewaffneten.

Am Mittwoch hatte Israels Armee nach einem Angriff auf israelische Soldaten Ziele der Hamas im gesamten Gazastreifen angegriffen. Das israelische MilitĂ€r teilte mit, EinsatzkrĂ€fte hĂ€tten dabei unter anderem den AnfĂŒhrer der Marine-Einheit der Hamas getötet. PalĂ€stinensischen Angaben zufolge kamen insgesamt 25 Menschen ums Leben.

Zu ZwischenfÀllen mit Toten kommt es im Gazastreifen hinter der gelben Linie trotz der geltenden Waffenruhe zwischen Israel und der Hamas derzeit nahezu tÀglich.

@ dpa.de