UMC, Aktie

UMC Aktie: 6,2-Prozent-Sturz nach Allzeithoch

17.06.2026 - 08:04:38 | boerse-global.de

Die UMC-Aktie fÀllt nach Rekordhoch um 6,2 Prozent. Ein strategischer Anteilsverkauf an Novatek belastet zusÀtzlich, doch die operativen GeschÀftszahlen bleiben stark.

UMC Aktie: Technische Korrektur nach Rekordhoch und Novatek-Verkauf
UMC - Ein fallender roter Pfeil auf einem Diagramm, der einen starken KursrĂŒckgang an der Börse symbolisiert. 17.06.2026 - Bild: ĂŒber boerse-global.de

Die Aktie der United Microelectronics Corporation (UMC) geriet am Dienstag krÀftig unter Druck. Das Papier verlor 6,20 Prozent und schloss bei etwa 21,65 US-Dollar. Erst einen Tag zuvor hatte die Aktie mit 23,08 US-Dollar ein Allzeithoch erreicht.

Marktbeobachter sprechen von einer technischen Korrektur. Der Relative-StĂ€rke-Index (RSI) war zuvor auf ĂŒber 90 Punkte gestiegen – ein klares Signal fĂŒr eine Überhitzung. Viele Anleger nutzten die Rekordkurs fĂŒr Gewinnmitnahmen.

Novatek-Beteiligung reduziert

Parallel dazu meldete UMC einen strategischen Anteilsverkauf. Laut SEC-Einreichung verĂ€ußerte der Konzern zwischen dem 5. und 16. Juni rund 1,17 Millionen Aktien der Novatek Microelectronics Corporation. Der Erlös liegt bei umgerechnet 563,6 Millionen NT$.

Die Transaktion erfolgte ĂŒber die Wandlung von Nullkupon-Anleihen. Nach dem Verkauf hĂ€lt UMC noch 2,51 Prozent an Novatek. Der Gewinn aus der Transaktion fließt in die RĂŒcklagen – das operative Nettoergebnis bleibt unberĂŒhrt.

Operative StÀrke bleibt intakt

Der Ausverkauf Ă€ndert nichts an den soliden GeschĂ€ftszahlen. FĂŒr Mai 2026 meldete UMC einen Nettoumsatz von rund 22,94 Milliarden NT$. Das sind 17,78 Prozent mehr als im Vorjahresmonat. Seit Jahresbeginn steht ein Plus von 9,05 Prozent.

Besonders die 22-Nanometer-Plattform lĂ€uft gut. Sie steuerte im ersten Quartal 2026 bereits 14 Prozent zum Gesamtumsatz bei. Das Management rechnet mit ĂŒber 50 neuen Kundenprojekten, die bis Jahresende in Serie gehen sollen.

Gleichzeitig treibt UMC die Expansion voran. Der Konzern baut KapazitÀten in Singapur aus und arbeitet mit Intel zusammen. Ziel ist es, die Position bei reiferen Chiptechnologien zu stÀrken.

FĂŒr die zweite JahreshĂ€lfte 2026 plant das Unternehmen selektive Preiserhöhungen fĂŒr Wafer. Damit will UMC gestiegene Kosten fĂŒr Energie und Logistik ausgleichen. Der Investitionsplan bleibt ambitioniert: Rund 1,5 Milliarden US-Dollar fließen in den KapazitĂ€tsausbau und neue Technologien wie die 14nm-FinFET-Plattform.

Die Hauptversammlung hatte Ende Mai zudem eine Dividende von 2,60 NT$ je Aktie fĂŒr das GeschĂ€ftsjahr 2025 genehmigt. Die technische Korrektur bleibt zunĂ€chst der dominierende Faktor am Aktienmarkt. Der operative Ausblick signalisiert hingegen weiteres Wachstum.

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