Unicef, Hohe

Unicef warnt: Hohe Transportkosten gefÀhrden Kinderleben

Veröffentlicht am: 02.06.2026 um 12:10 Uhr | dpa, AD HOC NEWS

Die Spannungen im Nahen Osten machen die humanitĂ€re UnterstĂŒtzung BedĂŒrftiger immer teurer.

"Steigende Transportkosten bedeuten weniger Geld fĂŒr die lebensrettenden HilfsgĂŒter, die Kinder benötigen", sagte Jean-Cedric Meeus, Logistikchef des UN-Kinderhilfswerks Unicef, bei einem UN-Briefing in Genf.

Zum einen mĂŒssten Schiffe große Umwege um das Kap der Guten Hoffnung in SĂŒdafrika in Kauf nehmen, was die Fahrten um zwei bis vier Wochen verlĂ€ngere. "FĂŒr ein Kind in einem Krisengebiet können Verzögerungen bei der Lieferung von Impfstoffen oder Nahrungsmitteln den Unterschied zwischen Leben und Tod bedeuten", sagte Meeus.

Zum anderen sei Luftfracht ĂŒber die Drehkreuze im Nahen Osten deutlich teurer geworden. Impfstoffe von Indien nach Nigeria oder die Demokratische Republik Kongo zu befördern sei heute 50 bis 70 Prozent teurer. Nahrungsrationen fĂŒr unterernĂ€hrte Kinder aus Kenia fĂŒr Somalia, SĂŒdsudan oder den Kongo kosteten 30 Prozent mehr. Schulmaterial aus China fĂŒr den Jemen oder Mosambik sei heute 100 bis 150 Prozent teurer als vor der Krise.

"Wir werden nicht zulassen, dass diese Herausforderungen das Leben und das Wohlergehen der Kinder gefÀhrden", sagte Meeus. Die humanitÀren Organisationen brauchten aber mehr Geld, um die Kosten zu decken.

Generell gehen Zuwendungen von GeberlĂ€ndern an humanitĂ€re UN-Organisationen aber deutlich zurĂŒck, wie Rania Dagash-Kamara vom WelternĂ€hrungsprogramm (WFP) sagte. Die Organisation habe 2024 rund zehn Milliarden Dollar erhalten, im vergangenen Jahr nur noch 6 Milliarden Dollar. Nach wie vor seien die USA der grĂ¶ĂŸte Geber, betonte sie.

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