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Ukraine soll Patriots erhalten

Veröffentlicht am: 23.08.2026 um 19:00 Uhr | dpa, AD HOC NEWS

Die westlichen LÀnder könnten nach Meinung der dÀnischen Regierungschefin Mette Frederiksen durchaus mehr Patriot-Flugabwehrraketen an die Ukraine liefern.

"Sofern der politische Wille dazu da ist", fĂŒgte sie im GesprĂ€ch mit dĂ€nischen Medien bei ihrem Besuch in Kiew hinzu. Ohne bestimmte LĂ€nder zu nennen, meinte sie, dass durchaus mehr UnterstĂŒtzung fĂŒr Kiew im Bereich der Flugabwehr getan werden könne. "Wenn wir das nicht tun, steht der Ukraine ein Winter bevor, in dem die Russen unerbittlich zuschlagen, bombardieren - auch mit ballistischen Raketen - und viele Menschen töten werden", sagte sie.

Der ukrainische PrÀsident Wolodymyr Selenskyj hat in den vergangenen Wochen wiederholt um dringende Lieferung von Patriot-Raketen gebeten, da die ukrainischen BestÀnde aufgebraucht seien. Russland nutzt dies aus, um Kiew und andere StÀdte der Ukraine mit ballistischen Raketen anzugreifen. Patriots sind bisher das einzige Mittel zur Raketenabwehr.

Der finnische PrĂ€sident Alexander Stubb, der ebenfalls zu dem Treffen baltischer und nordischer Staaten zum Tag der Staatsflagge der Ukraine nach Kiew gereist war, berichtete auf der Plattform X von einer Reihe von neu unterzeichneten Abkommen. Unter anderem habe die finnisch-norwegische RĂŒstungsfirma Patria ein entsprechendes Abkommen mit der Ukraine unterschrieben.

Selenskyj fordert Sanktionspaket

Selenskyj hob die enge Zusammenarbeit der nordischen und baltischen Staaten mit der Ukraine hervor. "Sie alle wissen sehr gut, was derzeit in der Ukraine geschieht, kennen alle Details und wissen auch, was Russland fĂŒr diesen Herbst vorbereitet und - was noch wichtiger ist - was es fĂŒr diesen Winter vorbereitet", sagte er. Er hob den Bedarf an Flugabwehrraketen hervor. "Jede Rakete rettet Leben." Zugleich forderte er ein Sanktionspaket auf EU-Ebene, mit dem der Bau von ballistischen Raketen in Russland erschwert werden sollte. Nach ukrainischen Erkenntnissen verwenden russische RĂŒstungsfirmen fĂŒr diese Waffen weiter wichtige Bauteile aus westlichen LĂ€ndern.

Frederiksen erklĂ€rte, dass sie gemeinsam mit baltischen und nordischen Kollegen verschiedene Themen mit Selenskyj erörtert habe. Im Vordergrund habe die Frage gestanden, politischen Druck zur Lieferung von Patriots auszuĂŒben. "Das ist politische Routinearbeit", sagte sie.

Zudem sei angesprochen worden, wie man die Ukraine - aber auch den Rest Europas - gegen ballistische Raketen aus Russland verteidigen könne. "Wenn die Russen ballistische Raketen in einem Land einsetzen können, können sie diese irgendwann auch in einem anderen Land einsetzen, und deshalb mĂŒssen wir eine noch stĂ€rkere Luftabwehr rund um Europa aufbauen."

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