Unitree G1: Chinas Roboter-Star begeistert das Weltwirtschaftsforum
24.01.2026 - 21:04:12Ein humanoider Roboter aus China hat auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos für Furore gesorgt. Die öffentlichen Vorführungen des agilen Unitree G1 zeigten Politikern und Wirtschaftslenkern, wie weit die praktische Anwendung von Robotik bereits gediehen ist. Die Demonstrationen markieren einen Wendepunkt: Aus Zukunftsvisionen werden einsatzbereite Plattformen.
Ein neuer Maßstab für Preis und Leistung
Der Unitree G1 setzt nicht nur mit seiner Beweglichkeit neue Maßstäbe, sondern vor allem mit seinem Preis. Das Unternehmen vermarktet den etwa 1,30 Meter großen Roboter als erschwingliche und skalierbare Plattform für Aufgaben wie Inspektion und Handhabung. Das Bildungsmodell G1 EDU startet bei rund 16.000 US-Dollar – ein Bruchteil der Kosten vergleichbarer Systeme.
Diese aggressive Preispolitik ist Kern der Unitree-Strategie. Sie umfasst auch den Schritt zum Robot-as-a-Service-Modell, um die Kosteneffizienz für Unternehmen weiter zu steigern. Technisch überzeugt der G1 durch seine Faltbarkeit, leichte Bauweise und hohe Anpassungsfähigkeit mit bis zu 43 Freiheitsgraden. Die Kompatibilität mit Open-Source-Plattformen wie ROS soll die Entwicklung beschleunigen.
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Chinas Aufstieg im globalen Roboterrennen
Die prominente Demonstration in Davos unterstreicht die wachsende Dominanz chinesischer Firmen in der globalen Robotik. Unitree beansprucht für sich, im vergangenen Jahr über 5.500 humanoide Roboter ausgeliefert zu haben. Die Gesamtproduktion soll bei mehr als 6.500 Einheiten gelegen haben.
Damit positioniert sich das Unternehmen an der Spitze eines Marktes, der sich rasant von der Prototypen- in die Serienfertigung bewegt. Mehrere chinesische Anbieter zählen inzwischen zu den weltweit führenden Lieferanten. Diese Skalierung spiegelt nicht nur eine hohe Nachfrage wider, sondern kündigt eine neue Phase des technologischen Wettlaufs an. Erst diese Woche erhielt Unitree ein neues Designpatent für einen Roboter, der in der Industrieproduktion, im Haushalt und sogar in der Raumfahrt eingesetzt werden soll.
Vom Labor in die Fabrikhalle
Die Präsenz des G1 in Davos ist mehr als eine reine Technologiedemo. Sie ist eine klare Ansage zur Zukunft der Arbeit. Werden humanoide Roboter leistungsfähiger und günstiger, rückt ihr Einsatz in Fertigung, Logistik und Dienstleistung in greifbare Nähe. Analysten sehen in der Konvergenz von KI, Hardware und sinkenden Kosten einen Turbo für die Automatisierung.
Während US-Firmen traditionell das High-End-Segment dominieren, erobern Unternehmen wie Unitree mit kostengünstigen, aufgabenspezifischen Modellen eine bedeutende Nische. Diese parallele Entwicklung treibt die gesamte Branche voran. Die jüngste Vorführung auf der CES 2026, bei der der G1 komplexe Kampfsport-Bewegungen zeigte, bewies seine fortgeschrittenen Fähigkeiten in Balance und Präzisionskontrolle.
Der Weg in den Alltag beginnt
Die lebendigen Vorführungen in den Schweizer Alpen sind ein starkes Indiz: Das Zeitalter der verkörperten KI bricht an. Das Interesse der globalen Elite signalisiert eine wachsende Akzeptanz. Die Frage verschiebt sich nun vom technischen “Ob” zum praktischen “Wie” – bei Integration, Sicherheit und wirtschaftlichen Folgen.
Unitree und seine Wettbewerber entwickeln sich rasant. Das Unternehmen hat bereits größere Modelle wie den H2 vorgestellt. Prognosen sagen über 100.000 Installationen bis 2027 voraus. Die größte Herausforderung bleibt die Lücke zwischen simulierter Leistung und echter Zuverlässigkeit im Alltag zu schließen. Der Weg von den Promenaden in Davos in Fabriken und Haushalte wird von der weiteren Innovation in KI-Software und der sie bewegenden Hardware abhängen.
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