Ukrainisches MilitĂ€r spricht von RĂŒckeroberungen im Donbass
Veröffentlicht am: 15.09.2026 um 15:25 Uhr | dpa, AD HOC NEWSDer Kommandeur des 3. Armeekorps, Andrij Bilezkyj, berichtete in einem Video, nördlich der Stadt Lyman seien auf einer FlĂ€che von 75 Quadratkilometern in mehreren Dörfern eingesickerte russische StoĂtrupps ausgeschaltet worden.
Ukrainische Truppen hĂ€tten das Dorf Serednje und eine FlĂ€che von zehn Quadratkilometern von russischen Truppen zurĂŒckerobert. Dies sei jedoch nur ein Teil der Offensive mit dem Codenamen "Vivaldi", sagte Bilezkyj.
Wegen der strikten Geheimhaltung auf ukrainischer Seite hatte es aus dieser Region seit dem FrĂŒhsommer kaum Nachrichten gegeben. Erst in den vergangenen Tagen machten von MilitĂ€rexperten verifizierte Fotos und Videoaufnahmen deutlich, dass es der Ukraine gelungen war, die Stadt Lyman zu sichern und einen groĂen VorstoĂ der russischen StreitkrĂ€fte zurĂŒckzuwerfen. Auch russische MilitĂ€rblogger rĂ€umten die Probleme bei Lyman ein.
Kreml spricht weiter von allgemeinem VorrĂŒcken
Ein russischer Vormarsch an dieser Stelle hĂ€tte die von der Ukraine verteidigten GroĂstĂ€dte Slowjansk und Kramatorsk von Norden bedroht. Die ukrainischen Erfolge widerlegen auch die Darstellung des Kremls und des Moskauer Generalstabs, dass russische Truppen ĂŒberall an der Front in der Ostukraine vorrĂŒcken.
Russlands PrÀsident Wladimir Putin behauptete Anfang September, die Stadt Swjatohirsk mit ihrem wichtigen orthodoxen Kloster sei in russischer Hand. Der ukrainische General Bilezkij zeigte sich daraufhin in einem Video ohne Helm mitten in der Stadt.
An anderen Frontabschnitten im Industriegebiet Donbass stehen die ukrainischen Verteidiger jedoch unter groĂem Druck. Die russischen StreitkrĂ€fte versuchen sie beispielsweise im SĂŒden bei Dobropillja mit einer Zangenbewegung zu umfassen.
