Deutsche Börse, UBS Analyse

UBS stuft Deutsche Börse auf Neutral – Kursziel auf 260 Euro angehoben trotz DAX-Turbulenzen

24.03.2026 - 10:10:23 | ad-hoc-news.de

Die UBS hat die Einstufung für Deutsche Börse AG (ISIN: DE0005810055) auf 'Neutral' belassen und das Kursziel von 250 auf 260 Euro erhöht. Analyst Michael Werner begründet dies mit starken Handelsvolumina im Q1 2026, ausgelöst durch geopolitische Spannungen im Nahen Osten.

Deutsche Börse,  UBS Analyse,  DAX Volatilität - Foto: THN
Deutsche Börse, UBS Analyse, DAX Volatilität - Foto: THN

Die Schweizer Großbank UBS hat ihre Empfehlung für die Aktie der Deutsche Börse AG beibehalten und das Kursziel angehoben. Dies geschieht inmitten hoher Volatilität an den Märkten, getrieben durch den eskalierenden Konflikt im Nahen Osten.

Stand: Dienstag, 24. März 2026, 10:10 Uhr (Europe/Berlin)

UBS-Analyse hebt Schätzungen an

Analyst Michael Werner von UBS hat in einer Studie vom Montag, 23. März 2026, seine Gewinnschätzungen für Deutsche Börse bis 2028 nach oben korrigiert. Grund sind die stark gestiegenen Handelsvolumina seit Beginn des Nahostkonflikts. Die Einstufung bleibt bei 'Neutral', das Kursziel steigt von 250 auf 260 Euro. Die Aktie der Deutschen Börse, ISIN DE0005810055, profitiert direkt von höheren Transaktionszahlen an der Frankfurter Börse.

Geopolitik treibt Volumina

Der Konflikt im Nahen Osten, insbesondere um den Iran, hat die Handelsaktivität massiv gesteigert. Am Montag, 23. März 2026, führte eine Ankündigung von US-Präsident Donald Trump, Angriffe auf iranische Energieinfrastruktur für fünf Tage auszusetzen, zu einem Ölpreiseinbruch um bis zu 14 Prozent. Der DAX erholte sich von Tiefs unter 22.000 Punkten und schloss mit +1,2 Prozent bei 22.654 Punkten. Solche Schwankungen erhöhen das Handelsvolumen, was für Börsenbetreiber wie Deutsche Börse ein positiver Effekt ist.

Deutsche Börse im Kontext des Marktes

Die Deutsche Börse AG ist nicht nur Betreiber des DAX, sondern auch aktiver Teilnehmer am Eigenaktienrückkaufprogramm. Bis 20. März 2026 wurden 568.000 Aktien erworben, zuletzt am 20. März zu einem Durchschnittspreis von 246,55 Euro. Dies signalisiert Vertrauen der Geschäftsführung in die langfristige Wertentwicklung. Trotz DAX-Volatilität – Jahrestief bei 21.864 Punkten, Jahreshoch bei 25.508 – bleibt die Börse stabil.

Ausblick und Risiken

UBS erwartet anhaltend hohe Volumina durch Unsicherheiten. Dennoch warnt der Analyst vor Bewertungsrisiken. Die Aktie notiert derzeit nahe dem neuen Kursziel. Für Anleger im DACH-Raum bietet Deutsche Börse Stabilität in unruhigen Zeiten: Als Infrastrukturanbieter profitiert sie von Volatilität, ohne direkte Konjunkturabhängigkeit. Im Vergleich zu Zyklikern wie Salzgitter oder Thyssenkrupp, die mit Stahlpreisschwankungen kämpfen, ist das Geschäftsmodell resilient.

Marktübersicht: DAX-Performance am 23. März

Der DAX schwankte am Montag extrem: Von 21.892 auf 23.179 Punkte. Top-Performer waren Brenntag (+5,78 Prozent), Siemens Energy (+4,87 Prozent) und Commerzbank (+4,12 Prozent). Deutsche Börse selbst profitierte indirekt durch höhere Gebühreneinnahmen. Der EuroStoxx 50 stieg um 1,5 Prozent auf 5.586 Punkte. Ölpreise fielen Richtung 100 Dollar pro Barrel, Gold und Silber verloren.

Strategische Bedeutung fĂĽr Investoren

Für private und professionelle Anleger im deutschsprachigen Raum ist Deutsche Börse ein defensiver Wert. Die UBS-Studie unterstreicht das Potenzial durch Q1-Volumina. Im Iran-Konfliktkontext könnten weitere Eskalationen – trotz Trumps Pause – die Aktivität hochhalten. Die Straße von Hormuz bleibt ein Risikofaktor für Energiepreise, was Volatilität fördert. Analysten wie Marcel Mußler sehen den DAX-Aufwärtstrend bei 21.890 Punkten halten.

Fundamentale Stärken der Deutschen Börse

Deutsche Börse generiert Einnahmen aus Clearing, Settlement und Daten. 2026 plant das Unternehmen weiteres Wachstum. Das Rückkaufprogramm reduziert das Aktienkapital und steigert den EPS. Im Vergleich zu internationalen Peers wie CME Group oder Nasdaq ist die Bewertung attraktiv. UBS' Anpassung der EPS-Schätzungen bis 2028 reflektiert langfristiges Vertrauen.

Einfluss des Iran-Konflikts auf europäische Märkte

Die Blockade der Straße von Hormus und Angriffe auf Anlagen treiben Unsicherheit. Trumps 'Rückzieher' nach Gesprächen mit Teheran führte zu Markterholung, doch Militärschläge dauern an. Für DACH-Investoren bedeutet dies: Höhere Volatilität begünstigt Börsen wie Frankfurt. Helaba-Strategin Claudia Windt sieht Käufer auf Tiefs.

Vergleich mit DAX-Peers

Im DAX hat SAP die höchste Marktkapitalisierung (179 Mrd. Euro), Deutsche Bank das höchste Volumen. Deutsche Börse positioniert sich als Beneficiary der Volatilität. Porsche hat das niedrigste KGV (2,92), VW die höchste Dividendenrendite (7,38 Prozent). Dennoch ist Deutsche Börse für risikoscheue Portfolios ideal.

WeiterfĂĽhrende Quellen

UBS-Analyse zu Deutsche Börse
DAX-Update vom 23. März 2026
Eigenaktienrückkauf Deutsche Börse
Börsenrundup Frankfurt

Disclaimer: Keine Anlageberatung. Finanzinstrumente und Märkte sind volatil.

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