Patientenstiftung, Meldestelle

Patientenstiftung: Meldestelle einrichten fĂŒr VerdachtsfĂ€lle

Veröffentlicht: 08.07.2026 um 06:34 Uhr, dpa.de

Um Tötungen in Pflege und Medizin auf die Spur zu kommen, fordert die Deutsche Stiftung Patientenschutz eine amtliche Meldestelle bei den GesundheitsÀmtern.

In immer mehr KrankenhÀusern haben sich solche Systeme bereits bewÀhrt, wie Stiftungsvorstand Eugen Brysch erklÀrte. Whistleblower könnten sich in VerdachtsfÀllen dorthin wenden.

Bei der bekannten Berliner Charité gibt es beispielsweise eine Art Whistleblower-System. Dorthin können sich BeschÀftigte nach Klinikangaben wenden, die etwa Ungereimtheiten bemerken.

Urteil heute erwartet

Bei Betreuung und Therapie schwerstkranker Menschen gehöre der Tod zum Alltag, so Brysch. "So geraten TĂ€ter lange nicht unter Verdacht. Im ambulanten Bereich sind Serienmörder noch schwieriger zu entlarven. Schließlich gibt es hier keine Teamstrukturen, in denen TĂ€ter auffallen", erklĂ€rte der Stiftungsvorstand mit Blick auf den Fall eines Palliativarztes in Berlin. Der 41-JĂ€hrige soll 15 Patienten bei Hausbesuchen ermordet haben. Das Landgericht Berlin will heute (13.00 Uhr) sein Urteil sprechen.

Aus Sicht der PatientenschĂŒtzer mĂŒssen sowohl ambulant arbeitende Ärztinnen und Ärzte als auch PflegekrĂ€fte fĂŒr dieses Thema sensibilisiert werden. "Die Muster von Patientenmörden mĂŒssen selbstverstĂ€ndlich zum Weiterbildungsprogramm der medizinisch-pflegerischen Berufe gehören."

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