Tschechien plant Social-Media-Verbot für unter 15-Jährige
09.02.2026 - 06:13:11Premierminister Andrej Babiš will Kinder und Jugendliche vor den Gefahren sozialer Netzwerke schützen. Die Regierung strebt eine Entscheidung noch in diesem Jahr an.
Der Vorstoß löst eine landesweite Debatte über Freiheit und Schutz im Netz aus. Tschechien reiht sich damit in einen europaweiten Trend ein. Länder wie Frankreich und Australien haben bereits strengere Altersregeln eingeführt.
Regierung beruft sich auf Kindeswohl
Die Regierung begründet ihre Pläne mit dem Schutz der mentalen Gesundheit. Babiš folgt Experten, die soziale Medien als potenziell schädlich für die Entwicklung einstufen.
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- Ziel: Schutz vor Cybermobbing, problematischem Konsum und belastenden Inhalten.
- Unterstützung: Weitere Kabinettsmitglieder wie Industrie- und Sportminister befürworten den Schritt. Sie fordern mehr Zeit für Sport statt für Bildschirme.
Europa im Regulierungsfieber
Tschechien steht mit seinem Vorhaben nicht allein. Die Diskussion über Altersgrenzen gewinnt in ganz Europa an Fahrt.
- Frankreich hat bereits ein einschränkendes Gesetz verabschiedet.
- Spanien, Griechenland und das Vereinigte Königreich prüfen strengere Regeln.
- Australien gilt als Vorreiter mit einer Altersgrenze von 16 Jahren seit 2025.
Diese Welle spiegelt die wachsende Sorge von Eltern und Politik vor den Auswirkungen von Algorithmen und Bildschirmzeit wider. Auch das EU-Parlament empfiehlt eine Altersgrenze von 16 Jahren.
Kritik an Umsetzung und pauschalen Verboten
Trotz der Schutzabsicht stößt der Vorschlag auf erhebliche Bedenken. Die größte Hürde ist die technische Umsetzung.
Wie soll das Alter zuverlässig überprüft werden? Experten sehen nur zwei Wege, die beide riskant sind: die Preisgabe sensibler Ausweisdaten an Tech-Konzerne oder eine staatliche digitale Identität.
Organisationen wie UNICEF warnen zudem vor pauschalen Verboten. Für manche Jugendliche sind soziale Medien eine wichtige Quelle für Information und soziale Anbindung. Fällt diese weg, könnten isolierte Jugendliche noch stärker leiden.
Was kommt jetzt?
Die Regierung will den Entwurf nach Konsultationen mit Experten und Plattformbetreibern ausarbeiten. Stimmt das Kabinett zu, könnte noch in diesem Jahr ein Gesetzesentwurf vorliegen.
Die Debatte ist symptomatisch für die größere Frage nach der Verantwortung von Tech-Plattformen und der Rolle des Staates. Wird es ein striktes Verbot oder setzt Tschechien stärker auf Medienkompetenz und Regulierung der Anbieter? Andere europäische Nationen werden genau hinschauen.
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