Greenpeace: Angriffe auf Ălanlagen bremsen Russlands Tanker
11.04.2026 - 07:22:28 | dpa.de"FĂŒr einige Tage kamen keine beladenen Tanker mehr aus Richtung Osten, und die wenigen, die unterwegs waren, fuhren gröĂtenteils leer", teilte eine Greenpeace-Sprecherin mit.
Die Ukraine hatte in den vergangenen Wochen mit Drohnenangriffen auf Anlagen der russischen Ălindustrie mehrere Objekte in Brand gesetzt. Im Gebiet Leningrad, das an St. Petersburg (frĂŒher Leningrad) grenzt, war schon mehrfach der Hafen Primorsk Ziel ukrainischer Angriffe. Auch den russischen Ăl- und Gashafen Ust-Luga an der Ostsee bei St. Petersburg hatten ukrainische Langstreckendrohnen wiederholt angegriffen.
Wieder Tanker erwartet
Wegen des wieder angelaufenen Betriebs der HÀfen, der laut Greenpeace teils auch fast nie vollstÀndig stillgestanden habe, rechnet die Organisation in den kommenden Tagen wieder mit entsprechenden Tankern in der Ostsee. "Allerdings lÀsst sich die genaue Frequenz noch schwer einschÀtzen, da unklar ist, welche LadekapazitÀten noch vorhanden sind."
AuffĂ€llig ist demnach, dass mehr Tanker vor Anker liegen als zuvor. "Was angesichts der Situation aber nicht ĂŒberraschend ist." Die fĂŒr die Ostsee zustĂ€ndige Bundespolizeidirektion Bad Bramstedt bestĂ€tigte die Angaben von Greenpeace nicht: "Erkenntnisse dazu liegen hier nicht vor", erklĂ€rte ein Sprecher.
Greenpeace hatte wiederholt vor den Umweltrisiken gewarnt, die nach Ăberzeugung der UmweltschĂŒtzer von der Schattenflotte ausgehen. Mit der Schattenflotte versucht Moskau, einen von westlichen UnterstĂŒtzern der Ukraine eingefĂŒhrten Preisdeckel fĂŒr russisches Ăl zu umgehen. Dabei kommen alte und unterversicherte Tanker zum Einsatz. Der Ăl-Export ist eine wichtige Einnahmequelle Russlands, das seit der Vollinvasion 2022 groĂflĂ€chig Krieg gegen die Ukraine fĂŒhrt.
