Umstellung bei Heizungsförderung sorgt fĂŒr vorlĂ€ufigen Antragsstopp
Veröffentlicht am: 08.07.2026 um 17:55 Uhr | dpa, AD HOC NEWSVom 9. Juli bis 20. Juli kommt es zu einer Umstellungsphase, um "notwendige technische Anpassungen" bei der staatlichen Förderbank KfW und dem Bundesamt Bafa vorzunehmen, wie das Bundeswirtschaftsministerium mitteilte. Die neuen Förderbedingungen sollen demnach am 21. Juli in Kraft treten. Ab diesem Tag könnten nur noch AntrÀge unter den neuen Förderbedingungen gestellt werden.
Das Ministerium teilte weiter mit, es gebe eine "Vertrauensschutzregelung". Antragsstellende mit einer gĂŒltigen, sogenannten BestĂ€tigung zum Antrag oder einer sogenannten technischen Projektbeschreibung, die aber noch keinen Antrag gestellt hĂ€tten, könnten wĂ€hrend der Umstellungsphase noch AntrĂ€ge zu den bisherigen Konditionen stellen.
Ausschuss stimmt neuer Förderung zu
Der Haushaltsausschuss des Bundestags hatte zuvor grĂŒnes Licht fĂŒr Ănderungen bei der Bundesförderung fĂŒr effiziente GebĂ€ude gegeben, wie die Deutsche Presse-Agentur aus Teilnehmerkreisen erfuhr.
FĂŒr den Einbau von WĂ€rmepumpen und anderen klimafreundlichen Heizungen gibt es kĂŒnftig weniger Zuschuss vom Staat. Es gibt eine stĂ€rkere soziale Staffelung. Die Regierung begrĂŒndet das auch mit SparzwĂ€ngen. Die Mittel kommen aus Klima- und Transformationsfonds, einem Sondertopf des Bundes.
Der Bundesverband WÀrmepumpe hatte am Dienstag erklÀrt: "Eine Aussetzung der Antragsmöglichkeit wÀre ein falsches Signal an Verbraucherinnen und Verbraucher, Fachhandwerk und alle anderen Marktteilnehmer."
GrĂŒne: Vertrauen gebrochen
Die GrĂŒnen-Politikerin Katrin Uhlig kritisierte: "Weniger Mittel bedeuten weniger Förderung, weniger Investitionen und weniger Klimaschutz - mit fatalen Folgen fĂŒr die WĂ€rmewende. Besonders problematisch ist die entstehende Unsicherheit: Ăber Jahre wurde kommuniziert, dass die Finanzierung bis 2029 gesichert ist. Dieses Vertrauen wird nun gebrochen."
